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Termine und Veranstaltungen

03.03.2020 – »Informatik und Biologie – Beziehung der Zukunft«

Vortrag von Prof. Dr. Ivo Sbalzarini
Vortrag von Prof. Dr. Ivo Sbalzarini  © wca

Können sich Krebszellen so transformieren, dass sie sich selbst töten?
Können Sie allein aus Luft und Sonnenlicht sauberen Biokraftstoff herstellen?
Ist es möglich, Zellen und Bakterien so zu programmieren, dass sie unseren Anweisungen folgen?

Prof. Dr. Ivo Sbalzarini war am 3. März 2020 Gast des Akademischen Zentrums Wrocław (wca) in Kooperation mit dem Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in der Aula Leopoldina der Universität Wrocław und stellte die Herausforderungen in diesem wissenschaftlichen Projekt der TU Dresden vor.

Wenn wir Bakterien so programmieren könnten, dass sie aus Luft und Sonnenlicht CO2-neutrale Biokraftstoffe produzieren, würde dies zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen. Wenn wir Krebszellen so programmieren könnten, dass sie sich selbst töten, würde dies die Zeit des gesunden Lebens für die Menschen verlängern. Wenn wir die Pflanzen so programmieren könnten, dass sie Wasser nur dann verbrauchen, wenn es verfügbar ist, könnten wir die wachsende Bevölkerung der Menschen auf der Welt leichter ernähren. Wenn wir die interne Funktionsweise lebender Systeme besser verstehen, könnten wir die Herausforderungen der Zukunft bewältigen, die uns jetzt erschrecken. Dies erfordert jedoch nicht nur Kenntnisse über Moleküle und größere Teile lebender Systeme, sondern auch ein Verständnis darüber, wie sie intern funktionieren, wie sie Informationen verarbeiten und wie all dies in Genen codiert und gespeichert wird. Das Verständnis dieser biologischen »Algorithmen« ist das Ziel der wissenschaftlichen Disziplin »Systembiologie«, die Informatik und Biologie kombiniert.

PROF. Dr. IVO SBALZARINI ist Leiter des Fachbereichs Computational Systems Biology an der Fakultät für Informatik der Technischen Universität Dresden, Professor für Mathematik an der Technischen Universität und Direktor des Zentrums für Systembiologie in Dresden. Er ist außerdem ständiger Leiter der Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Biologie und Molekulargenetik in Dresden. 2002 schloss er sein Maschinenbaustudium an der ETH in Zürich ab (erhielt den Villa Studer Award). 2006 promovierte er an der ETH in Zürich Informatik (für seine Promotion wurde er vom Weizmann-Institut mit dem Chorafas-Preis ausgezeichnet), an der ETH forschte er an der Grenze zwischen Biologie und Informatik. 2006 wurde er Professor an der IT-Abteilung der ETH in Zürich. 2012 wechselte Ivo Sbalzarini nach Dresden, wo er einer der Gründer des neuen Max-Planck-Systems-Biologie-Zentrums wurde. Er ist außerdem Leiter der Forschungsabteilung des Exzellenzclusters »Physik des Lebens«, Dekan der Max-Planck International Research School im Bereich Zell-, Entwicklungs- und Systembiologie, stellvertretender Dekan der Fakultät für Informatik der Technischen Universität Dresden.

30.11.2019 – Jubiläumsjahr unter dem Weihnachtsbaum gewürdigt

Gruppenfoto © Sächsisches Verbindungsbüro Breslau

Am 30. November 2019 eröffneten die international bekannten Schulchöre Bel Canto und Con Passione aus Wrocław im Historischen  Treppenhaus des Dresdner Stadtmuseums die Adventszeit mit polnischen, deutschen und südafrikanischen Weihnachtsliedern. Beide Chöre waren 2018 und 2019 Mitwirkende beim trinationalen Projekt CHORALARM der Semperoper und der beiden Verbindungsbüros In Prag und Breslau. Mit diesem Konzert wurde die 60-jährige Städtepartnerschaft von Dresden und Wrocław sowie die 20-jährige Regionalpartnerschaft zwischen dem Freistaat Sachsen und der Wojewodschaft Niederschlesien zum Jahresende noch einmal musikalisch gewürdigt. Die 40 polnischen Kinder waren mit ihren Eltern und Verwandten nach Dresden gekommen, um mit diesem Konzert auch die  zwischenmenschlichen  Partnerschaften und ihr Interesse an dieser Nachbarschaft, zu symbolisieren.

Das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau und die Stadt Dresden haben diese Reise – durch Vermittlung der Leiterin des Kraszewski Museums – ermöglicht. Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des Striezelmarktes und am Sonntag, den 1. Dezember 2019 die Mitwirkung bei der polnischen Messe in der Katholischen Hofkirche mit Psalmen und polnischen Weihnachtsliedern.

07.-08.11.2019 – 3. Sächsisch-Polnischer Innovationstag

TECHNIK.MENSCH.ZUKUNFT

Der 3. Sächsisch-Polnische Innovationstag – initiiert vom Verbindungsbüro in Kooperation mit den Technischen Universitäten Wrocław und Dresden – fand am 7. und 8. November 2019 auf dem TU-Campus an der Oder statt. Das Konferenzthema und Veranstaltungsformat »Technik.Mensch.Zukunft« wurde erstmals von Wissenschaftlern der technischen und geisteswissenschaftlichen Disziplinen aus Polen und Sachsen in einem über sechsmonatigen Diskurs erarbeitet. In einer beispielhaften Kooperation zwischen dem Verbindungsbüro, den beiden Technischen Universitäten, dem Akademischen Zentrum der Stadt Wrocław und der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH konnte ein Konferenzangebot unterbreitet werden, dem über 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gefolgt sind. Damit hat sich der Innovationstag 2019 mit der bisher höchsten Teilnehmerresonanz zu einem nachhaltigen Wissenschaftsevent etabliert.  

Innovative Spitzenleistungen erfordern Spitzenkräfte. Das Verhältnis von Mensch, Wissenschaft und Wirtschaft ist daher noch nie so philosophisch und politisch wie heute, so der Leiter des Verbindungsbüros in seiner Anmoderation. Die humanistische Herangehensweise an technologische Prozesse, so betonte die Philosophin der Universität Wroclaw Frau Prof. Dr. Maria Kostyczak, ist die unsichtbare aber integrierte Seite der sichtbaren Technologie. Obwohl nicht sichtbar und greifbar, ist die Theorie des Humanismus in der Technologie höchst wirksam, denn kreatives Machen und strukturiertes Denken gehören zusammen. Die humanistische Theorie in der Technologie ist mit vielen anderen wissenschaftlichen Disziplinen verknüpft, unter anderem den Kunstwissenschaften, den Ingenieurswissenschaften, den Sozialwissenschaften, der Geschichte und der Philosophie.

Dieser theoretische Ansatz wurde in unterschiedlichen Konferenzformaten (z. B. R2B – Research to Business) von den Vertretern der technischen Wissenschaften und der Wirtschaft mit Produktentwicklungen dokumentiert, diskutiert und bekräftigt.

Studenten des ILK der TU Dresden und dem aerodynamischen Team der Bergbau- und Hüttenakademie der TU Krakau arbeiten z. B. im Flugzeugbau zusammen und präsentierten Beispiele des elektrischen Fliegens und Neuerungen aus dem Bereich der Wasserstofftechnologie.

Die Leiterin des Regionalbüros der Deutsch-Polnischen Industrie- und Handelskammer in Breslau, Iwona Makowiecka, moderierte eine durchaus kontroverse deutsch-polnische Expertenrunde. Der Innovationstag fand seinen Höhepunkt mit der Besichtigung ausgewählter Labore der TU Wrocław, dem smog- und staufreien Innovationstransfer (Polinka/Seilbahn) visitwroclaw.eu/miejsce/polinka-wroclaw über die Oder zum Hydropolismuseums https://hydropolis.pl/de/

In einem Grußwort unterstrich der Bevollmächtige des Marschalls der Wojewodschaft Niederschlesien, Krzystof Bramorski, die ausgezeichneten Wissenschafts- und Wirtschaftskontakte mit Sachsen und würdigte die inspirierende Zusammenarbeit mit dem Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen.

Der 4. Sächsisch-Polnische Innovationstag 2020 soll mit weiteren Kooperationspartnern (z. B. der TU Freiberg und tschechischen Wissenschafts- und Wirtschaftsvertretern) ausgerichtet werden. Der Prorektor der TU Freiberg, Prof. Dr. Dr. h.c. Rudolf Kawalla, lieferte in seinem Vortrag dafür einen thematischen Vorschlag: »Der Schrott von heute ist der Rohstoff von morgen«. Das gesamte Programm des 3. Sächsisch-Polnischen Innovationstages mit den Präsentatoren aus Sachsen und Polen finden Sie in der beigefügten pdf Datei.

23.10.2019 – CASUS – Görlitzer Wissenschaftszentrum des 21. Jahrhunderts

Am 23. Oktober 2019 präsentierten der Wissenschaftliche Direktor der Helmholtz Gesellschaft Dresden-Rossendorf, Prof. Dr. Dr. h.c. Roland Sauerbrey und der Leiter des Wissenschaftlichen Nachwuchszentrums der Helmholtz Gesellschaft, Dr. Michael Bussmann, im Verbindungsbüro Breslau das wissenschaftliche Zentrum für digitale interdisziplinäre Systemforschung CASUS, das in Görlitz seine Aufbauarbeit begonnen hat.

Der Vizestadtpräsident von Wrocław, Jakub Mazur, übermittelte die Willkommensgrüße des Stadtpräsidenten, Jacek Sutryk und würdigte die Wissenschaftskooperationen zwischen unseren Partnerregionen. Prof. Dr. Leszek Pacholski von der Universität Wrocław unterstrich die exzellenten Bedingungen, die mit CASUS für den Wissenschaftsstandort an der deutsch-polnischen Grenze geschaffen werden.

Das Verständnis und die Vorhersagbarkeit der Entwicklung komplexer Systeme wird in den nächsten Jahren immens an Bedeutung gewinnen, zum Beispiel zum besseren Verständnis des menschlichen Organismus, der langfristigen Entwicklung des Systems Erde und der Entwicklung neuartiger Materialien, die immer wichtiger werden für die Forschung und für die Wirtschaft. CASUS soll daher in Görlitz das Zentrum für digitale interdisziplinäre Systemforschung in Deutschland werden. Ein Institut mit dieser Ausrichtung gibt es bisher nicht, daher soll CASUS ein attraktiver Ort an der deutsch-polnischen Grenze für international führende Experten werden, die aus den verschiedenen Disziplinen der Systemforschung und deren Anwendungen, der Methodenforschung zu Modellierung und Datenanalyse sowie der Mathematik kommen und in interdisziplinären Teams zusammenarbeiten. CASUS will die besten Köpfe für Spitzenforschung in der digitalen Systemwissenschaft an einem Ort zusammenbringen. Dabei wird hoher Wert auf innovative und unorthodoxe Forschungsansätze gelegt, um historisch gewachsene Strukturen einzelner Disziplinen zu überwinden und interdisziplinäre Lösungen zu fördern.

An der hochrangig besetzten Veranstaltung, die im Beisein der Ständigen Vertreterin des Generalkonsuls der Bundesrepublik Deutschland in Wrocław, Frau Jana Orlowski und des Vizestadtpräsidenten von Wrocław, Jakub Mazur, stattfand, nahmen folgende Wissenschaftler teil:

  • Prof. Dr. habil Ing. Leszek Pacholski, Universität Wrocław und Polnischer Projektpartner von CASUS
  • Prof. Dr. habil Ing. Arkadiusz Mężyk, Rektor der Technischen Universität Schlesien, Gliwice
  • Prof. Dr. habil Anna Chełmońska-Soyta, Prorektorin für Innovation und wirtschaftliche Zusammenarbeit der Naturwissenschaftlichen Universität Wrocław
  • Prof. Dr. Halina Kwaśnicka, Leiterin der Fakultät für Künstliche Intelligenz der Technischen Universität Wrocław
  • Prof. Dr. habil Ing. Edward Chlebus, Technische Universität Wrocław und Direktor Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahlentechnik Wrocław
  • Prof. Dr. hab. Ing. Rafał Weron, Fakultät für Informatik und Management der Universität Wrocław
  • Dr. Ing. Robert Sot, Stellvertretender Direktor des Interdisziplinären Zentrums  für Mathematische- und Comutermodellierung der Universität Warszawa
  • Dr. hab. Tomasz Zaleski, Stellvertretender Direktor des Wissenschaftlichen Instituts  für Niedrigtemperaturen und Strukturforschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften Wrocław
  • Rafał Pawełczak, Direktor der Abteilung Projektmanagement der Technischen Universität Wroclaw

CASUS Partner sind:
Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR)
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)
Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG)
Technische Universität Dresden und Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen (ZIH)
Uniwersytet Wrocławski

18.10.2019 – Auswertung Lehrerworkshop

Am 18. Oktober 2019 fand im Sächsischen Verbindungsbüro in Breslau – nach dem Studienaufenthalt im September in Chemnitz – eine Auswertung statt. Ziel des Treffens war es, den Arbeitsbesuch zusammenzufassen und Beobachtungen über bewährte Praktiken in den sächsischen Schulen, die Willkommenskurse für ausländische Schüler anbieten, auszutauschen. Zu den wichtigsten Schlussfolgerungen gehörte der Wunsch aller Teilnehmer, die Zusammenarbeit zwischen den Schulen in Breslau und Chemnitz fortzusetzen und bewährte Praktiken beim Unterricht von Polnisch/Deutsch als Fremdsprache auszutauschen.

An dem Treffen nahmen Vertreter, Direktoren und Lehrer von sieben Schulen in Breslau teil, die die Vorbereitungsklassen auf Polnisch durchführen. Das Projekt wurde im September 2019 gestartet und basiert auf den Erfahrungen der Chemnitzer Schulen.

Mehr über das Projekt Wrocław unter www.wielokultury.wroclaw.pl/en/preparation-classes-for-foreign-children/

Dorota Feliks, Direktorin des WCRS, dankte den Direktoren und Lehrern für ihr Engagement bei diesem innovativen Projekt und äußerte die Hoffnung, dass die internationale Zusammenarbeit in diesem Bereich fortgesetzt wird.

Die Organisatoren des Besuchs waren: WCRS (Städtische Entwicklungsgesellschaft) und LASUB Chemnitz, mit Unterstützung des Verbindungsbüros . Besonderer Dank gilt Frau Petra Bilz vom LASUB Chemnitz für die Einladung und Organisation des Studienaufenthaltes und dem Verbindungsbüro für die Hilfe bei der Kontaktaufnahme, dem Dolmetschen der Vorträge.

12.10.2019 – Klingende Partnerschaft

Ein Festkonzert aus Anlass der 60-jährigen Städtepartnerschaft Dresden – Breslau/Wrocław und der 20-jährigen Regionalpartnerschaft des Freistaates Sachsen und der Wojewodschaft Niederschlesien fand am Sonnabend, 12. Oktober 2019, 19:00 Uhr – im Beisein des Leiters des Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen Uwe Behnisch – in der Dreikönigskirche Dresden statt.

Ausführende waren:

  • Kammerchor ad libitum Dresden 
  • Feichtinum Chor Breslau/Wrocław
  • Solisten des vocalis ensemble Dresden
  • Tomasz Kmita-Skarsgard, Orgel Breslau/Wrocław
  • Hans-Ludwig Raatz, Violoncello
  • Christoph Bechstein, Kontrabass
  • Leitung: Artur Wróbel (Wrocław) und Karsten Sprenger (Dresden)

Es erklang: a-capella Musik u. a. von Andrea Gabrieli und Jacobus Gallus sowie Te Deum Laudamus von Felix Mendelssohn Bartholdy für zwei Chöre, Solistendoppelquartet und Basso continuo.

Auszug aus dem Grußwort des Chefs der Staatskanzlei, Oliver Schenk, Schirmherr des Projektes:

»Das sächsisch-polnische Chorprojekt ist für unsere grenzüberschreitende Zusammenarbeit ein leuchtendes Beispiel. Vor gut einem Jahr traten sie zu ihrem ersten gemeinsamen Konzert in der Breslauer Hofkirche auf, sie sangen Joseph Haydns ›Maria-Theresia-Messe‹ und Vivaldis ›Gloria‹. Jetzt folgt nun der zweite Auftritt, diesmal mit dem Feichtinum-Chor der Musikakademie Breslau und dem Dresdner vocalis-ensemble. Und das dritte Konzert ist bereits für kommendes Jahr in Vorbereitung. Ich habe durch dieses Chorprojekt etwas wiederentdeckt: Breslau war einst eine der wichtigsten Musikstädte Europas. Die Breslauer Singakademie, also der große gemischte Chor, wurde 1825 gegründet und war im 19. Jahrhundert die Speerspitze der schlesischen Chorbewegung. Es gab die Schlesischen Musikfeste, die berühmten Breslauer Orgeltage, Orchester und die legendäre Breslauer Oper. Carl Maria von Weber war Kapellmeister am Breslauer Stadttheater, bevor er nach Dresden an die Hofoper kam. Der berühmte Dirigent und Komponist Wilhelm Furtwängler hat seine musikalische Laufbahn in Breslau begonnen. Sein Kollege Otto Klemperer war gebürtiger Breslauer, ebenso ist es der Pianist und Dirigent Christoph Eschenbach, der 2019 mit 79 Jahren Chefdirigent des Berliner Konzerthausorchesters geworden ist. Im Jahr 2016 wurde er mit einer Gedenktafel in der ›Allee der Stars‹ vor dem Nationalen Musikforum Wrocław gewürdigt. Alle berühmten Musiker ihrer Zeit haben einst in Breslau gastiert oder waren fest engagiert. Und so kommen heute zwei reiche musikalische Traditionen aus dem Herzen Europas zusammen, die schlesische und die sächsische. Sie sind miteinander schon viel länger als die 60 Jahre verbunden, die die Städtepartnerschaft von Dresden und Breslau besteht. So weist das heutige Konzert weit hinaus in die europäische Vergangenheit – und auch ein Stück in die Zukunft.«

Das Konzert der sächsischen und polnischen Künstlerinnen und Künstler war ein eindrucksvolles Bekenntnis zur gelebten Nachbarschaft, wofür sich das Dresdner Publikum mit starkem Beifall bedankt hat.

09.10.2019 – Sächsisches Hauskonzert im Generalkonsulat Breslau

Der Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland, Hans Jörg Neumann und der Leiter des Sächsischen Verbindungsbüros Uwe Behnisch waren Gastgeber eines besonderen Hauskonzerts aus Anlass des Tages der Deutschen Einheit. Der Dresdner Violinist Florian Mayer präsentierte Solo Capricen von Niccolò Paganini (1782-1840). Der Violinenvirtuose reflektierte musikalisch und spielerisch die musikalische Lichtgestalt Niccolò Paganini, der in Breslau große Erfolge feierte und auch Schriftsteller, wie den legendären Karl von Holtei, tief beeindruckte. In seiner Eröffnung ging der Leiter des Verbindungsbüros auf die reiche Musiktradition Breslaus ein. Alle großen europäischen Musiker haben in Breslau ihre Spuren hinterlassen, so auch Paganini. An diese europäische Musikgeschichte zu erinnern und die Lebendigkeit der grenzüberschreitende Nachbarschaft zu würdigen, war Anlass der Gastgeber des Abends im 60. Jahr der Städtepartnerschaft Dresden-Wrocław und der 20-jährigen Regionalpartnerschaft Sachsen-Niederschlesien. Das Konzert im Festsaal des Generalkonsulats wurde mit Begeisterung und starkem Applaus aufgenommen. 

29.09. 2019 – 60 Jahre Städtepartnerschaft Dresden – Breslau; 20 Jahre Regionalpartnerschaft Sachsen – Niederschlesien; 30 Jahre Friedliche Revolution in Polen

Aus Anlass dieser Jubiläen lud die Direktorin des Stadtmuseums Dresden am 29. September 2019 in das Kraszewski Museum ein. Alle drei Jubiläen sind eng miteinander verbunden und würdigen 30 Jahre nach den Flüchtlingsereignissen in den Botschaften von Prag, Budapest und Warschau den Ursprung eines polnischen Geistes, der mit dem Wort Freiheit und den Breslauer Zwergen in die Geschichte eingegangen ist.

Der »Aufstand der Zwerge«, so der Titel einer aktuellen Ausstellung im Kraszewski Museum, beleuchtet eine Zeit, die Europa grundlegend verändert hat. Kuratorin der Ausstellung ist Magdalena Paluska aus Warschau. Frau Dr. Erika Eschebach, Direktorin des Stadtmuseums würdigte unter anderem die ausgezeichneten Beziehungen zwischen den beiden Stadtmuseen Dresden und Breslau bei der Vorbereitung dieser Ausstellung.

DerLeiter des Verbindungsbüros ging in seinem Grußwort, aus eigenem Erleben, auf die Ereignisse in den 1980er Jahren ein. »Die Umstände, die zur politischen Wende in Polen 1989 geführt haben, waren andere als in Ostdeutschland. Jene politische Wende begann bereits 1980 mit der subversiven und kreativen Kraft der Gedanken polnischer Arbeiter und Intellektueller. Die Skulpturen der Zwerge auf den Straßen von Wrocław künden noch heute von ihrer einst kritischen politischen Botschaft: Humor war die stärkste Waffe der Oppositionsgruppe »Orange Alternative« in Niederschlesien. Sie zog mit diesen Zwergen die sozialistische Führung ins Lächerliche und machte dabei auf Missstände wie die mangelnde Presse- und Mei­nungsfreiheit im Land aufmerksam. Da sie friedlich und künstlerisch handelten, war es schwieriger, die »Orange Alternative« zu kriminalisieren und ihr Straftaten vorzu­werfen.«

Zur Ausstellungseröffnung präsentierte der Dresdner Geschichtsverein e.V. die aktuelle Ausgabe des DRESDENER HEFTES mit dem Titel »Dresden-Breslau-Wrocław. Facetten einer Städtefreundschaft«. Das Heft ist Rückblick und Vorausschau zugleich. Im Buchhandel und im Stadtmuseum Dresden erhältlich. Eine polnische Übersetzung ist in Vorbereitung.

Die Ausstellung ist bis zum 23. Februar 2020 in Dresden zu sehen und wird 2020 auch in Breslau präsentiert.

23.-26.09.2019 – Lehrerdelegation aus Wrocław/Breslau in Chemnitzer Schulen

Auf Einladung des Landesamtes für Schule und Bildung Chemnitz (LASUB) weilte vom 23. bis 26. September 2019 eine Lehrerdelegation aus Wrocław in der »Stadt der Moderne«. Im Ergebnis der 3. internationalen Bildungsmesse (März 2019), die das Verbindungsbüro mit der Stadt Wroclaw und der Europäischen Kommission zum Thema Integrations- bzw. Vorbereitungsklassen ausgerichtet hatte, erfolgte nunmehr eine Exkursion zur praktischen Anschauung der Umsetzung des Sächsischen Bildungsmodells an Chemnitzer Schulen. Begrüßt wurden die vierzehn polnischen Pädagogen im Chemnitzer Rathaus vom Bildungsbürgermeister Ralph Burghardt.

An folgenden Schulen erfolgten fach- und sprachspezifische Hospitationen in den Herkunftssprachen:

Oberschule »Am Flughafen«
Johannes Kepler Gymnasium
Oberschule »Untere Luisenschule«
Gymnasium »Johann Wolfgang von Goethe«

Im Polizeipräsidium Chemnitz empfing Polizeidirektor Knut Kunze im Auftrag der Polizeipräsidentin die Lehrer zu einem Fachgespräch im Lagezentrum zum Thema »Sicherheit und Migration«. Weiterhin machten sich die Lehrer aus Wrocław in einem Werkstattgespräch im Theater Chemnitz mit theaterpädagogischen Formen und Methoden des internationalen Theaterclubs vertraut.

Mit einer bundesweiten Fachtagung zum Thema »Vielfalt ist Herausforderung und Chance für Schule mit heterogener Schülerschaft« wurde die dreitägige Weiterbildung abgeschlossen. Die polnischen Gäste sprachen bei der Verabschiedung eine Gegeneinladung nach Wrocław aus und regten aufgrund der unterschiedlichen Organisationsstrukturen (Schulautonomie in Polen) und der differenzierten Schulmodelle in beiden Ländern eine Lehrerpartnerschaft an.

23.09.2019 – 800 Jahre Löwenberg (Schlesien) – Wanderausstellung im Verbindungsbüro eröffnet

Am 23. September 2019 wurde im Beisein des Generalkonsuls der Bundesrepublik Deutschland in Breslau, Hans Jörg Neumann, die Wanderausstellung 800 Jahre Löwenberg (Schlesien) im Verbindungsbüro eröffnet. Initiiert und realisiert wurde dieses Projekt zwischen dem Geschichtsverein Kreis Löwenberg (Schlesien) und dem Städtepartnerschaftsverein Heidenau.

Die Ausstellung präsentiert umfangreiche historische Ansichten von Löwenberg, die in einer aufwendigen Recherche dokumentiert, analysiert und grafisch gestaltet wurden. Gemeinsam mit dem STUDIO WIR aus Dresden unter Leitung von Andreas Meschke gelang es den beiden Vereinen ein Ausstellungsformat zu entwickeln, das für eine Wanderausstellung ideal geeignet ist.

Das Vorstandsmitglied des Städtepartnerschaftsvereins Heidenau Werner Guder bedankte sich bei der Sächsischen Staatskanzlei für die Offenheit und Vermittlung von Fördermöglichkeiten der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der beiden Vereine, wodurch das Ausstellungsprojekt verwirklicht werden konnte. Der Leiter des Verbindungsbüros würdigte hingegen das ehrenamtliche Engagement beider Vereine bei der Aufarbeitung der Stadtgeschichte.

Ein kommentierter Rundgang durch die Ausstellung mit Fernsehinterviews und anregenden Gesprächen rundete die Vernissage ab. Die Ausstellung wurde bisher im Rathaus der Partnerstädte Heidenau und Wilthen, in Löwenberg, im Staatsarchiv Hirschberg und Breslau gezeigt. Weitere Ausstellungsorte sind von den deutsch-polnischen Partnerschaftsvereinen geplant. Die Ausstellung kann noch bis zum 11. Dezember 2019 – nach vorheriger Anmeldung – besichtigt werden. 

Tel.: 0048 71313892
E-Mail: anna.leniart@pl.sk.sachsen.de

12.-14.09.2019 – Hochschule Zittau/Görlitz präsentiert sich erstmals in Breslau

Foto der Debatte
Debatte: v.l.n.r – Dr. Elżbieta Opiłowska, Prof. Dr. Katarzyna Stoklosa, Prof. Dr. Andreas Hoff, Dr. Leszek Buller, Prof. Dr. Dariusz Wojakowski  © INTERREG Sekretariat Breslau/Wrocław

Im Rahmen des 17. Polnischen Soziologiekongresses vom 12. bis 14. September 2019 beteiligte sich erstmals auch die Hochschule Zittau/Görlitz mit dem Dekan der Fakultät für Sozialwissenschaften Herrn  Prof. Dr. Andreas Hoff zu Fragen der Europäischen Grenzen in Zeiten der Krise. Gemeinsam mit seinen polnischen Kolleginnen und Kollegen Frau Prof. Dr. Katarzyna Stoklosa, Universität Odense/Dänemark; Prof. Dr. Dariusz Wojakowski, Universität Krakau und Dr. Leszek Buller, Universität Warschau diskutierten sie in einem internationalen Forum im Niederschlesischen Filmzentrum DCF. Höhepunkt und Abschluss des Kongresstages war die Präsentation des preisgekrönten Schweizer Dokumentarfilms ELDORADO von Regisseur Markus Imhoof zur europäischen Flüchtlingskrise. Das Verbindungsbüro hat gemeinsam mit der Universität Breslau und dem DCF diesen Kongresstag vorbereitet und den Kongressteilnehmern Sachsen als Partner des Kongresses und als Reiseland präsentiert.  

10.08.2019 – Laubegast (Lubogoscz) zu Gast in Dresden-Laubegast

Am 10. August 2019 fand ein besonderes Deutsch-Polnisches Bürgerfest in Dresden-Laubegast statt. Die Partnergemeinde Lubogoscz (Laubegast) in Niederschlesien war mit dem Bürgermeister und zahlreichen Einwohnern, die sich um die deutsch-polnische Freundschaft verdient gemacht haben, angereist, um der feierlichen Übernahme einer Gedenktafel für die ermordeten jüdischen Frauen in Pürschkau (heute Przybyszow) beizuwohnen. Lubogoscz und Przybyszow gehören zur Landgemeinde Slawa in Niederschlesien. Das Mitglied der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Sachsen, Frank Müller, hat seit langem auf diesen Moment mit großem Engagement und Hartnäckigkeit hingearbeitet. Ermöglicht von Spenden und der Unterstützung von Vereinen, Verbänden, der Stadt Dresden und dem Freistaat Sachsen konnte diese Gedenktafel geschaffen werden, die der Beginn für den Aufbau der Gedenkstätte »Schlesiersee« am ehemaligen Außenlager des KZ Groß-Rosen in Przybyszow sein soll. Der Leiter des Verbindungsbüros, Uwe Behnisch, hat das bürgerschaftliche Engagement dieser Initiative begleitet und vermittelnd unterstützt. In seinem Grußwort ging er auch auf die deutsch-polnische Versöhnungsmesse 1989 in Kreisau mit Bundeskanzler Helmut Kohl und Ministerpräsident Tadeuz Masowiecki ein. Zum Anschluß der Feierstunde sangen alle Gäste gemeinsam – zweisprachig – die Europahymne »Ode an die Freude«. Das Deutsch-Polnische Bürgerfest auf dem Hof des Innenarchitekten und Raumausstatters Frank Müller – mit polnischen Spezialitäten – war ein Höhepunkt im Sächsichen Kultursommer 2019.

01.-02.08.2019 – Antrittsbesuch

Gruppenfoto
Erik Kurzweil (links), Karol Przywara (rechts)  © Marschallamt

Am 1. und 2. August 2019 weilte der neue Referatsleiter für internationale Beziehungen der Sächsischen Staatskanzlei, Herr Erik Kurzweil, zu einem Antrittsbesuch in der Niederschlesischen Partnerregion. Empfangen wurde er von seinem Amtskollegen im Marschallamt der Wojewodschaft, Karol Przywara und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Referates für grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Während der Visite unterstrichen beide Seiten die besonderen Herausforderungen im deutsch-polnischen Verhältnis und würdigten die stabilen und verlässlichen Kontakte der 20-jährigen Regionalpartnerschaft zwischen Sachsen und Niederschlesien. Herr Kurzweil betonte, dass es ihm wichtig gewesen sei, die erste Auslandsreise am 1. August, dem 75. Jahrestag des Warschauer Aufstandes gegen die Deutsche Besatzung, angetreten zu haben und lud seinen Amtskollegen in Vorbereitung der Sächsisch-Niederschlesischen Arbeitsgruppe zu einem Gegenbesuch nach Dresden ein. Auch der Generalkonsul der Bundesrepublik  Deutschland in Breslau, Hans Jörg Neumann, empfing Herrn Kurzweil zu einer Visite und würdigte die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau.

27.07.-03.08.2019 – Sportjugendcamp in Niederschlesien

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Teilnehmer des Internationalen Sportcamps  © Sportbund Bautzen

Vom 27. Juli bis 3. August fand in Ciepłowody, ca. 65 km südlich von Wrocław ein deutsch-polnisches Sportjugendcamp statt. Im Rahmen der 20-jährigen Regionalpartnerschaft Sachsen-Niederschlesien bildete dieses Event den Abschluss der vielseitigen Veranstaltungen und Programme, die vom Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen organisiert bzw. initiiert wurden.

Der Sportbund Bautzen – mit seinem engagierten Vorsitzenden Tim Döke – hat den schwäbischen Partner-Sportjugendbund Main-Tauber eingeladen, um gemeinsam mit dem polnischen Partnersportbund Ciepłowody in der Gemeinde Zabkowice Śląskie (Frankenstein  in Niederschlesien) einen sportlichen Abschluss der Feierlichkeiten des Regionaljubiläums auf die Beine zu stellen. Mit dabei waren auch sportbegeisterte Geflüchtete aus Syrien und Afghanistan, die im Sportbund Bautzen eine neue Heimat gefunden haben. Aber auch Teilnehmer aus Italien und der Schweiz bereicherten den internationalen und multilingualen Teamgeist des einwöchigen Sportcamps in Niederschlesien.

Zum Abschluss der Wettkämpfe und des Camps empfing der Leiter des Verbindungsbüros, Uwe Behnisch, am 1. August 2019 die 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer  zu einer Siegerehrung am Breslauer Rynek. In einem persönlichen Statement bedankten sich die deutschen und polnischen Teilhemer wie folgt: 

»Lieber Herr Behnisch, wir möchten uns für Ihre wundervolle Unterstützung bedanken. Es war für uns etwas ganz besonderes, dass Sie uns so stark unterstützt haben! Wie Sie es bereits schon im Dezember von uns erfahren haben sind wir Ihnen sehr dankbar, dass Sie der Jugend so eine große und gewichtige Stimme geben.«

Im kommenden Jahr treffen sich die deutsch-polnischen Sportverbände in Bautzen und setzen den interkulturellen Dialog mit neuen Eindrücken und mit der Unterstützung des Verbindungsbüros fort.

Vorbereitungsklassen ab neuem Schuljahr auch in Wrocław

Die Stadt Wrocław hat im Ergebnis der 3. Internationalen Bildungsmesse (6. und 7. März 2019), die gemeinsam mit dem Verbindungsbüro und zahlreichen sächsischen Bildungsträgern aber auch tschechischen Projektpartnern vorbereitet und durchgeführt wurde, das sächsische Modellprojekt der »Vorbereitungsklassen« übernommen und ein eigenes Format daraus entwickelt, welches an sieben Wrocławer Schulen ab September 2019 eingeführt wird.

Der Aufruf der Städtischen Entwicklungsgesellschaft Wrocław (WCRS) dazu lautet:

»Kommt Ihr Kind aus einem anderen Land und lernt an einer Schule in Breslau? Befürchten Sie, dass die Sprache dann ein Hindernis für das Lernen sein wird? Melden Sie Ihr Kind in der Vorbereitungsklasse an! Der Vorbereitungskurs richtet sich an Kinder, die ihren Unterricht in einer polnischen Schule beginnen. Das Angebot richtet sich an fremdsprachige Kinder – einschließlich Ausländer und Kinder, die nach der Auswanderung nach Polen zurückkehren. In der Vorbereitungsklasse haben Kinder eine größere Anzahl von Kursen auf Polnisch. Sie lernen alltägliche Kommunikation, aber auch Wörter und Ausdrücke aus Mathematik, Natur, Geschichte und anderen Schulfächern. Sie lernen die polnische Kultur kennen, nehmen an thematischen Lektionen und Integrationsaktivitäten teil und lernen die Stadt besser kennen. Gleichzeitig verliert das Kind kein Jahr, weil es den Kernlehrplan für sein Niveau umsetzt! Weitere Informationen erhalten Sie direkt an den am Projekt beteiligten Schulen.«

Informationen zum Vorbereitungsunterricht und eine Liste der Schulen finden Sie unter folgendem Link (englisch, polnisch und ukrainisch):

22.06.2019 – Sorbisches Nationalensemble beim Festival der Kulturen in Breslau

Ein weiterer Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 20-jährigen Regionaljubiläum zwischen dem Freistaat Sachsen und der Wojewodschaft Niederschlesien war am 22. Juni 2019 ein Gastspiel des Sorbischen Nationalensembles beim Festival Kaleidoskop Kultur im Altstadtpark Wrocław/Breslau, dem jährlich stattfindenden Volksfest der Kulturen.

Zur Eröffnung bedankte sich der Wrocławer Stadtpräsident, Jacek Sutryk, bei allen Mitveranstaltern für die großzügige Unterstützung zum Regionaljubiläum mit dem besonderen Gastgeschenk des Sorbischen Nationalensembles. Der Leiter des Verbindungsbüros Uwe Behnisch unterstrich in seinem Grußwort die Besonderheit der sächsisch-niederschlesischen Partnerschaft und die Einmaligkeit der sorbischen Sprache und Kultur als Brücke in die Nachbarregion.

Neben Ensembles und Chören aus der Ukraine, aus Griechenland, aus Weißrußland, aus Indien, der Sinti und Roma, der Deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaft (Deutsche Minderheit) u.a., die in Breslau leben, präsentierte sich das Sorbische Nationalensemble als Gast mit Tanzgeschichten und Chören und präsentierte sich als musikalischer Botschafter der Nachbarregion. Das Gastspiel wurde mit großer Begeisterung und stehenden Ovationen aufgenommen.

In den internationalen Pavillons wurden regionale Produkte, Wettbewerbe und interkulturelle Workshops zum Mitmachen angeboten. Das Festival Kaleidoskop Kultur ist im 12. Jahr seines Bestehens nicht mehr aus dem Stadtbild wegzudenken, so Stadtpräsident Sutryk. Wrocław veranstaltete dieses Open Air Festival wiederum gemeinsam mit vielen internationalen Partnern, Verbänden Stiftungen und Organisationen. Die kulturelle und sprachliche Vielfalt der »Kulturhauptstadt Europas 2016« macht sie zu einem beliebten Reiseziel, einem Ort der Lebensfreude, einer Stadt der Begegnung mit einer wechselvollen Geschichte und damit zu einer Metropole der Kulturen der Welt.

18.06.2019 – Deutsch-Polnischer Verflechtungsraum in Brüssel

Im Rahmen der 20-jährigen Regionalparterschaft von Sachsen und Niederschlesien veranstaltete das Regionalbüro der Wojewodschaft Niederschlesien in Brüssel und das Sachsen-Verbindungsbüro Brüssel am 18. Juni 2019 erstmals gemeinsam einen Expertenvortrag mit einer Debatte zum Deutschen-Polnischen Verflechtungsraum.

Das Gemeinsame Zukunftskonzept 2030 für den deutsch-polnischen Verflechtungsraum ist eine raumplanerische Vision, die zeigt, wie die Anrainerregionen auf beiden Seiten der Oder und der Lausitzer Neiße 2030 aussehen sollen. Es wurde seit 2014 durch den Ausschuss für Raumordnung der Deutsch-Polnischen Regierungskommission für regionale und grenznahe Zusammenarbeit (kurz: Deutsch-Polnischer Raumordnungsausschuss) erarbeitet und ist ein Beitrag zur Umsetzung der Vereinbarungen zur guten Nachbarschaft und freundschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Polen.

Gäste dieser ersten niederschlesisch-sächsischen Veranstaltung im Sachsen-Verbindungsbüro Brüssel waren die hochrangigen Experten Dr. Katharina Erdmenger von der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Europäischen Union und ehemalige Co-Vorsitzende des Ausschusses für Raumordnung der Deutsch-Polnischen Regierungskommission für regionale und grenznahe Zusammenarbeit und Dr. Maciej Zathey, Direktor des Instituts für Territorialentwicklung der Wojewodschaft Niederschlesien.

Der sächsisch-niederschlesische Dialog wurde aus Berlin-Brandenburgischer Perspektive durch den Vertreter der gemeinsamen Landesplanungsabteilung Herrn Detlef Herz ergänzt.

Der Leiter des Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen in Breslau, Uwe Behnisch, moderierte die anschließende Debatte, die, aufgrund des Alleinstellungsmerkmals in Mittelosteuropa, großes Interesse bei den internationalen Gäste des Abends fand.

Die Botschaft des Abends: Der deutsch-polnische Verflechtungsraum schafft die Grundlagen für eine verbesserte Verkehrsinfrastruktur zur Ansiedlung von Wirtschaft, Menschen und Sprachen.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem beigefügten Link.

13.-14.06.2019 – Deutsch-Polnische Medientage in Breslau

Die 12. Deutsch-Polnischen Medientage fanden in diesem Jahr mit 220 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vom 13. bis 14. Juni im Niederschlesischen Filmzentrum DCF in Breslau statt. Vertreterinnen und Vertretern aus Medien und Politik beider Länder nutzten die Möglichkeit, über Veränderungen auf der politischen Bühne der EU-Länder zu diskutieren. Der Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Sächsischen Staatskanzlei, Oliver Schenk, diskutierte mit dem Staatssekretär für Internationale Beziehungen des Landes Brandenburg, Thomas Kralinski, dem Vertreter des Marschalls der Wojewodschaft Niederschlesien, Dr. Maciej Zathey und den Journalisten im Publikum über das Thema »Zerfällt Europa?«. Die anschließenden Workshop-Themen setzten sich mit den aktuellen journalistischen und politischen Themen in Deutschland und Polen z. B. den Herausforderungen im Journalismus bei der  Energiepolitik, dem Framing und Big Data auseinander.

Den feierlichen Höhepunkt der Medientage setzte die Verleihung des Deutsch-Polnischen Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreises 2019. Die Jurys hatten dafür im März in Berlin und Warschau 27 Beiträge nominiert. Die Ehrung in den fünf Kategorien erfolgte bei einer Festveranstaltung am Donnerstagabend auf Schloss Topacz nahe Breslau, die von der gastgebenden Wojewodschaft Niederschlesien organisiert und inszeniert wurde. Die Gewinner des Deutsch-Polnischen Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreises 2019 sind: Urszula Ptak, Krytyka Polityczna (Print); Pia Rauschenberger, Deutschlandfunk Nova (Hörfunk); Natalie Steger und Milena Drzewiecka, Phoenix Dokumentationen (Fernsehen); Małgorzata Jurgiel, Polskie Radio Szczecin S.A. (»Journalismus in der Grenzregion«). In der Kategorie Multimedia gewann der Beitrag von Helene Bienvenu und Kasia Strek vom Portal Cafébabel – das Europamagazin.

Der Marschall der Wojewodschaft Niederschlesien, Cezary Przybylski sagte bei der Verleihung: »Ich freue mich sehr darüber, dass die Gala des diesjährigen Wettbewerbs um den Deutsch-Polnischen Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreis in Breslau in Niederschlesien stattfindet. In einer Region, in der wir seit Jahren sehr gute Beziehungen zu unseren Nachbarn und Freunden aus Deutschland aufbauen. Vieles verbindet uns, sowohl  Geschichte als auch Gegenwart und gemeinsam bauen wir die Zukunft eines geeinten Europas.«

Das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen hat den teilnehmenden Journalisten aus Deutschland und Polen – im Begleitprogramm der Medientage – die historischen und aktuellen Highlights von Breslau präsentiert.

03.06.2019 – Museumsdialog

Uwe Behnisch während der Präsentation  © Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau

Am 3. Juni 2019 weilten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Städtischen Museen Dresden zu einem Arbeitsbesuch in Breslau. Unter Leitung des Direktors Dr. Gisbert Porstmann und der Direktorin Dr. Erika Eschebach empfing der Leiter des Verbindungsbüros, Uwe Behnisch, die Muselogen, Archäologen, Historiker und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Dresdner Museen zu einer Projektpräsentation und einem Diskurs zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen. Dabei standen vor allem die Veranstaltungen im Jubiläumsjahr der Regionalpartnerschaft im Mittelpunkt. Im weiteren Verlauf wurden auch gemeinsame Ideen in Vorbereitung des Jubiläums der sogenannte »Orangenen Revolution« und den Anteil Polens an den Ereignissen vom Herbst 1989 diskutiert. Das Verbindungsbüro wird sich daher an einem Ausstellungsprojekt der Städtischen Museen Dresden beteiligen und diese auch im kommenden Jahr in Breslau präsentieren.

Weitere Programmpunkte waren ein Arbeitsbesuch im Stadtmuseum Breslau unter Leitung seines verdienstvollen Direktors Dr. Maciej Łagiewski, ein Besuch im rekonstruierten OPENHEIM HAUS am Salzplatz sowie eine Stadtführung.

01.06.2019 – 20-jährige Regionalpartnerschaft Sachsen-Niederschlesien – Tag der offenen Tür im Generalkonsulat

Am 1. Juni fand bei herrlichem Sommerwetter im Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland ein besonderer Tag der offenen Tür für die ganze Familie statt. Das 20-jährige Regionaljubiläum Sachsen-Niederschlesien war ein willkommener Anlass, sächsische Projektpartner, deren Kreativität und Ergebnisse sowie Künstler der deutsch-polnischen Zusammenarbeit in das »Schaufenster« der Auslandsvertretung zu stellen.

Mit dabei waren u. a. das Verbindungsbüro, das Kraszewski Museum Dresden, die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH, das INTERREG Sekretariat, die Tourismus Marketing Gesellschaft (TMGS) aber auch Partner aus Berlin-Brandenburg, wie z. B. die Deutsche Bahn mit dem Kulturzug Projekt und Vertreter der deutsch-polnischen Polizei und des Zollschutzzentrums u.v.a.m.. Sport, Spiel und Wissenswettbewerbe sorgten für reichlich Abwechslung und fanden regen Zuspruch. Zahlreiche Sponsoren sorgten für das leibliche Wohl der 700 Besucher. Für künstlerische Höhepunkte sorgten die Breakdancer THE SAXONZ, interaktive Musikimprovisationen mit Sascha Mock (Percussion) sowie tänzerische Improvisationen mit Katja Erfurth, musikalisch begleitet von Sascha Mock und Florian Meyer (Violine).

Zeitgleich präsentierte sich Sachsen anlässlich des Internationalen Kindertages im Breslauer Kultur- und Bildungszentrum FAMA mit dem Kindertanzstück »Käthy im Wunderland« frei nach Lewis Carolls »Alice hinter den Spiegeln«. Am Nachmittag tanzten THE SAXONZ dann – im Rahmen des jährlich stattfindenden lukullischen Festivals »Europa auf der Gabel« – mitten auf dem Rynek vor dem Verbindungsbüro und begeisterten Tausende Gäste und Besucher der Stadt. Der Tag der offenen Tür und Internationale Kindertag fand um 20:00 Uhr in der St. Christophori Kirche mit einem Benefizkonzert (Werke von Johann Sebastian Bach) einen würdigen Abschluss.

27.-28.05.2019 – 20-jähriges Jubiläum der Gemeinsamen Erklärung über die Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Wojewodschaft Niederschlesien

Am 17. September 1999 unterzeichneten Ministerpräsident Prof. Biedenkopf und Marschall Prof. Waszkiewicz eine Gemeinsame Erklärung. Diese Unterzeichnung und damit die Regionalpartnerschaft zwischen Sachsen und Niederschlesien jährt sich 2019 zum 20. Mal.

Aus diesem Anlass traf sich am 28. Mai 2019 das Sächsische Kabinett mit dem Vorstand der Wojewodschaft Niederschlesien in Breslau, um Bilanz der bisherigen Arbeit zu ziehen und Perspektiven für die Zukunft festzulegen.

Die Zusammenarbeit mit Niederschlesien ist die engste Regionalpartnerschaft des Freistaates. Bei dem Treffen unterzeichneten beide Regierungen ein »Kommuniqués über die Perspektiven der Regionalpartnerschaft«, dass zur weiteren Vernetzung Sachsens und Niederschlesiens beiträgt und die Zusammenarbeit beider Regionen weiterentwickelt.

Auf dem Arbeitstreffen beschlossen beide Kabinette die Basis der zukünftigen Zusammenarbeit des Freistaates Sachsen und der Wojewodschaft Niederschlesien. Dazu gehört im Wesentlichen:

  • die Intensivierung der gegenseitigen Kontakte und Vertretung der Regionen;
  • die Nutzung des wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Potenzials der Regionen für Innovation und Wachstum;
  • die Intensivierung der Zusammenarbeit im Rahmen der europäischen Förderinstrumente;
  • die Zusammenarbeit in den Bereichen Infrastruktur und Verkehr;
  • die Mitarbeit in den Bereichen Bildung, Kultur, Touristik und Sport;
  • Kooperationen in den Bereichen Landwirtschaft, Umweltschutz und Naturerbe
  • die Verbesserung des Sicherheitsniveaus im Grenzraum;
  • eine verstärkte Zusammenarbeit in der Raumplanung

Im Anschluss gaben der Marschall der Wojewodschaft Niederschlesien, Cezary Przybylski und Ministerpräsident Michael Kretschmer einen Empfang für Akteure der sächsisch-niederschlesischen Zusammenarbeit.
Bereits am Vorabend spielte die Sächsische Staatskapelle Dresden mit dem österreichischen Pianisten Rudolf Buchbinder ein Festkonzert im Nationalen Musikforum Breslau, gefolgt von einem Empfang des Chefs der Staatskanzlei, Oliver Schenk.

23.05.-28.06.2019 – Diplomausstellung der Kunstakademie Breslau im Verbindungsbüro

Im Rahmen der 20-jährigen Regionalpartnerschaft präsentierte die Akademie der Schönen Künste Breslau vom 23. Mai bis 28. Juni 2019 Diplomarbeiten von 4 Absolventen im Verbindungsbüro.

In seinem Grußwort zur Vernissage würdigte der Rektor Prof. Piotr Kielan die zahlreichen Initiativen des Verbindungsbüros, die Kreativität seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die großartige Unterstützung durch die Sächsische Staatskanzlei. Das Verbindungsbüro ist in Breslau nicht mehr wegzudenken. Es erfülle ihn mit Stolz, dass die Akademie der Schönen Künste im Rahmen der Feierlichkeiten des Regionaljubiläums und der gemeinsamen Kabinett- und Vorstandssitzung der beiden Regierungen am 28. Mai 2019, Diplomarbeiten der Künstler Jarosław Grulkowski, Łukasz Huculak, Anna Kołodziejczyk und Kamil Moskowczenk am Rynek präsentieren kann. Der Vizestadtpräsident sei dankbar für den kurzen Draht nach Sachsen und die Kreativität und Offenheit des Verbindungsbüros.

Für die beispielhafte Zusammenarbeit zwischen der Breslauer Kunstakademie, der Hochschule für Bildende Künste Dresden und weiteren Projektpartnern in Sachsen (z. B. Stadt Görlitz) haben die polnischen Künstler daher einen symbolischen Ausstellungtitel gewählt – »BERÜHRUNG«.

18.05.2019 – Standing Ovations zum Abschlusskonzert von CHORALARM

Seit drei Jahren fordert CHORALARM / UWAGA Chór 200 Schülerinnen und Schüler zum gemeinsamen, schulübergreifenden Singen auf und überschreitet mittlerweile Grenzen. Schüler und Schülerinnen aus Wrocław/Breslau, Prag und Dresden nahmen in dieser Saison an diesem einzigartigen Projekt der Semperoper und der Felicias und Werner Egerland Stiftung teil. Der Fokus wurde auf die Freude am gemeinsamen Musizieren gelegt, immer im Bewusstsein, dass die drei Nationen mehr verbindet, als trennt und das in der längsten europäischen Friedensperiode.

Am 9. April 2019 präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihr gemeinsames Programm aus instrumentalen und vokalen Improvisationen sowie bekannten Melodien aus Musical und Film auf der Bühne der legendären Semperoper. Am 11. Mai 2019 in der Prager Bethlehem-Kapelle und am 18. Mai 2019 – zum Abschluss der Konzertsaison – in der voll besetzten Philharmonie Breslau im Beisein der Ständigen Vertreterin des Generalkonsuls der Bundesrepublik Deutschland in Breslau, Frau Jana Orlowski.

CHORALARM wurde und wird ermöglicht durch die Felicitas und Werner Egerland Stiftung. Die Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen in Breslau und Prag haben den internationalen Perspektivwechsel gemeinsam mit der Semperoper in Dresden und sehr engagierten Musiklehrerinnen und Musiklehrern aus den drei Partnerregionen möglich gemacht. Der triumphale Erfolg zum Abschlusskonzert in Breslau bestätigt einmal mehr, dass Offenheit, Empathie und Kreativität Menschen zusammenführen kann. 

15.-16.05.2019 – Leiter des Sachsen Verbindungsbüros Brüssel zu Gast in Breslau

Am 15. und 16. Mai 2019 weilte der Leiter des Sachsen-Verbindungsbüros Brüssel, Christian Avenarius, zu einem Arbeitsbesuch in Breslau. Dabei standen aktuell politische Themen vor der Europawahl in der Breslauer Europäischen Kommission ebenso im Mittelpunkt wie projektbezogene Gespräche mit Vertretern des Marschallamtes, der Niederschlesischen Wirtschaftsagentur DAWG und im Verbindungsbüro Breslau. Schon am 18. Juni 2019 werden der Direktor des Instituts für Territoriale Entwicklung der Wojewodschaft Niederschlesien, Dr. Maciej Zathey und der Leiter des Verbindungsbüros Breslau, Uwe Behnisch, in einer öffentlichen Debatte über den polnisch-deutschen Verflechtungsraum im Sachsen-Verbindungsbüro Brüssel aufeinandertreffen.

Der Arbeitsbesuch von Christian Avenarius in Breslau fand durch Vermittlung des Niederschlesischen Verbindungsbüros in Brüssel und des Verbindungsbüros Breslau statt.

Ein Besuch an der Breslauer Kunstakademie rundete die 2-tägige Visite von Herrn Avenarius in der polnischen Partnerregion Niederschlesien ab. 

09.05.2019 – EUROPATAG – Auftakt der Feierlichkeiten zum 20-jährigen Regionaljubiläum Sachsen-Niederschlesien

Am diesjährigen Europatag (9. Mai 2019)  wurde im Altstadtpark von Breslau für die Teilnahme an der Europawahl geworben. Unter Schirmherrschaft der Europäischen Kommission Breslau präsentierte sich u.a. das Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland ebenso wie das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen sowie Verbände, Vereine, NGOs und die in Breslau ansässigen Konsulate anderer Staaten der Breslauer Öffentlichkeit. Höhepunkt des Europatages war der Auftakt einer Reihe Sächsischer Kulturveranstaltungen aus Anlass der 20-jährigen Regionalpartnerschaft mit dem Sächsischen Jugendjazzorchester aus Leipzig. Erstmals präsentierten sich die jungen Musiker und Sänger in der Partnerregion mit eigenen Kompositionen und begeisterte das Publikum trotz Regen. Unterstützt und begleitet vom Sächsischen Musikrat e.V. bedankte sich das Ensemble für die Einladung durch das Verbindungsbüro und die Möglichkeit dieser ersten musikalischen Begegnung in und mit Polen im Rahmen des Regionaljubiläums 2019

24.04.2019 – Verbindungsbüro zu Gast bei Europäischer Kommission Breslau

Am 24. April 2019 veranstalteten erstmals – auf Initiative der Europäischen Kommission in Breslau – das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen, das Deutsche Generalkonsulat, das Goetheinstitut, das Literaturhaus PROZA und die Gesellschaft für kulturelle Gleichheit eine gemeinsame Veranstaltung aus Anlass des Internationalen Tages gegen Homophobie, der am 17. Mai 2019 weltweit begangen wird.

Gäste waren der deutsche Schriftsteller Dr. Lutz van Dijk, der Schauspieler Maciej Tomaszewski und die Aktivistin für Gleichstellungskultur Alina Szeptycka. Präsentiert wurde das jüngst auch in polnischer Sprache erschienene Buch »Verdammt starke Liebe« von Dr. Lutz van Dijk (cbt Verlag, München und Korporacja Ha!art, Krakau). Darin  wird die authentische Liebesgeschichte des polnischen Teenagers Stefan K. und des jungen deutschen Wehrmachtsoldaten Willi G. im Jahre 1939 beschrieben. Die Geschichte dieser Liebe ist auch eine Geschichte von Angst, Schmerz und Ausgrenzung. Der Albtraum endete auch nach der Verurteilung und der Inhaftierung in einem deutschen Straflager nicht mit dem Ende des 2. Weltkrieges. In seinem späteren Leben in Polen schweigt Stefan K. bis er einen Brief an den damaligen Deutschen Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl schreibt. Stefan K. hat seine Lebens- und Leidensgeschichte in den 1990er Jahren dem Schriftsteller Lutz van Dijk anvertraut, bevor er 2003 in Warschau gestorben ist. Nunmehr sollte das Buch – testamentarisch verfügt – veröffentlicht werden. Das Buch – mit 4,5 Millionen verkauften Exemplaren in Deutschland und Polen – ist nach wie vor ein vielbeachtetes Dokument der Zeitgeschichte.

Dr. Lutz van Dijk wurde mehrfach für seine schriftstellerische Arbeit zum Schutz der Freiheit und zur Achtung der Menschenrechte ausgezeichnet. Er erhielt u. a. den Gustav-Heinemann-Friedenspreis. Fragmente dieses Tatsachenberichts wurden vom Schauspieler des Zeitgenössischen Theaters Breslau/Wrocław Maciej Tomaszewski gelesen. In seinem Grußwort bekräftigte der Direktor der Europäischen Kommission in Breslau, Jacek Wasik, die Offenheit der deutschen Partner – vertreten durch das Generalkonsulat, das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen und das Goetheinstitut – bei der Vorbereitung und Durchführung dieser gemeinsamen Veranstaltung. Die zahlreich erschienenen Gäste aller Altersgruppen beteiligten sich sehr einfühlsam an der Debatte und bedankten sich mit starkem Beifall für diesen gesellschaftspolitischen Diskurs. Das Verbindungsbüro hat 10 Exemplare der polnischen Buchausgabe im Rahmen eines Toleranzwettbewerbs u. a. in der Gazeta Wyborcza als Siegerpreise zur Verfügung gestellt. Das Theater in Toruń bereitet nunmehr eine Inszenierung des Textmaterials für 2020 vor.

09.04.2019 – »That’s what friends are for!« – Das internationale ChorALARM-Konzert

Seit drei Jahren fordert ChorALARM Schüler und Schülerinnen zum gemeinsamen schulübergreifenden Singen auf und überschreitet mittlerweile Grenzen. Schüler und Schülerinnen aus Wroclaw, Prag und Dresden nahmen in dieser Saison am Projekt teil. Der Fokus wurde auf die Freude am gemeinsamen Musizieren gelegt, immer im  Bewusstsein, dass die drei Nationen mehr verbindet, als trennt. Am 9. April 2019 präsentieren die Schüler und Schülerinnen ihr gemeinsames Programm aus instrumentalen und vokalen Improvisationen sowie bekannten Melodien aus Musical und Film. ChorAlarm wird ermöglicht durch die Felicitas und Werner Egerland-Stiftung. Wir danken den Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen in Breslau und Prag für die Unterstützung des Projektes.

Künstlerisch-Pädagogische Leitung: Jan-Bart De Clercq und Corinna Stüttgen, Sächsische Staatsoper (Semperoper)

Premiere: Semperoper Dresden am 9. April 2019 um 11:00 Uhr

Preise: 5.- (3.- ermäßigt)

Das Konzert findet am 18. Mai 2019 in Breslau und am 11. Mai 2019 in Prag statt.

27.03.2019 – Verbindungsbüro präsentiert sich im Sejmikausschuss der Wojewodschaft Niederschlesiens

Gruppenfoto
Sejmikausschuß Grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Marek Obrębalski, Vorsitzender und Uwe Behnisch, Leiter des Verbindungsbüros (Bildmitte).  © Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau

Auf Einladung des neuen Vorsitzenden des Ausschusses für grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Niederschlesischen Parlament, Sejmik Marek Obrębalski, stellte der Leiter des Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen in Breslau Uwe Behnisch gemeinsam mit Anna Leniart am 27. März 2019 die aktuellen Aufgaben und Ziele sowie die Planungen des Verbindungsbüros anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Regionalpartnerschaft von Sachsen und Niederschlesien vor. In einer anschließenden Anhörung ging Uwe Behnisch auch auf Fragen der neuen Abgeordneten zu den zurückliegenden Projekten und Veranstaltungen der Sächsisch-Niederschlesischen Zusammenarbeit ein. Darüber hinaus wurden Vorschläge für neue gemeinsame Projekte z. B. im Sport unterbreitet. Die Mitglieder des Ausschusses regten eine Begegnungsreise zu Ihren Kollegen im Europaausschuss des Sächsischen Landtages an. Die Ausschussteilnehmer zeigten sich beeindruckt von der Präsentation und der Präsenz der Sächsischen Staatskanzlei mit dem Verbindungsbüro in Niederschlesien.

14.03.2019 – II. Innovationskongress Industrie 4.0 in der Praxis

Am Donnerstag, 14. März 2019, trafen sich Vertreter der Industrie, der Wissenschaft und der öffentlichen Verwaltung an der Technischen Universität Wrocław. Sie diskutierten die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der Innovation in Niederschlesien. Das Leitmotiv des 2. Innovationskongresses lautete »Industrie 4.0« in der Praxis. Das Treffen wurde gemeinsam von der Technischen Universität Wrocław, der Sonderwirtschaftszone Legnica S.A., der Sonderwirtschaftszone Wałbrzych »INVEST-PARK« zusammen mit Key Novelty sp. Z o.o. organisiert. Während des Kongresses standen vier Schlüsselbedingungen für die erfolgreiche Umsetzung von Industrie 4.0 in Polen im Mittelpunkt:

  • die Umgebung
  • die Menschen
  • die Technologie
  • der Markt

erläuterte Dr. Ing. Tadeusz Lewandowski von der Fakultät für Maschinenwesen und Bevollmächtigter des Dekans für die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft.

Die Veranstaltung sollte in erster Linie die Bedeutung von Industrie 4.0 als Instrument zum Aufbau eines Wettbewerbsvorteils von Unternehmen fördern. Das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen und die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH waren Partner dieser Veranstaltung.

06.-07.03.2019 – Bildung als gemeinsame Interaktion

Interkulturelle Bildung und Erziehung in den Schulen sind der Schlüssel einer erfolgreichen Integration, so das übereinstimmende Fazit der diesjährigen 5. Bildungsmesse in Breslau/Wrocław, die am 6. und 7. März 2019 zum 3. Mal mit einer internationalen Beteiligung von der Stadt Breslau/Wrocław, dem Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen, der Europäischen Kommission, der Universität Breslau/Wroclaw und NGO´s ausgerichtet wurde.

Das diesjährige Messeprogramm war geprägt von den multikulturellen Herausforderungen bei der Integration ukrainischer Kinder, Jugendlicher und Auszubildender in Breslau/Wrocław. Hierzu standen u. a. sächsische und tschechische Erfahrungen aus dem Kindergarten- und Schulalltag, der Schulverwaltung, der Ausbildungsträger, der polizeilichen Praxis und der Politik im Mittelpunkt des zweitägigen Expertentreffens. In Fachvorträgen, Workshops und Debatten wurden z. B. Beispiele, Formen und Methoden des sächsischen Integrationskonzepts für Schüler mit Migrationshintergrund vorgestellt, damit individuelle Bildungschancen für jeden Einzelnen abgesichert werden können.

Weitere Themenschwerpunkte der Messe waren sprachliche Kompetenzen als Voraussetzung für einen erfolgreichen Bildungsweg, Projekte gegen Haßsprache und den Mißbrauch der Sprache im Schulalltag sowie die Rolle Europas in der Bildungspolitik. Die Messe bot die Gelegenheit, bewährte Verfahren in verschiedenen Teilen Europas auszutauschen, innovative Methoden und Konzepte kennenzulernen, Aktivitäten für den interkulturellen Dialog und gegenseitigen Respekt zu entwickeln.

Große Beachtung fand der Workshop im Verbindungsbüro, der sich mit den föderalen schulischen Integrationsmaßnahmen (dem 3-Stufen-Modell) im Freistaat Sachsen auseinandergesetzt hat. In der Vorbereitungsklasse vermittelt demnach der Betreuungslehrer die deutsche Sprache und steuert den individuellen und schrittweisen Übergang in die Regelklassen. Der Unterricht im Fach »Deutsch als Zweitsprache« erfolgt sowohl additiv wie integrativ bis zum Erreichen bildungssprachlicher Kompetenzen. Somit legt Sachsen einen Schwerpunkt auf die sprachliche Bildung mit dem Ziel, die individuellen Bildungschancen jedes Kindes unabhängig von seiner sozialen, ethnischen, kulturellen oder sprachlichen Herkunft zu erhöhen. In vielen Schulen gibt es zudem Angebote für einen herkunftssprachlichen Unterricht. Die Entwicklung zu einer mehrsprachigen Schule wird auch zunehmend durch das Potenzial der zwei- und mehrsprachig aufwachsenden Schüler bestimmt. Somit trägt Schule zum Erwerb interkultureller Kompetenzen im Unterricht aller Fächer und durch außerunterrichtliche Aktivitäten bei.

Sächsische Bildungseinrichtungen verwirklichen darüber hinaus mit Konzepten der interkulturellen Bildung und Erziehung eine Vielzahl internationaler sowie grenzüberschreitender Kooperationen und Initiativen. Vor allem Schulpartnerschaften und Förderprogramme bilden den Rahmen für Projekte und Schüleraustauschmaßnahmen auf der ganzen Welt. In Sachsen existieren über 400 Schulpartnerschaften, wobei die Nachbarstaaten Polen und Tschechien die vordersten Plätze in der Statistik sächsischer Schulpartnerschaften einnehmen.

In den Debatten, die in der Universität Breslau/Wrocław vom Europa-Brücke-Preisträger Steffen Möller moderiert wurden, trafen sich u. a. der Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten Oliver Schenk, der Historiker und Direktor des Willy-Brandt-Zentrums der Universität Breslau/Wrocław Prof. Dr. Krzysztof Ruchniewicz, Schul- und Bildungspolitiker, Pädagogen, Soziologen, Psychologen, Kulturschaffende, Journalisten und Polizisten mit 200 interessierten Teilnehmern aus Polen, Tschechien und Sachsen, die sich erstmals daran interaktiv beteiligen konnten.

In den Debatten wurde u. a. die Rolle von Bildungspolitik, der Medien, der Wissenschaft und Wirtschaft bei der interkulturellen Bildung und die Zusammenarbeit mit den Schulverwaltungen, Schulen und Lehrern diskutiert. Den Abschluss der Messe gestalteten 50 Schülerinnen und Schüler aus dem sächsisch-tschechisch-polnischen Projekt CHORALARM, mit einem musikalischen Einblick in das Chorkonzert, das am 9. April2019 in der Semperoper Dresden Premiere haben wird und danach in Prag und Breslau/Wrocław zu erleben ist.

Die Preisträger eines Wissenswettbewerbs der Bildungsmesse wurden auf Einladung des Kraszewski Museums Dresden und des Verbindungsbüros für ein Wochenende in die Partnerstadt an der Elbe eingeladen. 

Fotohinweis: Eine Fotoserie der zweitägigen Bildungsmesse finden Sie - aus datenschutzrechtlichen Gründen - auf dem nachfolgenden Link.

25.01.2019 – Erstes Auslandsbüro in Zgorzelec

Die Hochschule Zittau/Görlitz (HSZG) hat am 25. Januar 2019 in einem Festakt sein erstes Auslandsbüro in der Görlitzer Schwesterstadt Zgorzelec eingeweiht. Studieninteressierte und deren Eltern aus Polen können sich ab sofort regelmäßig zu den Studienangeboten der Hochschule mit seinen Standorten in Zittau und Görlitz beraten lassen. Dafür steht die interkulturelle und sprachliche Kompetenz der Hochschule mit seinem wissenschaftlichen Mitarbeiter, Tobias Schlüter vom Zentrum für Wissens- und Technologietransfer. Die Außenstelle befindet sich im Schulgebäude DPFA EUROPRYMUS Sp. z o. o., einem europäischen Unternehmen der DPFA Akademiegruppe, der auch die Prof. Dr. Claus Dietz Stiftung aus Zwickau angehört.

Die HSZG erhofft sich dadurch einen besseren Kontakt zu polnischen Kooperationspartnern. Zudem sollen die attraktiven Studienbedingungen der Hochschule Zittau/Görlitz und Erfolgschancen nach einem erfolgreich abgeschlossen Studium vermehrt auch polnischen Bewerberinnen und Bewerbern zugänglich gemacht werden. Der Leiter des Verbindungsbüros, Uwe Behnisch hat in seinem Grußwort unter anderem die Chancen hervorgehoben, die mit der Eröffnung dieses Auslandsbüros für die Standorte Zittau und Görlitz aber auch für polnische Studenten in den Grenzregionen der beiden Partnerwojewodschaften verbunden sind. Das Verbindungsbüro wird die Hochschule bei ihrem Netzwerk mit Rat und Tat unterstützen.

25.01.2019 – Verkehrsplaner in Breslau zu Gast

Gruppenfoto
v.l.n.r.: Hans Jörg Neumann, Götz Walther, Anja Schmitz, Stephan Kühn, Anna Leniart  © Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau

Am 25. Januar 2019 weilte der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag, Stephan Kühn in Begleitung vom Experten für Regional- und Verkehrsplanung, Götz Walther vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen, Thomas Pilz vom Regionalbüro Görlitz und Anja Schmitz, Koordinatorin der Initiative Deutsch-Polnischer Bahnkundenverband in Begleitung des Generalkonsuls der Bundesrepublik Deutschland, Hans Jörg Neumann zu einem informellen Besuch im Verbindungsbüro. 

Während ihres mehrtägigen Besuches in Breslau zeigten die Gäste in einem über zweistündigen Gespräch großes Interesse an den Aufgaben und den damit verbundenen Herausforderungen des Verbindungsbüros in den beiden Partnerregionen Niederschlesien und Lebuser Land. Die Bilanz der zurückliegenden zwei Jahre wurde in einer audiovisuellen Präsentation durch Anna Leniart kommentiert und im anschließenden Dialog mit großem Interesse aufgenommen.

17.01.2019 – Österreich zu Gast im Verbindungsbüro

Gruppenfoto
Der Honorarkonsul der Republik Österreich in Breslau/Wrocław Herr Dr. Edward Wąsiewicz mit dem Leiter des Verbindungsbüro, Herrn Uwe Behnisch.  © Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau

Der Honorarkonsul der Republik Österreich in Breslau/Wrocław, Herr Dr. Edward Wąsiewicz. war am 17. Januar 2019 zu Gast im Verbindungsbüro am Rynek. Anlass für diesen Neujahrsbesuch war unter anderem die Ausstellung »Entdeckungen« mit Arbeiten von jungen sächsischen Künstlern, die im Rahmen des Neujahrsempfangs am 9. Januar 2019 nunmehr auch der Öffentlichkeit bis zum 27. Februar 2019 präsentiert wird. Der Konsul informierte sich darüber hinaus auch über die Aufgaben der Wirtschaftsförderdung Sachsen GmbH, da er als Unternehmer, Hochschullehrer und Netzwerker zwischen polnischen und österreichischen Firmen vermittelt. Herr Dr. Wąsiewicz würdigte bei seinem Besuch die Kreativität und Offenheit des Verbindungsbüros im Umgang mit Universitäten und Hochaschulen der Region und regte eine Zusammenarbeit auch mit österreichischen Universitäten im Rahmen des diesjährigen Innovationstages an.

09.01.2019 – Neujahrskonzert und Empfang in Breslau/Wrocław

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Regionalpartnerschaft des Freistaates Sachsen und der Wojewodschaft Niederschlesien fand am 9. Januar 2019 ein besonderes Neujahrskonzert in der Synagoge zum Weißen Storch in Breslau/Wrocław statt. Der Einladung der Sächsischen Staatskanzlei mit seinem Verbindungsbüro am Rynek folgten 150 offiziell geladene Gästen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Bildung, Kultur und Religion. Darunter unter anderem der Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Breslau/Wrocław, Herr Hans Jörg Neumann; der Bischof der Diözese Breslau/Wrocław der Evangelisch-Augsburgischen Kirche, Waldemar Pytel; die Ehrenbürgerin der Stadt, Bente Kahan; Landrat Bernd Lange, Präsident des Euroregion Neiße e.V. und vor allem auch über 200 Einwohner der Stadt.

Der musikalische Jahresauftakt stand ganz im Zeichen der Stadt Chemnitz (ehemals Karl-Marx-Stadt). Musiker des Mejo-Quartetts der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz präsentierten ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm von Mozart bis Strauss. Das Quartett ist nach dem Begründer des ersten Städtischen Orchesters in Chemnitz, dem Unternehmer und Dirigenten Wilhelm August Mejo benannt. Mejo gründete bereits 1833 – noch vor den Wiener und Berliner Philharmonikern – eine Städtische Philharmonie, die heute den Namen Robert Schumanns trägt.

In seinem Grußwort unterstrich der Generalintendant der Städtischen Theater Chemnitz, Herr Dr. Christoph Dittrich, die Vorbildfunktion der Kulturhauptstadt Breslau/Wrocław und insbesondere die großartigen kulturellen und künstlerischen Leistungen der Stadt für die Bewerbung von Chemnitz als Kulturhauptstadt im Jahr 2025. Herr Dr. Dittrich verwies in seiner Rede auch auf die zahlreichen internationalen Künstler, die in Chemnitz engagiert sind und ging auf die vielfältigen deutsch-polnischen Kooperationen des Chemnitzer Opernhauses und Theaters im Bereich der Regie, der Musik und der Choreografie ein. Auch das Mejo-Quartett spielte an diesem Abend in einer deutsch-polnischen Besetzung.

Der Gastgeber des Abends, Herr Oliver Schenk, Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Sächsischen Staatskanzlei, würdigte in seiner Ansprache die Leistungen des Verbindungsbüros im vergangenen Jahr mit über 30 Veranstaltungen, Projekten und offiziellen Besuchen sowie über 2.000 Besuchern.

Der Bevollmächtigte des Marschalls der Wojewodschaft Niederschlesien für Internationale Angelegenheiten, Herr Krzysztof Bramorski, ging auf die Vision des Ministerpräsidenten a. D. Prof. Dr. Kurt Biedenkopf ein, der die Regionalpartnerschaft 1999 mit Blick auf die weiteren Ausgestaltung der sächsisch-niederschlesischen Beispielregion in der Mitte Europas initiiert hat.

Der Rektor der Universität Wrocław, Herr Prof. Dr. Adam Jezierski, ging auf die herausragenden wissenschaftlichen Kooperationen mit Sachsen ein, die das Verbindungsbüro im zurückliegenden Jahr wiederum vermitteln konnte. Die Gründung des Wissenschaftsnetzwerkes »WRocławConcept« ist das markanteste Beispiel dafür.

Der zweite Teil des Konzertabends wurde von den polnischen Opernstars Joanna Moskowicz (Sopran) und Rafał Bartmiński (Tenor) mit weltbekannten Operetten- und Musicalmelodien gestaltet. Beide Künstler gehören europaweit zu den herausragendsten Sängern ihres Fachs. Davon konnten sich die über 350 Konzertbesucher aus Sachsen und den beiden Partnerregionen Niederschlesien und Lebuser Land überzeugen, die sich für diese  deutsch-polnische Konzertpremiere mit Standing Ovations bedankten.

In der Passage zur Blauen Sonne, dem Sitz des Verbindungsbüros, wurde anschließend der neue Werbeauftritt der Tourismus Marketing Gesellschaft (TMGS) mit herausragenden Fotoeindrücken des Freistaates Sachsen präsentiert. Latin Jazz aus Wrocław und zeitgenössische Bildende Kunst aus Sachsen, der Maler Danny Linwerk, Bertram Riedel, Martin Paul Müller und Ulrike Pisch bildeten eine ideale Kulisse für Gespräche und neue Projektideen der Gäste des Abends.

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