Filmfest Dresden
Das 21. Dresdner Filmfest war auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg. Vom 14. bis 19. April bestaunten die Filmfestbesucher spannende, skurrile, lustige und auch ernste Beiträge in Kurzfilmform. Die Schirmherrschaft für das Filmfest übernahm Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz, als Schirmherr des Filmballs sowie der Preisverleihung fungierte Dr. Johannes Beermann, Chef der Staatskanzlei und Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten.
In diesem Jahr wurde auf teilweise unkonventionelle Weise das Thema »20 Jahre nach der Revolution« filmisch umgesetzt. Neben Animations- und Kurzspielfilmen fanden auch Dokumentationen und Experimentalfilme den Weg auf die Leinwände. Seit seiner Gründung im Jahre 1989 hat sich das Festival zu einem der wichtigsten Kurzfilmfestivals Deutschlands entwickelt.
Die Preisträger des Filmfestes wurden bereits am Samstag bekannt gegeben. Bei der Preisverleihung in der Martin-Luther-Kirche überreichte Schirmherr Dr. Johannes Beermann insgesamt neun Goldene Reiter. Außerdem wurde der mit 20.000 Euro dotierte Förderpreis der Sächsischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, sowie der ARTE Kurzfilmpreis vergeben. Die Preisträger dürfen sich über Preisgelder in Höhe von insgesamt mehr als 60.000 Euro freuen. Damit ist das Filmfest Dresden das höchstdotierte europäische Kurzfilmfestival.
Insgesamt 70 Filme haben es aus den 2.134 Bewerbungen aus 75 Ländern in den Wettbewerb geschafft. Den Goldenen Reiter für den besten Kurzspielfilm in der internationalenm Wertung teilen sich die Filme »4« und »Chufshat Shichrur« (»Discharged«), national gewann hier der Film »Polar«. Als besten Animationsfilm der Internationalen Jury wurde »Muto« gekürt, national bekam den Preis der Film »Germania Wurst«. Den Filmförderpreis der Kunstministerin wurde an »Never Drive a Car When You‘re Dead« verliehen. Ein Kurzfilm gewann sogar zwei Preise - der Goldene Reiter der Jugendjury und ein Publikumspreis ging an »Skhizein«. Einen weiteren Publikumspreis erhielt der Kurzfilm »Herrengedeck«.
Nach der Preisverleihung verwandelte sich das Dresdner Kneipenviertel Neustadt in einen einzigen großen Filmball. Veranstalter, Filmemacher, Preisträger, Gäste und viele Dresdner Nachtschwärmer feierten gemeinsam unter dem Motto »Tanz der Vampire« an drei Haupt- und vielen Nebenschauplätzen des Viertels ein rauschendes Fest.

