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Termine und Veranstaltungen

24.-26.08.2018 – Austausch- und Begegnungsreise

Bischof des Bistums Dresden-Meißen mit Katholischer Akademie und den Dresdner Kapellknaben auf den Spuren von Edith Stein

Unter Leitung des Bischofs von Dresden-Meißen, Heinrich Timmerevers weilte eine Delegation der Katholischen Akademie und des Katholischen Büros des Bistums in Zusammenarbeit mit dem Diözesenrat des Erzbistums Berlin vom 24. bis 26. August 2018 in Breslau/Wrocław.

Mitglieder der Delegation waren Vertreter aus allen Bereichen des Bistums aber auch Vertreter des gesellschaftlichen und politischen Lebens. Das Katholische Büro des Bistums Dresden-Meißen hat in Zusammenarbeit mit dem Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau ein Begegnungsprogramm auf den Spuren der im KZ Auschwitz ermordeten Ordensfrau, Jüdin und Patronin Europas Edith Stein und eine Podiumsdiskussion organsiert.

Die Mitglieder der Delegation betonten, dass sie als Teil der Gesellschaft über Grenzen und Religionen hinweg – im Verstehen und Verständnis deutsch-polnischer Unterschiede und Gemeinsamkeiten – für den gesellschaftlichen Zusammenhalt wirken. Das Katholische Büro des Bistums hat daher in seiner Einladung den Charakter dieser hochrangigen Reise wie folgt beschrieben: »Wir sind davon überzeugt, dass nur ein auf gegenseitigem Erfahrungsaustausch fußender Dialog langfristig das Friedensprojekt Europa voranbringen wird. Die Reise wird nicht nur die Situation und die Anliegen unserer polnischen Partner in den Blick nehmen, sondern auch dazu verhelfen, dass aus der Perspektive der Biografie der Heiligen Edith Stein – der Patronin Europas – Chancen für ein künftiges Miteinander erdacht werden.«

Neben dem Besuch des Edith Stein Hauses und einer Rundfahrt zu ihren Lebens- und Wirkungsstätten, ermöglichte eine Präsentation und Podiumsdiskussion im Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen mit prominenten Vertretern der polnischen Öffentlichkeit sowie ein Diskurs zu den europäischen Impulsen der Päpste Johannes Paul II., Papst Bendikt und Papst Franziskus im Edith-Stein-Haus mit dem Historiker und Direktor des Willy-Brandt-Zentrums der Universität Breslau/Wrocław, Prof. Dr. Rafał Ruchniewicz, Einblicke in die aktuelle gesellschaftliche und politische Situation in Polen. Vielbeachteter Höhepunkt dieser Reise war am Samstagabend im Dom zu Breslau/Wrocław eine zweisprachige Messe mit dem Bischof Heinrich Timmerevers unter Mitwirkung der Dresdner Kapellknaben.

Das Katholische Büro und  die Katholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen werden die polnischen Vertreter aus Kirche und Gesellschaft zu einem Gegenbesuch nach Dresden einladen und Möglichkeiten und Formen der weiteren Zusammenarbeit, der Begegnung und des Austauschs beraten. Am Rande der Podiumsdiskussionen kam es auch zu neuen Begegnungen und Gesprächen zwischen deutschen und polnischen Vertretern aus Politik, Gesellschaft und Medien. Das Verbindungsbüro wird diese Kontaktinteressen im Sinne einer bilateralen Zusammenarbeit weiter begleiten.  

 

09.-10.07.2018 – Spitzentreffen der Wissenschaft

Im Rahmen eines zweitägigen Arbeitsbesuches fand am 9. und 10. Juli 2018 im Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau erstmalig ein Wissenschaftsdialog statt. Auf Einladung der Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, diskutierten 40 Rektoren, Prorektoren sowie Wissenschaftler aus Forschung und Lehre aus Sachsen, Niederschlesien, Oppeln und Gleiwitz zum Thema  grenzüberschreitender Forschungskooperationen.

Unter den Teilnehmern war u.a. der Rektor der Technischen Universität Breslau, Prof. Dr. Cezary Madryas, der Rektor der TU Bergakademie Freiberg, Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht aber auch Wissenschaftler führender universitätsnaher Einrichtungen, wie dem Fraunhofer Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) oder dem polnischen Forschungszentrum – PORT in Breslau, die in 170 derzeitige deutsch-polnische Kooperationsprojekte involviert sind.

Ein Höhepunkt am ersten Tag des Spitzentreffens war die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung Breslauer Rektoren zur Gründung des Breslauer Forschungsnetzwerks WRocław concept (WRC) nach dem sächsischen Vorbild von »DRESDEN-concept«, welches sich im Jahr 2010 gründete und sich im September 2017 im Rahmen einer Open-Air-Ausstellung auf dem Salzplatz in Breslau präsentiert hat. Ziel von WRoclaw concept ist eine stärkere Vernetzung der Partnerinstitutionen im Hinblick auf Synergien zur Erhöhung wissenschaftlicher Beteiligungen an nationalen und internationalen Forschungs- und Entwicklungsprojekten sowie eine Stärkung des Technologietransfer in die Wirtschaft. Zum WRC-Verbund gehören die Technische Universität Breslau, die Universität Breslau, die Wirtschaftsuniversität Breslau, die Naturwissenschaftliche Universität sowie die Medizinische Universität Breslau.

Am Nachmittag und Abend wurde der polnisch-deutsche Wissenschaftsdialog an der Universität Breslau auf Einladung des Rektors Prof. Dr. Adam Jezierski sowie anschließend  im Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland auf Einladung der Stellvertretenden Generalkonsulin, Frau Christiane Botschen, fortgesetzt.

Der Arbeitsbesuch von Frau Staatsministerin Dr. Stange stand am 2. Tag ganz im Zeichen der TU Breslau, dem Fraunhofer Institut Breslau sowie vertiefender Gespräche zur aktuellen Hochschulreform in Polen.

Ein Besuch im Museum of Modern Art Breslau (4 Kuppel Pavillon an der Jahrhunderthalle) sowie Gespräche mit deren Direktorin, Dorota Bigos und dem Rektor der Kunstakademie Breslau, Prof. Dr. Piotr Kielan, rundeten den Arbeitsbesuch in Breslau ab.

13.06.2018 – Bürgerdialog

Am 13. Juni 2018 trafen sich im Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau eine Bürgerdelegation aus dem Wahlkreis Leipziger-Land, mit dem Mitglied des Deutschen Bundestages, Katharina Landgraf (CDU), dem Mitglied des Niederschlesischen Parlaments, Jacek Pilawa (PO), dem Pfarrer der deutschsprachigen Gemeinde der Evangelisch-Augsburgischen Kirche Niederschlesiens, Andrzej Fober, dem Mitarbeiter und Kunsthistoriker im Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland, Rainer Sachs und dem Musiker der Breslauer Philharmonie, Tomasz Pstrokoński-Nawratil, zu einem Bürgerdialog.

Der Leiter des Verbindungsbüros, Uwe Behnisch, stellte in einer Präsentation eingangs die Aufgaben und Ziele der sächsischen Landesvertretung vor. Die aktuelle politische Lage in Polen vor den Regionalwahlen im Herbst 2018 schilderte Jacek Pilawa. Andrzej Fober sprach über die Rolle der deutschsprachigen evangelischen Gemeinde in Niederschlesien während Rainer Sachs Fragen zur Denkmalpflege und zum Umgang mit dem deutschen Kulturerbe beantwortete. Als Überraschungsgast stellte Uwe Behnisch den Violinisten der Breslauer Philharmonie Tomasz Pstrokoński-Nawratil vor, der an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig studiert hat. Er präsentierte sich musikalisch mit einem Werk von Johann Sebastian Bach und schilderte in einem sehr persönlichen Bericht die Begegnung mit seinem Musikprofessor aus Leipzig, der in Breslau geboren wurde und in dessen Haus heute Tomasz Pstrokoński-Nawratil lebt sowie seine Begegnung mit dem Gewandhauskapellmeister Kurt Masur. Die Geschichte der Breslauer Zwerge schilderte Jacek Pilawa als ein Symbol des politischen Protestes und damit auch als die Geburtsstunde der politischen Wende in den 1980er Jahren.

Die Gäste aus Leipzig zeigten sich begeistert über die Offenheit des Gesprächs, die Themenvielfalt, das politische Interesse beider Seiten und die fachliche Kompetenz der Gesprächsteilnehmer.

Der diesjährige Bürgerdialog mit den Gästen aus Leipzig war der Auftakt zu einer Reise nach Krakau und in die KZ Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau.

09.06.2018 – Auszeichnung für den Leiter des Verbindungsbüros Breslau

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v.l.n.r. Dr. Piotr Karniej, Prodekan der Gesundheitswissenschaftlichen Fakultät der Universität Breslau; Prof. Dr. Jonanna Rosińczuk, Dekanin der Gesundheitswissenschaftlichen Fakultät der Medizinischen Universität Breslau; Uwe Behnisch, Leiter des Verbindungsbüros  © Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau

Aus  Anlass des 40-jährigen Jubiläums der Gesundheitswissenschaftlichen Fakultät der Medizinischen Universität Breslau, wurde am 9. Juni 2018 der Leiter des Verbindungsbüros des Freistaats Sachsen, Uwe Behnisch, im Nationalen Musikforum von Breslau als Freund und Förderer der Medizinischen Universität Breslau ausgezeichnet.

Das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen habe sich unter Leitung von Uwe Behnisch im Jahr 2017 große Verdienste bei der Vorbereitung und Durchführung einer niederschlesisch-sächsischen Konferenz zur Pflegeausbildung in beiden Ländern erworben. Darüber hinaus konnten die Kontakte zum Universitätsklinikum Dresden, zur Sektion Pflegewissenschaft und Pflegemanagement der Evangelischen Hochschule Dresden und zu den zuständigen Sozial- oder Kultusministerien in allen deutschen Bundesländern mit seiner Hilfe ausgebaut werden. Das interkulturelle Verständnis und das einfühlsame Wirken von Herrn Behnisch hat die Dekanin der Medizinischen Universität, Frau Prof. Dr. Joanna Rosińczuk, in ihrer Laudation als eine große Begabung seines Wirkens im deutsch-polnischen Dialog hervorgehoben.

07.06.2018 – Umweltexperten aus Sachsen und Niederschlesien suchten fachlichen Austausch

Die Leitungsebene der staatlichen Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft des Freistaates Sachsen traf sich am 7. Juni 2018 im Sachsen Verbindungsbüro in Breslau zu einem fachlichen Austausch mit ihren Kollegen der Wojewodschaftsinspektion für Umweltschutz Niederschlesien.

Dabei stellten die sächsischen und niederschlesischen Experten für Mess- und Prüfverfahren wechselseitig ihre Geschäftsbereiche, Tätigkeitsschwerpunkte und aktuelle Initiativen vor. Beide staatlichen Behörden sind mit der regelmäßigen Prüfung der Luft- und Bodenqualität, Gewässergüte und von Einträgen aus der Landwirtschaft betraut. In einem offenen interkulturellen Dialog berieten die Fachleute für Messtechnik über den Einfluss von Ruß auf die Luftqualität in der Grenzregion. Weitere gemeinsame Themen waren die Fachkräftesituation und -entwicklung im Bereich der Umweltverwaltung, der Einsatz neuer Medien und sozialer Netzwerke zur Förderung der Bürgernähe und grenzübergreifende Initiativen zur Stärkung der Umweltbildung.

Der Geschäftsführer der staatlichen Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft, Dr. Mathias Böttger, dankte seinem niederschlesischen Amtskollegen, Wojewodschaftsinspektor Waldemar Kulaszka, für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit: »Unsere Kooperation war stets von gegenseitigem Respekt und einem konstruktiven Miteinander geprägt. In dieser Tradition wollen wir der Umwelt zuliebe mit neuen Initiativen die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam meistern. Zugleich können wir als ein erfolgreiches Beispiel gelebter europäischer Verständigung gelten, das weiter Schule machen sollte.«

Beide Behörden wollen in den nächsten Monaten ausloten, wie sie ihre Zusammenarbeit weiter beleben und den konstruktiven fachlichen Austausch fortführen können.

05.06.2018 – Eröffnung der Ausstellung »Lebus begeistert«

Bis Ende August präsentiert das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau die Partnerwojewodschaft Lebuser Land im Rahmen einer Fotoausstellung »Lebus begeistert« anlässlich des Jubiläums der 10-jährigen Partnerschaft. Die Ausstellung präsentiert die Schönheit von Lebus insbesondere den regionalen Weinanbau und die Schlösser- und Palastroute.

Die offizielle Eröffnung der Ausstellung und die Neugestaltung der »Passage zur blauen Sonne« am Rynek fand am 5. Juni statt. Unter den eingeladenen Gästen waren u.a. Frau Ulrike Knotz, Generalkonsulin der Bundesrepublik Deutschland in Breslau und der Amtschef der Sächsischen Staatskanzlei, Herr Thomas Popp. Während der Vernissage wurden auch Exponate aus dem Stadtmuseum von Grünberg präsentiert. Die Gäste konnten neben regionalen Produkte aus Lebus auch neuen polnischen Jazz, die sächsische Weinprinzessin und den Grünberger Bacchus kennenlernen.

Die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Lebus und Sachsen

Im Jahr 2018 wird das runde 10-jährige Jubiläum der Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Woiwodschaft Lebus gefeiert. Im Rahmen des Jubiläums ist auch die gemeinsame Präsentation des Muskauer Parks und des Geoparks in London geplant. Hervorzuheben ist vor allem die erfolgreiche Zusammenarbeit der beiden Regionen im Rahmen des INTEREG Programms 2014-2020.

Die Zusammenarbeit zwischen der Wojewodschaft Lebus und dem Freistaat Sachsen wurde 2008 begonnen. Alle zwei Jahre treffen sich im Rahmen von Arbeitsgruppen die Mitarbeiter des Marschallamtes der Wojewodschaft Lebus mit ihren Kollegen aus Sachsen und führen Fachgespräche im Hinblick auf die Vertiefung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen beiden Regionen. 

Beide Regionen arbeiten darüber hinaus auch im Rahmen des Ausschusses für die deutsch-polnische grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Regierungskommission und der Oder-Partnerschaft zusammen. Es werden gemeinsame Aktivitäten im Rahmen der Förderung des Geoparks Muskauer Faltenbogen an der deutsch-polnischen Grenze des Muskauer Parks durchgeführt. Es sind praktische Beispiele für eine gelungen Zusammenarbeit zwischen den Nachbarländern zum Schutz und zur Erhaltung der Kulturlandschaft. Die durchgeführten Aktivitäten wurden international anerkannt – der Beweis dafür ist die Aufnahme des Muskauer Parks in dieListe des Weltkulturerbes UNESCO im Jahre 2004.

23.-24.05.2018 – 5. Konferenz »Polnische Grenzräume im Wandlungsprozess«

Am 23. und 24. Mai 2018 fand in Breslau die 5. Konferenz »Polnische Grenzräume im Wandlungsprozess« statt. Organisatoren waren das Institut für Soziologie und Zentrum für Regional- und Grenzraumforschung der Universität Breslau, das Zentrum für Polenstudien der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder, das Marschallamt Niederschlesiens, das Zentrum für Europäische Projekte in Warschau, das INTERREG Sekretariat in Breslau und erstmals auch das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau.

Ziel der Konferenz und Debatten war es, die Ergebnisse der mehr als 25-jährigen Zusammenarbeit im polnisch-tschechisch-deutschen Grenzraum aus verschiedenen Perspektiven (Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Kultur) zu erörtern und die bestehenden Barrieren des grenzüberschreitenden Zusammenlebens zu analysieren.

Mehr als 50 hochrangige Wissenschaftler aus Polen, Tschechien, Deutschland und Ungarn waren der Einladung nach Breslau gefolgt. Dabei standen die Verbindungsbüros des Freistaates in Breslau und Prag mit ihrer praktisch gelebten Interaktion zwischen dem Freistaat Sachsen und den jeweiligen Partnerregionen besonders im Fokus der Debatte. Der Freistaat Sachsen nimmt mit diesen beiden Büros eine Vorreiterrolle unter den Bundesländern in Deutschland ein, hieß es. Die konzeptionelle Ausrichtung der Verbindungsbüros in Prag und Breslau ermögliche Diskursräume, die auch für andere Bundesländer und ihre angrenzenden Nachbarländer ein Beispiel sein könnte. Vor diesem Hintergrund fand der 2. Konferenztag auch im Verbindungsbüro am Rynek statt. An der inhaltlich konzeptionellen Vorbereitung der Konferenz war daher auch die Hochschule Zittau/Görlitz mit dem Dekan der Sozialwissenschaftlichen Fakultät und Direktor des Forschungsinstituts »Gesundheit, Altern, Technik« Herrn Prof. Dr. Andreas Hoff beteiligt.

23.05.2018 – Oberbürgermeister von Zittau in Breslau zu Gast

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Andreas Böer, Abgeordneter des Landkreises Görlitz; Thomas Zenker, Oberbürgermeister von Zittau; Monika Sochacka, Stellvertretende Direktorin des Breslauer Akademischen Zentrums (WCA); Jan Wais, Stellvertretender Direktor des Büros für grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Stadt Breslau; Uwe Behnisch, Leiter des Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen in Breslau  © Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau

Der Oberbürgermeister von Zittau, Herr Thomas Zenker, weilte am 23. Mai 2018 gemeinsam mit dem Mitglied des Kreistages des Landkreises Görlitz, Herrn Andreas Böer, auf Einladung des Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen und der Stadt Breslau in der Odermetropole. Bei dem Besuch trafen die Gäste mit dem Stellvertretenden Direktor des Büros für Auslandsbeziehungen der Stadt Breslau, Herrn Jan Wais und derProgrammdirektorin der Kulturhauptstadt Europa 2016, Frau Dominika Kawalerowicz sowie der Koordinatorin für Internationale Kontakte der Stadt Breslau, Frau Katarzyna Młynczak-Sachs, zusammen. Thematisch ging es unter anderem um die Bewerbungsformate und Prozeduren der Stadt Breslau als Kulturhauptstadt sowie die Einbeziehung der Einwohner in das Bewerbungsverfahren und die Programmgestaltung.

Der Oberbürgermeister zeigte sich beeindruckt von dem großen Engagement, der Kreativität und dem Stolz der polnischen Partner bei der Vorbereitung, Ausrichtung und Nachbereitung der Projekte im Kulturhauptstadtjahr 2016. Weitere Arbeitstreffen z. B. im Kreativviertel Nadordze/Odervorstadt von Breslau, einem Nachhaltigkeitsprojekt der Kulturhauptstadt, wurden verabredet. Zittau erwägt, sich als Kulturhauptstadt 2025 zu bewerben, womit die Stadt im Dreiländereck und im Sechsstädtebund durch das Verfahren und die mögliche Zuerkennung des Titels nach außen bekannter und nach innen als attraktiver Lebensraum in der Grenzregion wahrgenommen werden möchte.

17.05.2018 – »Neue Deutsche Akzente«

Am 17. Mai 2018 las die deutsch-ukrainische Schriftstellerin, Katja Petrowskaja, im wiedererrichteten Barockhaus der Stiftung OP ENHEIM am Breslauer Salzplatz aus ihrem preisgekrönten deutschsprachigen Roman »Vielleicht Esther«, der eine Spurensuche im Osteuropa des 20. Jahrhunderts und eine faszinierende Familiengeschichte in Einem ist.

Über ihren Roman und die Spannungen zwischen einer Fremd- und Erstsprache beim Schreiben, sprach sie im Anschluss mit der Breslauer Germanistin, Prof. Dr. Monika Wolting. An dem Treffen nahm auch die polnisch-ukrainische Kulturmanagerin, Olga Chrebor, die sich als Vorsitzende der Stiftung Kalejdoskop Kultur für die kulturelle Vielfalt in der Stadt Breslau engagiert, teil.

Diese Veranstaltung im Rahmen der Lesereihe »Neue Deutsche Akzente« wurde wiederum vom Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), dem Germanistischen Institut der Universität Breslau, dem DAAD und der Deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaft in Breslau organisiert. Partner dieses Projekts waren das Goethe-Institut Krakau, das Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Breslau, das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau, die Stiftung OP ENHEIM und der Literaturklub PROZA aus Breslau.

Die Stiftung OP ENHEIM ist im gleichnamigen Barockhaus am Breslauer Salzplatz nunmehr eine weitere Adresse für den deutsch-polnischen Kulturdialog. In einmaliger Kulisse bietet es vielfältige Möglichkeiten für Ausstellungen, Konzerte und Diskussionen.

09.05.2018 – EUROPATAG in Breslau – Verbindungsbüro präsentiert sich im Deutschen Pavillon

Am Europatag (9. Mai) wurde im Altstadtpark von Breslau für Frieden und die Einheit Europas gefeiert.

Unter der Schirmherrschaft des Deutschen Generalkonsulates waren daher weiterhin vertreten: das Goethe-Institut Krakau, der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), das Institut für Auslandsbeziehungen (IfA) und die Sozial-Kulturelle Gesellschaft (DSKG).

Im Mittelpunkt  der Aktivitäten des Verbindungsbüros standen in diesem Jahr Wissenswettbewerbe zur Geografie, Geschichte, Sprache und Kultur der sächsischen Partnerregion.

Als Preise wurden u. a. die Informationsbroschüren der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) sowie die begehrten Give-aways der Aktion »so geht sächsisch« ausgelost.

Aber auch Gespräche mit offiziellen Vertretern der Stadt Breslau und der Europäischen Kommission fanden großes Interesse.

In diesem Jahr lag der Schwerpunkt auf dem »Europäischen Jahr des Kulturerbes«.

26.04.2018 – Deutsch-Polnischer Wirtschaftskreis zu Gast im Verbindungsbüro Breslau

Das Monatstreffen des deutsch-polnischen Wirtschaftskreises EUROPA FORUM widmete sich am 26. April 2018 dem Wirtschaftsstandort Sachsen mit 40.000 potentiellen Kooperationspartnern. Der gemeinsame Kooperationsvertrag über die Zusammenarbeit beider Regionen wurde bereits vor über 20 Jahren signiert und innerhalb dieser Zeit ist es gelungen die daraus resultierenden Annahmen in eine lebendige Kooperation in allen Wirtschaftszweigen der Industrie und Touristik umzusetzen.

Die Partner des Abends präsentierten ihre Aufgaben, Ziele und vor allem die Potentiale der Regionen und demonstrierten konkrete Instrumente zur Unterstützung von Kontaktanbahnungen im Wirtschaftsbereich.

Die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH wurde durch die Projektleiterin für Absatzförderung und Kooperationen für den polnischen Markt, Kerstin Leisering, vertreten sowie durch den Leiter der Abteilung für Investorenbetreuung, Andreas Lippert.

Das Potential der Handelsmetropole und Messestadt Leipzig präsentierte Magdalena Dziemidek, Vorstandsvorsitzende der Leipziger Messe Polen/Targi Lipskie Polska Sp.z o.o.

24.04.2018 – Lesereihe »Neue Deutsche Akzente«

Das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen), das Germanistische Institut der Universität Breslau, der DAAD und die Deutsche Sozial-Kulturelle Gesellschaft in Breslau, das Goethe-Institut Krakau, das Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Breslau, das Sächsische Verbindungsbüro Breslau, die Stiftung OP ENHEIM und der Literaturklub PROZA in Breslau präsentierten am 24. April 2018 zum Auftakt in der Lesereihe »Neue Deutsche Akzente« den deutsch-israelischen Schriftsteller, Tomer Gardi, mit seinem in Deutschland viel beachteten poetischen Text BROKEN GERMAN und seinem kreativen Spiel mit der deutschen Sprache. Die Lesereihe gibt Einblicke in die neuesten Trends der deutschen Gegenwartsliteratur und stellt Autoren vor, die durch ihre Werke und persönlichen Biografien auf die heutzutage sehr aktuellen Themen der Migration und Mehrsprachigkeit verweisen.
Nach der experimentellen, zweisprachigen Lesung mit dem Posener Theaterschauspieler, Hubert Kożuchowski, sprach die DAAD-Lektorin, Dr. Jana-Katharina Mende, mit Gardi über seinen Roman, neue Sprachformen in der Literatur sowie über Migration und die Motivation zur Mehrsprachigkeit und bezog in einer Interaktion das mehrsprachige Publikum im überfüllten Saal des Prosa Klub Breslau mit ein. Der Eröffnungsabend der Lesereihe wurde von Germanistikstudenten, Dozenten, Journalisten, Mitgliedern der Deutschen Minderheit ebenso besucht, wie von den Vertretern der o. g. Mitveranstalter und Partnerinstutionen.

Die Lesereihe wird am17. Mai 2018 mit der deutsch-ukrainischen Schriftstellerin Katja Petrowskaja und ihrem in Deutschland gefeierten Roman »Vielleicht Esther« fortgesetzt.

20.-22.04.2018 – Internationales Fahrradforum – ODERRADWEG eine europäische Herausforderung

Das Metropolitane Fahrradforum, das am 20. April 2018 im Kongresszentrum der Jahrunderthalle in Breslau stattgefunden hat, war der Auftakt für eine breit und international angelegte Debatte zum Bau des Oderradweges von der Quelle bis zur Mündung in die Ostsee. Die 5 Marschälle aus den Anrainerwojdoschaften Schlesien, Oppeln, Niederschlesien, Lebuser Land und Westpommern bezeichneten dieses Bauprojekt als »Entwicklungsachse« in der Mitte Europas. Gleich zu Beginn unterzeichneten sie daher eine Absichterklärung für dieses Projekt und eröffneten damit einen Expertendiskurs, der vom Leiter des Instituts für Territoriale Entwicklung, Dr. Maciej Zathey und dem Leiter des Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen in Breslau, Uwe Behnisch, moderiert wurde. Der Freistaat Sachsen hat sich mit drei Fachvorträgen (TU Dresden, SMWA, TMGS) in die Debatte eingebracht. Besondere Beachtung fand der Beitrag zu den Erfahrungen beim Bau und der Vermarktung des Elberadweges. 

Sächsiche Erfahrungen gefragt

Die Leiterin des Referats für Fahrradverkehr und Verkehrskontrolle im SMWA, Frau Siglinde Rauch-Liebich, unterstützte in einem Grußwort des Staatsministers für Wirtschaft, Verkehr und Arbeit, Martin Dulig, ebenso diese Initiative. Das SMWA steht den Projektpartnern als Ansprechpartner jederzeit zur Verfügung, betonte Frau Rauch-Liebig. Das grenzüberschreitende Forum bot die Gelegenheit, die Herausforderungen und Möglichkeiten zu diskutieren, die durch die wachsende Fahrradmobilität, durch Umweltbelastungen, durch demographische Probleme u. v. a. m. entstehen. Teilnehmer des Forums war Gruppen von Interessierten aus Polen, der Tschechischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland. Vertreter der öffentlichen Verwaltung, wissenschaftlicher Einrichtungen, privater Unternehmen und von Nichtregierungsorganisationen. Die während des Forums diskutierten Themen umfassten neue Trends in der Entwicklung des Fahrradverkehrs (z. B. E-Bikes, der Warenlieferungen bzw. mit Lastenrädern u. a.), Aktivitäten für eine nachhaltige Mobilität in Ballungsräumen und die Möglichkeiten und Grenzen des Fahrradverkehrs in Naturschutzgebieten. Das Forum wurd dreisprachig (Deutsch, Polnisch, Tschechsich) übersetzt. Diese Veranstaltung war eine Premiere in der Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Territoriale Entwicklung der Wojewodschaft Niederschlesien und dem Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau, das auch mit einem Werbe- und Informationsstand während des Forums und der anschließenden Fahrradmesse am 21. und 22. April 2018 in der Jahrhunderthalle vertreten war.

18.04.2018 – Netzwerk Integration Migration Sachsen – Breslauer Experten zu Gast im Sächsischen Landtag.

Foto von Frau Manuele Pliżga-Jonarska
Bildmitte am Pult: Frau Manuele Pliżga-Jonarska  © Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau

Am 18. April 2018 hat der Sächsische Ausländerbeauftragte, Geert Mackenroth, alle Vereine, Initiativen, Projektträger, Beauftragte und Beratungsstellen, die sich für Integration und Migration in Sachsen einsetzen, zu einem Netzwerktreffen in den Sächsischen Landtag eingeladen. Die Einladung und die Weitergabe von Arbeitsergebnissen und Informationen erfolgt federführend über die Geschäftsstelle des Sächsischen Ausländerbeauftragten. Sie richtet sich in erster Linie an nichtkommerzielle Anbieter. Unter dem Motto: »Lust statt Frust – wie kann das Ehrenamt gestärkt werden?« waren erstmals auch die Kollegen aus der Dresdner Partnerstadt Breslau eingeladen.  Die offiziellen Vertreter der Städtischen Entwicklungsgesellschaft (WCRS) von Breslau, Anna Szarycz, Beauftragte des Stadtpräsidenten für Soziales und Integration und Manuela Pliźga-Jonarska, Koordinatorin für den interkulturellen Dialog präsentierten die im Oktober 2017 vom Breslauer Stadtrat verabschiedete Strategie zum interkulturellen Dialog (Integrationskonzepte) sowie best practice Beispiele. Dieser Präsentation gingen zwei offizielle Besuche und umfangreiche Arbeitsgespräche des Sächsischen Ausländerbeauftragten im April 2016 sowie im März 2017 im Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau mit den polnischen Integrationsbeauftragten voraus. Beide Seiten haben den Gegenbesuch in Dresden langfristig vorbereitet und inhaltlich abgestimmt. Unter den vorgestellten Projekten waren ein strukturiertes Programm zu Ächtung und Entfernung von Hassparolen im Stadtgebiet, ein Partnerprojekt für Sprachtandems mit über 80 unterstützenden Cafés, Vereinen und Restaurants und ein Trainingsprogramm für die ehrenamtlichen »Botschafter des Dialoges« in Breslau. Besonders beeindruckte die sächsischen Zuhörer der selbstverständliche Umgang mit Multikulturalität in Breslau. Sachsen und die Partnerregion Niederschlesien sind mit diesen Gesprächsprojekten wieder ein Stück näher zusammengerückt. Die polnischen Gäste haben die sächsischen Kollegen/innen zur 5. Bildungsmese 2019, die wiederum mit dem Verbindungsbüro in Breslau, der Europäischen Kommision u. a. organisiert wird, nach Breslau eingeladen.

18.04.2018 – Verbindungsbüro präsentiert sich im Sejmikausschuss der Wojewodschaft Niederschlesiens

Auf Einladung des Ausschusses für grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Niederschlesischen Parlament Sejmik, stellte der Leiter des Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen in Breslau, Herr Uwe Behnisch, am 18. April 2018 in einer zweisprachigen Präsentation die Aufgaben und Ziele sowie die Ergebnisse und Planungen des Verbindungsbüros vor. In einer anschließenden Fragestunde ging Uwe Behnisch auf die Fragen der Abgeordneten ein. Die Ausschussteilnehmer zeigten sich beeindruckt von der Präsentation und dem Engagement der Mitarbeiter/innen des Verbindungsbüros und der Präsenz der Sächsischen Staatskanzlei mit diesem Büro in Breslau. Die Vorsitzende des Ausschusses Frau Anna Horodyska ging in ihrem abschließenden Statement auf die zahlreichen Projekte, Ideen und Veranstaltungen des vergangenen Jahres ein und würdigte vor allem die Persönlichkeit und Offenheit des Büroleiters.

17.04.2018 – Kulturmittler-Treffen

Am 17. April 2018 fand in der St. Hedwig Stiftung Muhrau/Morawa in der Nähe von Breslau ein weiteres Kulturmittler-Treffen des Deutschen Generalkonsulats statt.
Gastgeber war die gleichnamige Stiftung unter dem Vorsitz von Frau Melitta Sallai und Frau Marzena Muszyńska-Szwegler. An diesem turnusmäßigen Projekt- und Meinungsaustausch beteiligen sich zahlreiche Institutionen und Verbände, so u. a. auch das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen, das Goetheinstitut Krakau, das Institut für Auslandsbeziehungen, das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit in Gleiwitz und Oppeln, die Stiftung Kreisau für europäische Verständigung, die Sozial-Kulturellen Gesellschaften u. v. a. m.

Dieses Treffen dient der Förderung und Entwicklung grenzüberschreitender Projekte im Kultur- und Sprachbereich und der politischen Bildung. Vor allem aber soll die Stiftung Muhrau als internationales Begegnungszentrum für Kinder und Jugendliche mit derartigen Veranstaltungen stärker in das Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt und damit bekannter gemacht  werden. Schloß Muhrau/Morawa ist ein idealer Ort für den deutsch-polnischen Jugend– und Schüleraustausch und beherbergt auch einen Kindergarten nach dem pädagogischen Prinzip von Maria Montessori.  

05.04.2018 – Jugendorchester auf Europatournee in Dresden und Breslau

Das Jahr 2018 und die 100-jährige Wiederkehr der entscheidenden geschichtlichen Wendung des 20. Jahrhunderts in Polen hat bei der dramaturgischen Konzeption dieses Projektes eine wichtige Rolle gespielt. Es war Claudio Abbados Idee, der nächsten Generation europäischer Spitzenmusiker frühzeitig die Gelegenheit zu geben, mit hervorragende Dirigenten und Solisten unserer Zeit gemeinsam zusammenzuarbeiten und in den großen Konzertsälen der Welt aufzutreten. Jedes Jahr bewerben sich über 2.000 talentierte junge Musiker aus allen europäischen Ländern für die Teilnahme an diesen Projekten. Das Gustav Mahler Jugendorchester aus Wien ist das einzige internationale Jugendorchester, das Mitgliedern aus ganz Europa offensteht.
Besonders mit der Sächsischen Staatskapelle bestehen intensive Arbeitsbeziehungen im Hinblick auf die Ausbildung und die Förderung des musikalischen Nachwuchses. So sind einige »Absolventen« des Jugendorchesters aus Wien inzwischen  auch Mitglieder der Sächsischen Staatskapelle. Diese künstlerische Kooperation zwischen Sachsen und Wien war der Impuls für eine Europatournee im April 2018, die beginnend in Dresden über Luxemburg, Italien, Österreich, Spanien, Portugal und auch in Breslau/Wroclaw Station machen sollte. An dieser programmatischen und logistischen Herausforderung hat sich das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau/Wroclaw gemeinsam mit dem Generalsekretär des Orchesters, Herrn Alexander Meraviglia-Crivelli, dem Honorarkonsul der Republik Österreich in Breslau/Wroclaw, dem Außenministerium der Republik Österreich, dem Kulturforum der Republik Österreich in Warschau und dem Direktor des Nationalen Musikforums Breslau/Wrocław, Herrn Andrzej Kosendiak, maßgeblich beteiligt. Das Konzert fand dank dieser großartigen Zusammenarbeit am 5. April 2018 in Breslau/Wrocław statt und war die erste Begegnung dieser jungen Musiker mit der sächsischen Partnerregion in Polen.
Dirigiert wurde es von dem jungen Schweizer Lorenzo Viotti. Er wurde vom Opera Award 2017 als »Newcomer« des Jahres gekürt. Lisa Batiashvili aus Georgien, die Solistin des Abends, wurde von der Londoner Times als »vollkommene Musikerin« bezeichnet und gehört zu den besten Geigerinnen der Gegenwart. Das polnisch-französische Programm bot selten zu hörende Meisterwerke und wurde jubelnd mit Standing Ovations aufgenommen. (Witold Lutoslawski Sinfonie Nr. 1, Karol Szymanowski Violinenkonzert Nr. 1, Claude Debussy »Images pour Orchestre«).

Das Nationale Musikforum gehört zu den modernsten Konzerthäusern in Europa. Es wurde im September 2015 eröffnet. Die Sächsische Staatskapelle gastierte im Juni 2016 zum 5-jährigen Jubiläum des Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen ebenfalls zum ersten Mal in diesem beeindruckenden Konzertsaal.

04.-06.04.2018 – Umweltminister Schmidt in Warschau bei polnischer Regierung

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Bildmitte: Staatsminister Thomas Schmidt und stellvertretende Generalkonsulin Christiane Botschen  © Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau

EU-Themen standen im Zentrum der Gespräche

Vom 4. bis 6. April 2018 besuchte Herr Staatsminister Thomas Schmidt Polen. Die Reise führte in die polnische Hauptstadt Warschau sowie ins niederschlesische Breslau. Am 4. April 2018 eröffnete Schmidt gemeinsam mit Vizemarschall Jerzy Michalak die erste simul+Werkstatt im Ausland. Ziel der mit über 100 Teilnehmern aus Wirtschaft und Wissenschaft außerordentlich gut besuchten Veranstaltung war es, diese Akteure zu Gesprächen über gemeinsame Projekte zusammenzuführen.

In Warschau weilte Staatsminister Schmidt auf Einladung des Unterstaatssekretärs im Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Dr. Ryszard Zarudzki. Mit ihm führte er einen Gedankenaustausch zu Fragen der EU-Agrarpolitik. Einer der zentralen Punkte war die Initiative ELER-Reset, die von polnischer Seite unterstützt wird. Ferner traf Schmidt mit dem für Interreg zuständigen Unterstaatssekretär Adam Hamryszczak, Ministerium für Investitionen und Entwicklung sowie hochrangigen Vertretern des Ministeriums für Umwelt zusammen.

22.03.2018 – Eröffnung der Wanderausstellung »Vergessene Opfer der NS-Euthanasie«

Im Rahmen des Publikationsprojektes »Topographie der Shoah in Breslau / Wrocław 1933–1949« der Technischen Universität Dresden und der Universität Breslau hat die Stiftung Sächsische Gedenkstätten gemeinsam mit der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein das Ausstellungsprojekt »Vergessene Opfer der NS-Euthanasie – Die Ermordung schlesischer Anstaltspatienten 1940–1945« im Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen am 22. März 2018 im Rahmen einer zweisprachigen Wanderausstellung eröffnet.

Der Leiter der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein, Dr. Boris Böhm, würdigte das große Engagement, die ideelle und finanzielle Unterstützung des Freistaates Sachsen bei der wissenschaftlichen Aufarbeitung dieses Kapitels Deutscher Geschichte: »Bei der Forschungsarbeit und der namentlichen Erfassung der Opfer offenbarte sich frühzeitig die Einbeziehung der schlesischen Anstalten in die Krankenmorde von Pirna, ohne dass diese bereits systematisch erforscht werden konnten.« Unterstützt wurde diese Arbeit durch Briefe und Dokumente Hinterbliebener. »Eine große Hilfe war dabei auch ein von der DDR Staatssicherheit der Forschung entzogener Bestand von über 30.000 Krankenakten von Opfern der NS Krankenmorde, in dem sich auch schlesische Patientenakten befanden.« In mehrjähriger Recherche konnte durch die Gedenkstätte geklärt werden, dass allein über 2.500 Menschen aus Schlesien zwischen 1941–1945 den Krankenmorden in Sachsen zum Opfer fielen.

Die Wanderausstellung berichtet über diese vergessene Geschichte u. a. auch in der KZ Gedenkstätte Gross-Rosen in Niederschlesien und später in Zgorzelec. Weitere Ausstellungsorte sind im Gespräch.

Gäste der feierlichen Ausstellungseröffnung waren u. a. die Generalkonsulin der Bundesrepublik Deutschland, Ulrike Knotz, der Abgeordnete des Niederschlesischen Landtags (Sejmik), Jacek Pilawa, die Prorektorin der Universität Breslau, Prof. Dr. Iwona Bartoszewicz, der Bevollmächtige des Niederschlesischen Zentrums für Psychische Gesundheit, Prof. Dr. Andrzej Kiejna sowie Juniorprofessoren und Doktoranden europäischer Universitäten. Musikalisch begleitet wurde die Vernissage von der Musikerin und Ehrenbürgerin Breslaus, Bente Kahan.

07.–08.03.2018 – Internationale Bildungsmesse mit sächsischem Akzent

Am 7. und 8. März 2018 fand die 4. Bildungsmesse der Stadt Breslau und der Europäischen Kommission zum Thema »Interkultureller Dialog« im Oratorium Marianum der Universität Breslau statt. 
Zum zweiten Mal beteiligte sich auch der Freistaat Sachsen, vertreten durch sein Verbindungsbüro, an dieser viel beachteten Veranstaltung. In diesem Jahr waren es sogar zwei Tage, um noch mehr sächsische Bildungsprojekte, deren Methoden und Experten aus der Partnerregion kennenzulernen. Die Stadt Breslau hatte gemeinsam mit dem Verbindungsbüro ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Messeprogramm vorbereitet, das sich in diesem Jahr besonders der Empathie, der Offenheit und der Toleranz bzw. der Integration in der frühkindlichen Entwicklung und im späteren Schulalltag widmete.

Die polnischen Partner waren sehr an den Präsentationen und Gesprächen sächsischer Bildungsträger interessiert. Die Koordinatorin für den Interkulturellen Dialog der Stadt Breslau, Frau Manuela Pliźga-Jonarksa und der Leiter des Verbindungsbüros, Uwe Behnisch, eröffneten den 2. Messetag gemeinsam in der Landesprache. Eine besondere Überraschung bot der Rektor der Universität Wrocław, Herr Prof. Dr. Adam Jeziersky. Nach seiner Begrüßung als Hausherr setzte er sich spontan an die Orgel des Oratorium Marianum und spielte zu Ehren der sächsischen Gäste eine Etüde von Johann Sebastian Bach.

Dieser grenzüberschreitende Perspektivwechsel wurde von dem wohl bekanntesten Deutschen in Polen oder auch bekanntesten Polen in Deutschland, dem Schauspieler und Autor, dem Görlitzer Brückepreisträger, Steffen Möller, moderiert. Er war auch an der konzeptionellen Vorbereitung dieser Messe beteiligt.

An der deutsch-polnischen Debatte beteiligten sich u. a. die sächsische Staatsministerin für Integration und Gleichstellung, Frau Petra Köpping, der Präsident des Breslauer Stadtrates, Herr Dr. Jacek Ossowski, die Leiterin des Kraszewski Museums Dresden, Frau Joanna Magacz und die Geschäftsführerin der Europaschule Zgorzelec, Frau Katarzyna Hübner.

Höhepunkt und Abschluß dieser 2-tägigen Leistungsschau der Ideen, Methoden und Perspektiven waren praktische Beispiele der interkulturellen, sprachlichen und methodischen Zusammenarbeit aus Niederschlesien und Sachsen. Die Sächsische Staatsoper stellte ihr erfolgreiches Projekt »Choralarm« vor, das mit 40 Breslauer Schülern unterschiedlicher Nationalitäten einen Tag vor der Messe einstudiert wurde. Dieses Projekt wird seit einigen Jahren an Dresdner Schulen erfolgreich mit Chorsängern der Semperoper praktiziert und dient u. a. der musischen Bildung bzw. der Talenteförderung. Der Dresdner Theaterregisseur, Dr. Stephan Reher, erarbeitete ebenfalls zwei Tage vor der Messe mit jungen und älteren Breslauern verschiedener Nationalitäten in einem Theaterworkshop Straßenszenen zwischenmenschlicher Beobachtungen. Die Premiere dieses internationalen Projektes rundete die Bildungsmesse mit dem Blick nach Sachsen ab. Kontakt- und Kooperationsanfragen aus der Partnerregion ließen nicht lange auf sich warten.

 

01.03.2018 – Antrittsbesuch des Ministerpräsidenten in Breslau

Foto des Arbeitsgespräches
Arbeitsgespräch zwischen den Niederschlesischen Gastgebern und der Sächsischen Delegation unter Leitung des Marschalls Cezary Przybylski und Ministerpräsident Michael Kretschmer  © Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau

Am 1. März 2018 reiste Sachsens Ministerpräsident, Michael Kretschmer, zu politischen Gesprächen nach Breslau.
Bei dem Besuch traf er mit dem Marschall der Wojewodschaft Niederschlesien, Cezary Przybylski, sowie dem Vize-Wojewoden von Niederschlesien, Kamil Krzysztof Zieliński, zusammen.

Es war der erste offizielle Besuch Michael Kretschmers als Ministerpräsident in Breslau. Thematisch ging es unter anderem um die seit fast zwei Jahrzehnten bestehende Regionalpartnerschaft zwischen Sachsen und Niederschlesien, den grenzüberschreitenden Bahnverkehr und den Stand und die Zukunft der EU-Förderung für grenzüberschreitende Projekte.

Der Regierungschef betonte: »Gute und enge Beziehungen zu unseren Nachbarn hier im Herzen Europas sind wichtig für beide Seiten. Mir ist es ein persönliches Anliegen, dass die über Jahre gewachsenen Kontakte gerade auch zu Niederschlesien gepflegt und weiter ausgebaut werden. Dazu können direkte Begegnungen und der Austausch wie in dieser Woche beitragen.«

Erste Auslandsreise des neuen Europaministers und erstes Neujahrskonzert in der Partnerregion Niederschlesien

Der Freistaat Sachsen will die guten Kontakte zu den polnischen Nachbarn, insbesondere zu den Partnerregionen Niederschlesien und Lebuser Land, weiter ausbauen.

Dazu beigetragen hat am 10. Januar 2018  ein besonderes Konzert in der Breslauer Synagoge zum Weißen Storch. Musiker der Sächsischen Staatskapelle gaben ein Konzert u.a. mit Werken von Wolfgang Amadeus  Mozart und  Ignazy Paderewski und Johann Strauß.

Grußwort und Rückblick

In seinem Grußwort würdigte der Chef der Staatskanzlei und Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten Oliver Schenk das große Engagement der Mitarbeiter/innen des Verbindungsbüros, der Wojewodschafts- und Marschallämter, der Stadtverwaltung und des Generalkonsulats in der Zusammenarbeit.

So hatte das Verbindungsbüro des Freistaates gemeinsam mit seinen deutschen und polnischen Partnern im vergangenen Jahr mehr als 25 Veranstaltungen organisiert, zu denen insgesamt rund 1.500 Besucher kamen.

Dazu gehörten auch eine Innovationskonferenz, bei der es um Elektromobilität und neue Werkstoffe ging, und eine vielbeachtete Konferenz zum 500-jährigen Jubiläum der Reformation.

Die Generalkonsulin Ulrike Knotz unterstrich die besondere Rolle des Freistaates Sachsen in den deutsch-polnischen Beziehungen und die Bedeutung des Verbindungsbüros bei der Entwicklung von Projekten und neuen Veranstaltungsformaten.

Großartige Geste

Der Vorsitzende des Breslauer Stadtrates Dr. Jacek Ossowski bedankte sich beim Freistaat Sachsen für die großartige Geste, mit diesem ersten Neujahrskonzert auch die Breslauer Öffentlichkeit mit einzubeziehen.

Das Publikum in der überfüllten Synagoge bedankte sich mit langanhaltendem Beifall und Bravorufen bei den Musikern, die allen Konzertbesuchern – in polnischer Sprache – ein glückliches Neues Jahr wünschten und sich, wie beim traditionellen  Neujahrskonzert in Wien, mit dem Radetzky-Marsch verabschiedeten.

An das Konzert schloss sich im Verbindungsbüro des Freistaates für ca. 150 geladene Gäste aus Kultur, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft ein Neujahrsempfang mit dem Überraschungsgast »August der Starke« und dem jungen polnischen Jazzpianisten Jonasz Wiewiór an.

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