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Termine und Veranstaltungen

Vorbereitungsklassen ab neuem Schuljahr auch in Wrocław

Die Stadt Wrocław hat im Ergebnis der 3. Internationalen Bildungsmesse (6. und 7. März 2019), die gemeinsam mit dem Verbindungsbüro und zahlreichen sächsischen Bildungsträgern aber auch tschechischen Projektpartnern vorbereitet und durchgeführt wurde, das sächsische Modellprojekt der »Vorbereitungsklassen« übernommen und ein eigenes Format daraus entwickelt, welches an sieben Wrocławer Schulen ab September 2019 eingeführt wird.

Der Aufruf der Städtischen Entwicklungsgesellschaft Wrocław (WCRS) dazu lautet:

»Kommt Ihr Kind aus einem anderen Land und lernt an einer Schule in Breslau? Befürchten Sie, dass die Sprache dann ein Hindernis für das Lernen sein wird? Melden Sie Ihr Kind in der Vorbereitungsklasse an! Der Vorbereitungskurs richtet sich an Kinder, die ihren Unterricht in einer polnischen Schule beginnen. Das Angebot richtet sich an fremdsprachige Kinder – einschließlich Ausländer und Kinder, die nach der Auswanderung nach Polen zurückkehren. In der Vorbereitungsklasse haben Kinder eine größere Anzahl von Kursen auf Polnisch. Sie lernen alltägliche Kommunikation, aber auch Wörter und Ausdrücke aus Mathematik, Natur, Geschichte und anderen Schulfächern. Sie lernen die polnische Kultur kennen, nehmen an thematischen Lektionen und Integrationsaktivitäten teil und lernen die Stadt besser kennen. Gleichzeitig verliert das Kind kein Jahr, weil es den Kernlehrplan für sein Niveau umsetzt! Weitere Informationen erhalten Sie direkt an den am Projekt beteiligten Schulen.«

Informationen zum Vorbereitungsunterricht und eine Liste der Schulen finden Sie unter folgendem Link (englisch, polnisch und ukrainisch):

22.06.2019 – Sorbisches Nationalensemble beim Festival der Kulturen in Breslau

Ein weiterer Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 20-jährigen Regionaljubiläum zwischen dem Freistaat Sachsen und der Wojewodschaft Niederschlesien war am 22. Juni 2019 ein Gastspiel des Sorbischen Nationalensembles beim Festival Kaleidoskop Kultur im Altstadtpark Wrocław/Breslau, dem jährlich stattfindenden Volksfest der Kulturen.

Zur Eröffnung bedankte sich der Wrocławer Stadtpräsident, Jacek Sutryk, bei allen Mitveranstaltern für die großzügige Unterstützung zum Regionaljubiläum mit dem besonderen Gastgeschenk des Sorbischen Nationalensembles. Der Leiter des Verbindungsbüros Uwe Behnisch unterstrich in seinem Grußwort die Besonderheit der sächsisch-niederschlesischen Partnerschaft und die Einmaligkeit der sorbischen Sprache und Kultur als Brücke in die Nachbarregion.

Neben Ensembles und Chören aus der Ukraine, aus Griechenland, aus Weißrußland, aus Indien, der Sinti und Roma, der Deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaft (Deutsche Minderheit) u.a., die in Breslau leben, präsentierte sich das Sorbische Nationalensemble als Gast mit Tanzgeschichten und Chören und präsentierte sich als musikalischer Botschafter der Nachbarregion. Das Gastspiel wurde mit großer Begeisterung und stehenden Ovationen aufgenommen.

In den internationalen Pavillons wurden regionale Produkte, Wettbewerbe und interkulturelle Workshops zum Mitmachen angeboten. Das Festival Kaleidoskop Kultur ist im 12. Jahr seines Bestehens nicht mehr aus dem Stadtbild wegzudenken, so Stadtpräsident Sutryk. Wrocław veranstaltete dieses Open Air Festival wiederum gemeinsam mit vielen internationalen Partnern, Verbänden Stiftungen und Organisationen. Die kulturelle und sprachliche Vielfalt der »Kulturhauptstadt Europas 2016« macht sie zu einem beliebten Reiseziel, einem Ort der Lebensfreude, einer Stadt der Begegnung mit einer wechselvollen Geschichte und damit zu einer Metropole der Kulturen der Welt.

18.06.2019 – Deutsch-Polnischer Verflechtungsraum in Brüssel

Im Rahmen der 20-jährigen Regionalparterschaft von Sachsen und Niederschlesien veranstaltete das Regionalbüro der Wojewodschaft Niederschlesien in Brüssel und das Sachsen-Verbindungsbüro Brüssel am 18. Juni 2019 erstmals gemeinsam einen Expertenvortrag mit einer Debatte zum Deutschen-Polnischen Verflechtungsraum.

Das Gemeinsame Zukunftskonzept 2030 für den deutsch-polnischen Verflechtungsraum ist eine raumplanerische Vision, die zeigt, wie die Anrainerregionen auf beiden Seiten der Oder und der Lausitzer Neiße 2030 aussehen sollen. Es wurde seit 2014 durch den Ausschuss für Raumordnung der Deutsch-Polnischen Regierungskommission für regionale und grenznahe Zusammenarbeit (kurz: Deutsch-Polnischer Raumordnungsausschuss) erarbeitet und ist ein Beitrag zur Umsetzung der Vereinbarungen zur guten Nachbarschaft und freundschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Polen.

Gäste dieser ersten niederschlesisch-sächsischen Veranstaltung im Sachsen-Verbindungsbüro Brüssel waren die hochrangigen Experten Dr. Katharina Erdmenger von der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Europäischen Union und ehemalige Co-Vorsitzende des Ausschusses für Raumordnung der Deutsch-Polnischen Regierungskommission für regionale und grenznahe Zusammenarbeit und Dr. Maciej Zathey, Direktor des Instituts für Territorialentwicklung der Wojewodschaft Niederschlesien.

Der sächsisch-niederschlesische Dialog wurde aus Berlin-Brandenburgischer Perspektive durch den Vertreter der gemeinsamen Landesplanungsabteilung Herrn Detlef Herz ergänzt.

Der Leiter des Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen in Breslau, Uwe Behnisch, moderierte die anschließende Debatte, die, aufgrund des Alleinstellungsmerkmals in Mittelosteuropa, großes Interesse bei den internationalen Gäste des Abends fand.

Die Botschaft des Abends: Der deutsch-polnische Verflechtungsraum schafft die Grundlagen für eine verbesserte Verkehrsinfrastruktur zur Ansiedlung von Wirtschaft, Menschen und Sprachen.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem beigefügten Link.

13.-14.06.2019 – Deutsch-Polnische Medientage in Breslau

Die 12. Deutsch-Polnischen Medientage fanden in diesem Jahr mit 220 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vom 13. bis 14. Juni im Niederschlesischen Filmzentrum DCF in Breslau statt. Vertreterinnen und Vertretern aus Medien und Politik beider Länder nutzten die Möglichkeit, über Veränderungen auf der politischen Bühne der EU-Länder zu diskutieren. Der Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Sächsischen Staatskanzlei, Oliver Schenk, diskutierte mit dem Staatssekretär für Internationale Beziehungen des Landes Brandenburg, Thomas Kralinski, dem Vertreter des Marschalls der Wojewodschaft Niederschlesien, Dr. Maciej Zathey und den Journalisten im Publikum über das Thema »Zerfällt Europa?«. Die anschließenden Workshop-Themen setzten sich mit den aktuellen journalistischen und politischen Themen in Deutschland und Polen z. B. den Herausforderungen im Journalismus bei der  Energiepolitik, dem Framing und Big Data auseinander.

Den feierlichen Höhepunkt der Medientage setzte die Verleihung des Deutsch-Polnischen Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreises 2019. Die Jurys hatten dafür im März in Berlin und Warschau 27 Beiträge nominiert. Die Ehrung in den fünf Kategorien erfolgte bei einer Festveranstaltung am Donnerstagabend auf Schloss Topacz nahe Breslau, die von der gastgebenden Wojewodschaft Niederschlesien organisiert und inszeniert wurde. Die Gewinner des Deutsch-Polnischen Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreises 2019 sind: Urszula Ptak, Krytyka Polityczna (Print); Pia Rauschenberger, Deutschlandfunk Nova (Hörfunk); Natalie Steger und Milena Drzewiecka, Phoenix Dokumentationen (Fernsehen); Małgorzata Jurgiel, Polskie Radio Szczecin S.A. (»Journalismus in der Grenzregion«). In der Kategorie Multimedia gewann der Beitrag von Helene Bienvenu und Kasia Strek vom Portal Cafébabel – das Europamagazin.

Der Marschall der Wojewodschaft Niederschlesien, Cezary Przybylski sagte bei der Verleihung: »Ich freue mich sehr darüber, dass die Gala des diesjährigen Wettbewerbs um den Deutsch-Polnischen Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreis in Breslau in Niederschlesien stattfindet. In einer Region, in der wir seit Jahren sehr gute Beziehungen zu unseren Nachbarn und Freunden aus Deutschland aufbauen. Vieles verbindet uns, sowohl  Geschichte als auch Gegenwart und gemeinsam bauen wir die Zukunft eines geeinten Europas.«

Das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen hat den teilnehmenden Journalisten aus Deutschland und Polen – im Begleitprogramm der Medientage – die historischen und aktuellen Highlights von Breslau präsentiert.

03.06.2019 – Museumsdialog

Uwe Behnisch während der Präsentation  © Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau

Am 3. Juni 2019 weilten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Städtischen Museen Dresden zu einem Arbeitsbesuch in Breslau. Unter Leitung des Direktors Dr. Gisbert Porstmann und der Direktorin Dr. Erika Eschebach empfing der Leiter des Verbindungsbüros, Uwe Behnisch, die Muselogen, Archäologen, Historiker und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Dresdner Museen zu einer Projektpräsentation und einem Diskurs zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen. Dabei standen vor allem die Veranstaltungen im Jubiläumsjahr der Regionalpartnerschaft im Mittelpunkt. Im weiteren Verlauf wurden auch gemeinsame Ideen in Vorbereitung des Jubiläums der sogenannte »Orangenen Revolution« und den Anteil Polens an den Ereignissen vom Herbst 1989 diskutiert. Das Verbindungsbüro wird sich daher an einem Ausstellungsprojekt der Städtischen Museen Dresden beteiligen und diese auch im kommenden Jahr in Breslau präsentieren.

Weitere Programmpunkte waren ein Arbeitsbesuch im Stadtmuseum Breslau unter Leitung seines verdienstvollen Direktors Dr. Maciej Łagiewski, ein Besuch im rekonstruierten OPENHEIM HAUS am Salzplatz sowie eine Stadtführung.

01.06.2019 – 20-jährige Regionalpartnerschaft Sachsen-Niederschlesien – Tag der offenen Tür im Generalkonsulat

Am 1. Juni fand bei herrlichem Sommerwetter im Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland ein besonderer Tag der offenen Tür für die ganze Familie statt. Das 20-jährige Regionaljubiläum Sachsen-Niederschlesien war ein willkommener Anlass, sächsische Projektpartner, deren Kreativität und Ergebnisse sowie Künstler der deutsch-polnischen Zusammenarbeit in das »Schaufenster« der Auslandsvertretung zu stellen.

Mit dabei waren u. a. das Verbindungsbüro, das Kraszewski Museum Dresden, die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH, das INTERREG Sekretariat, die Tourismus Marketing Gesellschaft (TMGS) aber auch Partner aus Berlin-Brandenburg, wie z. B. die Deutsche Bahn mit dem Kulturzug Projekt und Vertreter der deutsch-polnischen Polizei und des Zollschutzzentrums u.v.a.m.. Sport, Spiel und Wissenswettbewerbe sorgten für reichlich Abwechslung und fanden regen Zuspruch. Zahlreiche Sponsoren sorgten für das leibliche Wohl der 700 Besucher. Für künstlerische Höhepunkte sorgten die Breakdancer THE SAXONZ, interaktive Musikimprovisationen mit Sascha Mock (Percussion) sowie tänzerische Improvisationen mit Katja Erfurth, musikalisch begleitet von Sascha Mock und Florian Meyer (Violine).

Zeitgleich präsentierte sich Sachsen anlässlich des Internationalen Kindertages im Breslauer Kultur- und Bildungszentrum FAMA mit dem Kindertanzstück »Käthy im Wunderland« frei nach Lewis Carolls »Alice hinter den Spiegeln«. Am Nachmittag tanzten THE SAXONZ dann – im Rahmen des jährlich stattfindenden lukullischen Festivals »Europa auf der Gabel« – mitten auf dem Rynek vor dem Verbindungsbüro und begeisterten Tausende Gäste und Besucher der Stadt. Der Tag der offenen Tür und Internationale Kindertag fand um 20:00 Uhr in der St. Christophori Kirche mit einem Benefizkonzert (Werke von Johann Sebastian Bach) einen würdigen Abschluss.

27.-28.05.2019 – 20-jähriges Jubiläum der Gemeinsamen Erklärung über die Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Wojewodschaft Niederschlesien

Am 17. September 1999 unterzeichneten Ministerpräsident Prof. Biedenkopf und Marschall Prof. Waszkiewicz eine Gemeinsame Erklärung. Diese Unterzeichnung und damit die Regionalpartnerschaft zwischen Sachsen und Niederschlesien jährt sich 2019 zum 20. Mal.

Aus diesem Anlass traf sich am 28. Mai 2019 das Sächsische Kabinett mit dem Vorstand der Wojewodschaft Niederschlesien in Breslau, um Bilanz der bisherigen Arbeit zu ziehen und Perspektiven für die Zukunft festzulegen.

Die Zusammenarbeit mit Niederschlesien ist die engste Regionalpartnerschaft des Freistaates. Bei dem Treffen unterzeichneten beide Regierungen ein »Kommuniqués über die Perspektiven der Regionalpartnerschaft«, dass zur weiteren Vernetzung Sachsens und Niederschlesiens beiträgt und die Zusammenarbeit beider Regionen weiterentwickelt.

Auf dem Arbeitstreffen beschlossen beide Kabinette die Basis der zukünftigen Zusammenarbeit des Freistaates Sachsen und der Wojewodschaft Niederschlesien. Dazu gehört im Wesentlichen:

  • die Intensivierung der gegenseitigen Kontakte und Vertretung der Regionen;
  • die Nutzung des wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Potenzials der Regionen für Innovation und Wachstum;
  • die Intensivierung der Zusammenarbeit im Rahmen der europäischen Förderinstrumente;
  • die Zusammenarbeit in den Bereichen Infrastruktur und Verkehr;
  • die Mitarbeit in den Bereichen Bildung, Kultur, Touristik und Sport;
  • Kooperationen in den Bereichen Landwirtschaft, Umweltschutz und Naturerbe
  • die Verbesserung des Sicherheitsniveaus im Grenzraum;
  • eine verstärkte Zusammenarbeit in der Raumplanung

Im Anschluss gaben der Marschall der Wojewodschaft Niederschlesien, Cezary Przybylski und Ministerpräsident Michael Kretschmer einen Empfang für Akteure der sächsisch-niederschlesischen Zusammenarbeit.
Bereits am Vorabend spielte die Sächsische Staatskapelle Dresden mit dem österreichischen Pianisten Rudolf Buchbinder ein Festkonzert im Nationalen Musikforum Breslau, gefolgt von einem Empfang des Chefs der Staatskanzlei, Oliver Schenk.

23.05.-28.06.2019 – Diplomausstellung der Kunstakademie Breslau im Verbindungsbüro

Im Rahmen der 20-jährigen Regionalpartnerschaft präsentierte die Akademie der Schönen Künste Breslau vom 23. Mai bis 28. Juni 2019 Diplomarbeiten von 4 Absolventen im Verbindungsbüro.

In seinem Grußwort zur Vernissage würdigte der Rektor Prof. Piotr Kielan die zahlreichen Initiativen des Verbindungsbüros, die Kreativität seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die großartige Unterstützung durch die Sächsische Staatskanzlei. Das Verbindungsbüro ist in Breslau nicht mehr wegzudenken. Es erfülle ihn mit Stolz, dass die Akademie der Schönen Künste im Rahmen der Feierlichkeiten des Regionaljubiläums und der gemeinsamen Kabinett- und Vorstandssitzung der beiden Regierungen am 28. Mai 2019, Diplomarbeiten der Künstler Jarosław Grulkowski, Łukasz Huculak, Anna Kołodziejczyk und Kamil Moskowczenk am Rynek präsentieren kann. Der Vizestadtpräsident sei dankbar für den kurzen Draht nach Sachsen und die Kreativität und Offenheit des Verbindungsbüros.

Für die beispielhafte Zusammenarbeit zwischen der Breslauer Kunstakademie, der Hochschule für Bildende Künste Dresden und weiteren Projektpartnern in Sachsen (z. B. Stadt Görlitz) haben die polnischen Künstler daher einen symbolischen Ausstellungtitel gewählt – »BERÜHRUNG«.

18.05.2019 – Standing Ovations zum Abschlusskonzert von CHORALARM

Seit drei Jahren fordert CHORALARM / UWAGA Chór 200 Schülerinnen und Schüler zum gemeinsamen, schulübergreifenden Singen auf und überschreitet mittlerweile Grenzen. Schüler und Schülerinnen aus Wrocław/Breslau, Prag und Dresden nahmen in dieser Saison an diesem einzigartigen Projekt der Semperoper und der Felicias und Werner Egerland Stiftung teil. Der Fokus wurde auf die Freude am gemeinsamen Musizieren gelegt, immer im Bewusstsein, dass die drei Nationen mehr verbindet, als trennt und das in der längsten europäischen Friedensperiode.

Am 9. April 2019 präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihr gemeinsames Programm aus instrumentalen und vokalen Improvisationen sowie bekannten Melodien aus Musical und Film auf der Bühne der legendären Semperoper. Am 11. Mai 2019 in der Prager Bethlehem-Kapelle und am 18. Mai 2019 – zum Abschluss der Konzertsaison – in der voll besetzten Philharmonie Breslau im Beisein der Ständigen Vertreterin des Generalkonsuls der Bundesrepublik Deutschland in Breslau, Frau Jana Orlowski.

CHORALARM wurde und wird ermöglicht durch die Felicitas und Werner Egerland Stiftung. Die Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen in Breslau und Prag haben den internationalen Perspektivwechsel gemeinsam mit der Semperoper in Dresden und sehr engagierten Musiklehrerinnen und Musiklehrern aus den drei Partnerregionen möglich gemacht. Der triumphale Erfolg zum Abschlusskonzert in Breslau bestätigt einmal mehr, dass Offenheit, Empathie und Kreativität Menschen zusammenführen kann. 

15.-16.05.2019 – Leiter des Sachsen Verbindungsbüros Brüssel zu Gast in Breslau

Am 15. und 16. Mai 2019 weilte der Leiter des Sachsen-Verbindungsbüros Brüssel, Christian Avenarius, zu einem Arbeitsbesuch in Breslau. Dabei standen aktuell politische Themen vor der Europawahl in der Breslauer Europäischen Kommission ebenso im Mittelpunkt wie projektbezogene Gespräche mit Vertretern des Marschallamtes, der Niederschlesischen Wirtschaftsagentur DAWG und im Verbindungsbüro Breslau. Schon am 18. Juni 2019 werden der Direktor des Instituts für Territoriale Entwicklung der Wojewodschaft Niederschlesien, Dr. Maciej Zathey und der Leiter des Verbindungsbüros Breslau, Uwe Behnisch, in einer öffentlichen Debatte über den polnisch-deutschen Verflechtungsraum im Sachsen-Verbindungsbüro Brüssel aufeinandertreffen.

Der Arbeitsbesuch von Christian Avenarius in Breslau fand durch Vermittlung des Niederschlesischen Verbindungsbüros in Brüssel und des Verbindungsbüros Breslau statt.

Ein Besuch an der Breslauer Kunstakademie rundete die 2-tägige Visite von Herrn Avenarius in der polnischen Partnerregion Niederschlesien ab. 

09.05.2019 – EUROPATAG – Auftakt der Feierlichkeiten zum 20-jährigen Regionaljubiläum Sachsen-Niederschlesien

Am diesjährigen Europatag (9. Mai 2019)  wurde im Altstadtpark von Breslau für die Teilnahme an der Europawahl geworben. Unter Schirmherrschaft der Europäischen Kommission Breslau präsentierte sich u.a. das Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland ebenso wie das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen sowie Verbände, Vereine, NGOs und die in Breslau ansässigen Konsulate anderer Staaten der Breslauer Öffentlichkeit. Höhepunkt des Europatages war der Auftakt einer Reihe Sächsischer Kulturveranstaltungen aus Anlass der 20-jährigen Regionalpartnerschaft mit dem Sächsischen Jugendjazzorchester aus Leipzig. Erstmals präsentierten sich die jungen Musiker und Sänger in der Partnerregion mit eigenen Kompositionen und begeisterte das Publikum trotz Regen. Unterstützt und begleitet vom Sächsischen Musikrat e.V. bedankte sich das Ensemble für die Einladung durch das Verbindungsbüro und die Möglichkeit dieser ersten musikalischen Begegnung in und mit Polen im Rahmen des Regionaljubiläums 2019

24.04.2019 – Verbindungsbüro zu Gast bei Europäischer Kommission Breslau

Am 24. April 2019 veranstalteten erstmals – auf Initiative der Europäischen Kommission in Breslau – das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen, das Deutsche Generalkonsulat, das Goetheinstitut, das Literaturhaus PROZA und die Gesellschaft für kulturelle Gleichheit eine gemeinsame Veranstaltung aus Anlass des Internationalen Tages gegen Homophobie, der am 17. Mai 2019 weltweit begangen wird.

Gäste waren der deutsche Schriftsteller Dr. Lutz van Dijk, der Schauspieler Maciej Tomaszewski und die Aktivistin für Gleichstellungskultur Alina Szeptycka. Präsentiert wurde das jüngst auch in polnischer Sprache erschienene Buch »Verdammt starke Liebe« von Dr. Lutz van Dijk (cbt Verlag, München und Korporacja Ha!art, Krakau). Darin  wird die authentische Liebesgeschichte des polnischen Teenagers Stefan K. und des jungen deutschen Wehrmachtsoldaten Willi G. im Jahre 1939 beschrieben. Die Geschichte dieser Liebe ist auch eine Geschichte von Angst, Schmerz und Ausgrenzung. Der Albtraum endete auch nach der Verurteilung und der Inhaftierung in einem deutschen Straflager nicht mit dem Ende des 2. Weltkrieges. In seinem späteren Leben in Polen schweigt Stefan K. bis er einen Brief an den damaligen Deutschen Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl schreibt. Stefan K. hat seine Lebens- und Leidensgeschichte in den 1990er Jahren dem Schriftsteller Lutz van Dijk anvertraut, bevor er 2003 in Warschau gestorben ist. Nunmehr sollte das Buch – testamentarisch verfügt – veröffentlicht werden. Das Buch – mit 4,5 Millionen verkauften Exemplaren in Deutschland und Polen – ist nach wie vor ein vielbeachtetes Dokument der Zeitgeschichte.

Dr. Lutz van Dijk wurde mehrfach für seine schriftstellerische Arbeit zum Schutz der Freiheit und zur Achtung der Menschenrechte ausgezeichnet. Er erhielt u. a. den Gustav-Heinemann-Friedenspreis. Fragmente dieses Tatsachenberichts wurden vom Schauspieler des Zeitgenössischen Theaters Breslau/Wrocław Maciej Tomaszewski gelesen. In seinem Grußwort bekräftigte der Direktor der Europäischen Kommission in Breslau, Jacek Wasik, die Offenheit der deutschen Partner – vertreten durch das Generalkonsulat, das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen und das Goetheinstitut – bei der Vorbereitung und Durchführung dieser gemeinsamen Veranstaltung. Die zahlreich erschienenen Gäste aller Altersgruppen beteiligten sich sehr einfühlsam an der Debatte und bedankten sich mit starkem Beifall für diesen gesellschaftspolitischen Diskurs. Das Verbindungsbüro hat 10 Exemplare der polnischen Buchausgabe im Rahmen eines Toleranzwettbewerbs u. a. in der Gazeta Wyborcza als Siegerpreise zur Verfügung gestellt. Das Theater in Toruń bereitet nunmehr eine Inszenierung des Textmaterials für 2020 vor.

09.04.2019 – »That’s what friends are for!« – Das internationale ChorALARM-Konzert

Seit drei Jahren fordert ChorALARM Schüler und Schülerinnen zum gemeinsamen schulübergreifenden Singen auf und überschreitet mittlerweile Grenzen. Schüler und Schülerinnen aus Wroclaw, Prag und Dresden nahmen in dieser Saison am Projekt teil. Der Fokus wurde auf die Freude am gemeinsamen Musizieren gelegt, immer im  Bewusstsein, dass die drei Nationen mehr verbindet, als trennt. Am 9. April 2019 präsentieren die Schüler und Schülerinnen ihr gemeinsames Programm aus instrumentalen und vokalen Improvisationen sowie bekannten Melodien aus Musical und Film. ChorAlarm wird ermöglicht durch die Felicitas und Werner Egerland-Stiftung. Wir danken den Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen in Breslau und Prag für die Unterstützung des Projektes.

Künstlerisch-Pädagogische Leitung: Jan-Bart De Clercq und Corinna Stüttgen, Sächsische Staatsoper (Semperoper)

Premiere: Semperoper Dresden am 9. April 2019 um 11:00 Uhr

Preise: 5.- (3.- ermäßigt)

Das Konzert findet am 18. Mai 2019 in Breslau und am 11. Mai 2019 in Prag statt.

27.03.2019 – Verbindungsbüro präsentiert sich im Sejmikausschuss der Wojewodschaft Niederschlesiens

Gruppenfoto
Sejmikausschuß Grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Marek Obrębalski, Vorsitzender und Uwe Behnisch, Leiter des Verbindungsbüros (Bildmitte).  © Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau

Auf Einladung des neuen Vorsitzenden des Ausschusses für grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Niederschlesischen Parlament, Sejmik Marek Obrębalski, stellte der Leiter des Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen in Breslau Uwe Behnisch gemeinsam mit Anna Leniart am 27. März 2019 die aktuellen Aufgaben und Ziele sowie die Planungen des Verbindungsbüros anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Regionalpartnerschaft von Sachsen und Niederschlesien vor. In einer anschließenden Anhörung ging Uwe Behnisch auch auf Fragen der neuen Abgeordneten zu den zurückliegenden Projekten und Veranstaltungen der Sächsisch-Niederschlesischen Zusammenarbeit ein. Darüber hinaus wurden Vorschläge für neue gemeinsame Projekte z. B. im Sport unterbreitet. Die Mitglieder des Ausschusses regten eine Begegnungsreise zu Ihren Kollegen im Europaausschuss des Sächsischen Landtages an. Die Ausschussteilnehmer zeigten sich beeindruckt von der Präsentation und der Präsenz der Sächsischen Staatskanzlei mit dem Verbindungsbüro in Niederschlesien.

14.03.2019 – II. Innovationskongress Industrie 4.0 in der Praxis

Am Donnerstag, 14. März 2019, trafen sich Vertreter der Industrie, der Wissenschaft und der öffentlichen Verwaltung an der Technischen Universität Wrocław. Sie diskutierten die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der Innovation in Niederschlesien. Das Leitmotiv des 2. Innovationskongresses lautete »Industrie 4.0« in der Praxis. Das Treffen wurde gemeinsam von der Technischen Universität Wrocław, der Sonderwirtschaftszone Legnica S.A., der Sonderwirtschaftszone Wałbrzych »INVEST-PARK« zusammen mit Key Novelty sp. Z o.o. organisiert. Während des Kongresses standen vier Schlüsselbedingungen für die erfolgreiche Umsetzung von Industrie 4.0 in Polen im Mittelpunkt:

  • die Umgebung
  • die Menschen
  • die Technologie
  • der Markt

erläuterte Dr. Ing. Tadeusz Lewandowski von der Fakultät für Maschinenwesen und Bevollmächtigter des Dekans für die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft.

Die Veranstaltung sollte in erster Linie die Bedeutung von Industrie 4.0 als Instrument zum Aufbau eines Wettbewerbsvorteils von Unternehmen fördern. Das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen und die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH waren Partner dieser Veranstaltung.

06.-07.03.2019 – Bildung als gemeinsame Interaktion

Interkulturelle Bildung und Erziehung in den Schulen sind der Schlüssel einer erfolgreichen Integration, so das übereinstimmende Fazit der diesjährigen 5. Bildungsmesse in Breslau/Wrocław, die am 6. und 7. März 2019 zum 3. Mal mit einer internationalen Beteiligung von der Stadt Breslau/Wrocław, dem Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen, der Europäischen Kommission, der Universität Breslau/Wroclaw und NGO´s ausgerichtet wurde.

Das diesjährige Messeprogramm war geprägt von den multikulturellen Herausforderungen bei der Integration ukrainischer Kinder, Jugendlicher und Auszubildender in Breslau/Wrocław. Hierzu standen u. a. sächsische und tschechische Erfahrungen aus dem Kindergarten- und Schulalltag, der Schulverwaltung, der Ausbildungsträger, der polizeilichen Praxis und der Politik im Mittelpunkt des zweitägigen Expertentreffens. In Fachvorträgen, Workshops und Debatten wurden z. B. Beispiele, Formen und Methoden des sächsischen Integrationskonzepts für Schüler mit Migrationshintergrund vorgestellt, damit individuelle Bildungschancen für jeden Einzelnen abgesichert werden können.

Weitere Themenschwerpunkte der Messe waren sprachliche Kompetenzen als Voraussetzung für einen erfolgreichen Bildungsweg, Projekte gegen Haßsprache und den Mißbrauch der Sprache im Schulalltag sowie die Rolle Europas in der Bildungspolitik. Die Messe bot die Gelegenheit, bewährte Verfahren in verschiedenen Teilen Europas auszutauschen, innovative Methoden und Konzepte kennenzulernen, Aktivitäten für den interkulturellen Dialog und gegenseitigen Respekt zu entwickeln.

Große Beachtung fand der Workshop im Verbindungsbüro, der sich mit den föderalen schulischen Integrationsmaßnahmen (dem 3-Stufen-Modell) im Freistaat Sachsen auseinandergesetzt hat. In der Vorbereitungsklasse vermittelt demnach der Betreuungslehrer die deutsche Sprache und steuert den individuellen und schrittweisen Übergang in die Regelklassen. Der Unterricht im Fach »Deutsch als Zweitsprache« erfolgt sowohl additiv wie integrativ bis zum Erreichen bildungssprachlicher Kompetenzen. Somit legt Sachsen einen Schwerpunkt auf die sprachliche Bildung mit dem Ziel, die individuellen Bildungschancen jedes Kindes unabhängig von seiner sozialen, ethnischen, kulturellen oder sprachlichen Herkunft zu erhöhen. In vielen Schulen gibt es zudem Angebote für einen herkunftssprachlichen Unterricht. Die Entwicklung zu einer mehrsprachigen Schule wird auch zunehmend durch das Potenzial der zwei- und mehrsprachig aufwachsenden Schüler bestimmt. Somit trägt Schule zum Erwerb interkultureller Kompetenzen im Unterricht aller Fächer und durch außerunterrichtliche Aktivitäten bei.

Sächsische Bildungseinrichtungen verwirklichen darüber hinaus mit Konzepten der interkulturellen Bildung und Erziehung eine Vielzahl internationaler sowie grenzüberschreitender Kooperationen und Initiativen. Vor allem Schulpartnerschaften und Förderprogramme bilden den Rahmen für Projekte und Schüleraustauschmaßnahmen auf der ganzen Welt. In Sachsen existieren über 400 Schulpartnerschaften, wobei die Nachbarstaaten Polen und Tschechien die vordersten Plätze in der Statistik sächsischer Schulpartnerschaften einnehmen.

In den Debatten, die in der Universität Breslau/Wrocław vom Europa-Brücke-Preisträger Steffen Möller moderiert wurden, trafen sich u. a. der Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten Oliver Schenk, der Historiker und Direktor des Willy-Brandt-Zentrums der Universität Breslau/Wrocław Prof. Dr. Krzysztof Ruchniewicz, Schul- und Bildungspolitiker, Pädagogen, Soziologen, Psychologen, Kulturschaffende, Journalisten und Polizisten mit 200 interessierten Teilnehmern aus Polen, Tschechien und Sachsen, die sich erstmals daran interaktiv beteiligen konnten.

In den Debatten wurde u. a. die Rolle von Bildungspolitik, der Medien, der Wissenschaft und Wirtschaft bei der interkulturellen Bildung und die Zusammenarbeit mit den Schulverwaltungen, Schulen und Lehrern diskutiert. Den Abschluss der Messe gestalteten 50 Schülerinnen und Schüler aus dem sächsisch-tschechisch-polnischen Projekt CHORALARM, mit einem musikalischen Einblick in das Chorkonzert, das am 9. April2019 in der Semperoper Dresden Premiere haben wird und danach in Prag und Breslau/Wrocław zu erleben ist.

Die Preisträger eines Wissenswettbewerbs der Bildungsmesse wurden auf Einladung des Kraszewski Museums Dresden und des Verbindungsbüros für ein Wochenende in die Partnerstadt an der Elbe eingeladen. 

Fotohinweis: Eine Fotoserie der zweitägigen Bildungsmesse finden Sie - aus datenschutzrechtlichen Gründen - auf dem nachfolgenden Link.

25.01.2019 – Erstes Auslandsbüro in Zgorzelec

Die Hochschule Zittau/Görlitz (HSZG) hat am 25. Januar 2019 in einem Festakt sein erstes Auslandsbüro in der Görlitzer Schwesterstadt Zgorzelec eingeweiht. Studieninteressierte und deren Eltern aus Polen können sich ab sofort regelmäßig zu den Studienangeboten der Hochschule mit seinen Standorten in Zittau und Görlitz beraten lassen. Dafür steht die interkulturelle und sprachliche Kompetenz der Hochschule mit seinem wissenschaftlichen Mitarbeiter, Tobias Schlüter vom Zentrum für Wissens- und Technologietransfer. Die Außenstelle befindet sich im Schulgebäude DPFA EUROPRYMUS Sp. z o. o., einem europäischen Unternehmen der DPFA Akademiegruppe, der auch die Prof. Dr. Claus Dietz Stiftung aus Zwickau angehört.

Die HSZG erhofft sich dadurch einen besseren Kontakt zu polnischen Kooperationspartnern. Zudem sollen die attraktiven Studienbedingungen der Hochschule Zittau/Görlitz und Erfolgschancen nach einem erfolgreich abgeschlossen Studium vermehrt auch polnischen Bewerberinnen und Bewerbern zugänglich gemacht werden. Der Leiter des Verbindungsbüros, Uwe Behnisch hat in seinem Grußwort unter anderem die Chancen hervorgehoben, die mit der Eröffnung dieses Auslandsbüros für die Standorte Zittau und Görlitz aber auch für polnische Studenten in den Grenzregionen der beiden Partnerwojewodschaften verbunden sind. Das Verbindungsbüro wird die Hochschule bei ihrem Netzwerk mit Rat und Tat unterstützen.

25.01.2019 – Verkehrsplaner in Breslau zu Gast

Gruppenfoto
v.l.n.r.: Hans Jörg Neumann, Götz Walther, Anja Schmitz, Stephan Kühn, Anna Leniart  © Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau

Am 25. Januar 2019 weilte der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag, Stephan Kühn in Begleitung vom Experten für Regional- und Verkehrsplanung, Götz Walther vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen, Thomas Pilz vom Regionalbüro Görlitz und Anja Schmitz, Koordinatorin der Initiative Deutsch-Polnischer Bahnkundenverband in Begleitung des Generalkonsuls der Bundesrepublik Deutschland, Hans Jörg Neumann zu einem informellen Besuch im Verbindungsbüro. 

Während ihres mehrtägigen Besuches in Breslau zeigten die Gäste in einem über zweistündigen Gespräch großes Interesse an den Aufgaben und den damit verbundenen Herausforderungen des Verbindungsbüros in den beiden Partnerregionen Niederschlesien und Lebuser Land. Die Bilanz der zurückliegenden zwei Jahre wurde in einer audiovisuellen Präsentation durch Anna Leniart kommentiert und im anschließenden Dialog mit großem Interesse aufgenommen.

17.01.2019 – Österreich zu Gast im Verbindungsbüro

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Der Honorarkonsul der Republik Österreich in Breslau/Wrocław Herr Dr. Edward Wąsiewicz mit dem Leiter des Verbindungsbüro, Herrn Uwe Behnisch.  © Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau

Der Honorarkonsul der Republik Österreich in Breslau/Wrocław, Herr Dr. Edward Wąsiewicz. war am 17. Januar 2019 zu Gast im Verbindungsbüro am Rynek. Anlass für diesen Neujahrsbesuch war unter anderem die Ausstellung »Entdeckungen« mit Arbeiten von jungen sächsischen Künstlern, die im Rahmen des Neujahrsempfangs am 9. Januar 2019 nunmehr auch der Öffentlichkeit bis zum 27. Februar 2019 präsentiert wird. Der Konsul informierte sich darüber hinaus auch über die Aufgaben der Wirtschaftsförderdung Sachsen GmbH, da er als Unternehmer, Hochschullehrer und Netzwerker zwischen polnischen und österreichischen Firmen vermittelt. Herr Dr. Wąsiewicz würdigte bei seinem Besuch die Kreativität und Offenheit des Verbindungsbüros im Umgang mit Universitäten und Hochaschulen der Region und regte eine Zusammenarbeit auch mit österreichischen Universitäten im Rahmen des diesjährigen Innovationstages an.

09.01.2019 – Neujahrskonzert und Empfang in Breslau/Wrocław

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Regionalpartnerschaft des Freistaates Sachsen und der Wojewodschaft Niederschlesien fand am 9. Januar 2019 ein besonderes Neujahrskonzert in der Synagoge zum Weißen Storch in Breslau/Wrocław statt. Der Einladung der Sächsischen Staatskanzlei mit seinem Verbindungsbüro am Rynek folgten 150 offiziell geladene Gästen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Bildung, Kultur und Religion. Darunter unter anderem der Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Breslau/Wrocław, Herr Hans Jörg Neumann; der Bischof der Diözese Breslau/Wrocław der Evangelisch-Augsburgischen Kirche, Waldemar Pytel; die Ehrenbürgerin der Stadt, Bente Kahan; Landrat Bernd Lange, Präsident des Euroregion Neiße e.V. und vor allem auch über 200 Einwohner der Stadt.

Der musikalische Jahresauftakt stand ganz im Zeichen der Stadt Chemnitz (ehemals Karl-Marx-Stadt). Musiker des Mejo-Quartetts der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz präsentierten ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm von Mozart bis Strauss. Das Quartett ist nach dem Begründer des ersten Städtischen Orchesters in Chemnitz, dem Unternehmer und Dirigenten Wilhelm August Mejo benannt. Mejo gründete bereits 1833 – noch vor den Wiener und Berliner Philharmonikern – eine Städtische Philharmonie, die heute den Namen Robert Schumanns trägt.

In seinem Grußwort unterstrich der Generalintendant der Städtischen Theater Chemnitz, Herr Dr. Christoph Dittrich, die Vorbildfunktion der Kulturhauptstadt Breslau/Wrocław und insbesondere die großartigen kulturellen und künstlerischen Leistungen der Stadt für die Bewerbung von Chemnitz als Kulturhauptstadt im Jahr 2025. Herr Dr. Dittrich verwies in seiner Rede auch auf die zahlreichen internationalen Künstler, die in Chemnitz engagiert sind und ging auf die vielfältigen deutsch-polnischen Kooperationen des Chemnitzer Opernhauses und Theaters im Bereich der Regie, der Musik und der Choreografie ein. Auch das Mejo-Quartett spielte an diesem Abend in einer deutsch-polnischen Besetzung.

Der Gastgeber des Abends, Herr Oliver Schenk, Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Sächsischen Staatskanzlei, würdigte in seiner Ansprache die Leistungen des Verbindungsbüros im vergangenen Jahr mit über 30 Veranstaltungen, Projekten und offiziellen Besuchen sowie über 2.000 Besuchern.

Der Bevollmächtigte des Marschalls der Wojewodschaft Niederschlesien für Internationale Angelegenheiten, Herr Krzysztof Bramorski, ging auf die Vision des Ministerpräsidenten a. D. Prof. Dr. Kurt Biedenkopf ein, der die Regionalpartnerschaft 1999 mit Blick auf die weiteren Ausgestaltung der sächsisch-niederschlesischen Beispielregion in der Mitte Europas initiiert hat.

Der Rektor der Universität Wrocław, Herr Prof. Dr. Adam Jezierski, ging auf die herausragenden wissenschaftlichen Kooperationen mit Sachsen ein, die das Verbindungsbüro im zurückliegenden Jahr wiederum vermitteln konnte. Die Gründung des Wissenschaftsnetzwerkes »WRocławConcept« ist das markanteste Beispiel dafür.

Der zweite Teil des Konzertabends wurde von den polnischen Opernstars Joanna Moskowicz (Sopran) und Rafał Bartmiński (Tenor) mit weltbekannten Operetten- und Musicalmelodien gestaltet. Beide Künstler gehören europaweit zu den herausragendsten Sängern ihres Fachs. Davon konnten sich die über 350 Konzertbesucher aus Sachsen und den beiden Partnerregionen Niederschlesien und Lebuser Land überzeugen, die sich für diese  deutsch-polnische Konzertpremiere mit Standing Ovations bedankten.

In der Passage zur Blauen Sonne, dem Sitz des Verbindungsbüros, wurde anschließend der neue Werbeauftritt der Tourismus Marketing Gesellschaft (TMGS) mit herausragenden Fotoeindrücken des Freistaates Sachsen präsentiert. Latin Jazz aus Wrocław und zeitgenössische Bildende Kunst aus Sachsen, der Maler Danny Linwerk, Bertram Riedel, Martin Paul Müller und Ulrike Pisch bildeten eine ideale Kulisse für Gespräche und neue Projektideen der Gäste des Abends.

15.12.2018 – Brainstorming mit LEO

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Deutsch-Polnische Jugendorganisation der Lions-Clubs  © Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau

LEO ist die Jugendorganisation von LIONS, in der sich deutschlandweit 3.000 junge Menschen zwischen 16 und 30 Jahren in Ihrer jeweiligen Stadt, aber auch überregional engagieren. Der erste LEO-Club wurde 1957 in Pennsylvania, USA, gegründet. Der erste deutsche Club 1970 in Gießen. Bis heute ist diese Zahl auf 176 Clubs mit über 3.000 LEOS angewachsen. In Sachsen gibt es LEOS in Chemnitz, Dresden, Leipzig, Zwickau, Pirna und Bautzen.
Der in Bautzen ansässige LEO-Club war mit Kollegen aus Würzburg, Wolfsburg, Jena und Dresden am 15. Dezember 2018 zu Gast im Verbindungsbüro Breslau.

Mitarbeiter der Stadtverwaltung und des Sportbundes Bautzen, Studenten unterschiedlicher Fachrichtungen und Angehörige der Bundeswehr informierten sich über die aktuelle politische Lage in Polen nach den Regional- und Stadtratswahlen Ende Oktober und diskutierten über kreative und nachhaltige Formen und Möglichkeiten einer noch intensiveren deutsch-polnischen Zusammenarbeit im Jugendbereich. Vor allem in den Grenzregionen zeichne sich ab, inwieweit deutsch-polnische Nachbarschaft zur gelebten Normalität gewachsen ist und was noch zu tun bleibt. Die Aufgeschlossenheit gegenüber der Nachbarsprache öffne nicht nur Türen sondern auch Herzen. LEO Bautzen stellt sich der Nachbarsprache in beispielhafter Weise. Das über zweistündige Brainstorming diente einem Perspektivwechsel und der weiteren Projekt-und Veranstaltungsplanung im Jugend- und Sportbereich zum 20-jährigen Jubiläum der Regionalpartnerschaft des Freistaates Sachsen mit der Wojewodschaft Niederschlesien im kommenden Jahr. Die Begeisterung an diesem Brainstorming hat Spuren hinterlassen, denn die Begegnung im Verbindungsbüro Breslau hat gezeigt, dass Jugendliche sehr wohl am gesellschaftlichen Zusammenhalt der Gesellschaft interessiert sind, das Verbindende suchen und sich als generationsübergreifende Partner der Politik verstanden wissen wollen.

06.12.2018 – Architektonischer Jahresausklang im Kulturerbejahr 2018 – Polnisch Deutsche Begegnungswoche

Auf eine über 800-jährige jüdische Geschichte kann Breslau/Wrocław in seiner über 1000-jährigen Stadtgeschichte zurückblicken. Zwei Denkmale der jüdischen Kultur konnten 2018 in dieser Stadt restauriert und der Öffentlichkeit zum neuen Nutzen übergeben werden: die Mikwe in der Synagoge zum Weißen Storch und das Oppenheim Haus am Salzmarkt als neuer Kulturstandort im Herzen der Stadt. Das Europäische Kulturerbejahr 2018, von der Europäischen Kommission ausgerufen, gibt uns nunmehr Gelegenheit, einen Blick in die Geschichte zu werfen. Die deutsch-polnische Begegnungswoche »Verschwundene Welten – Wiedergefundene Orte« vom 3. bis 9. Dezember 2018 hat diese Orte in den Mittelpunkt ihrer Veranstaltungen gestellt und ausgewählte Aspekte des deutsch-polnisch-jüdischen Erbes der Stadt und Region präsentiert.

Das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen war Partner dieses internationalen Projektes und präsentierte unter anderem am 6. Dezember 2018 mit dem Lausitzer Barockensemble einen neuen Klangkörper der Extraklasse. Musiker aus Sachsen, Polen, Griechenland, Spanien und Tschechien haben sich unter Leitung der griechisch-polnischen Opernsängerin Eleni Ioannidou aus Wrocław und Görlitz in dieser Musikvereinigung zusammengefunden. Im Mittelpunkt des Abends stand der renommierte Hamburger Historiker, Prof. Dr. Arno Herzig, der sein neues Buch »900 Jahre Jüdisches Leben in Schlesien« vorstellte. Künstler, welche die Liebe zur Alten Musik teilen, die gemeinsam musizieren und dabei die musikalische Geschichte der Region ergründen sowie unbekannte Werke des Barock in der Kulisse des Oppenheim Hauses am Salzmarkt zu Gehör brachten.

15.11.2018 – Leipziger Messe zu Gast in Breslau

Die Zuliefermessen »Intec« und »Z« präsentierten sich am 15. November 2018 in einer Auftaktveranstaltung zum Messejahr 2019 auf Einladung der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH im Verbindungsbüro Breslau. Insgesamt waren 40 polnische Multiplikatoren aus der Regionalverwaltung, der Technischen Universität sowie Aussteller und Journalisten der Einladung gefolgt. Die Geschäftsbereichsleiterin der Leipziger Messe, Frau Dr. Deliane Träber, präsentierte die aktuellsten Informationen zur Messegesellschaft, die kommenden Ausstellungsprojekte und Messetermine der Intec und der Europäischen Zuliefermesse »Z«.

Die Direktorin der Zuliefermesse »Z« Kersten Bunke stellte den Handels- und Wirtschaftsvertretern die Schwerpunkte der bevorstehenden Industriemessen vor und informierte über den aktuellen Stand der Messevorbereitungen, das Fachprogramm, die Messehighlights sowie die Beteiligungsmöglichkeiten polnischer Aussteller und Besucher in Leipzig.

Intec und »Z« 2019 haben für den 5. bis 8. Februar 2019 zum ersten wichtigen Branchentreff des kommenden Jahres für Fertigungstechnik in der Metallbearbeitung und der Zulieferindustrie in Europa eingeladen. Rund 1.300 Aussteller haben ihre Teilnahme bereits angekündigt. Die Direktorin der Abteilung Wirtschaftsförderung und Investitionen im Marschallamt der Wojewodschaft Niederschlesien, Frau Katarzyna Tarnowiecka, gab einen Überblick zur aktuellen Wirtschaftsförderung und Investitionspolitik der Region und stellte die neue Marke der Wojewodschaft vor: »Niederschlesien – wenn Du mehr willst«. Polnischen Ausstellern und Besuchern bieten beide Industriemessen ideale Voraussetzungen, neue Geschäftskontakte zu knüpfen. Das deutsch-polnische Treffen wurde mit bilaterale Gesprächen und einem Netzwerkbrunch abgerundet.

04.-06.10.2018 – Mehr Schulpartnerschaften mit Nachbarn angestrebt

Mit dem Ziel, mehr Schulpartnerschaften zwischen den östlichen Bundesländern sowie Polen und Tschechien ins Leben zu rufen, kamen vom 4. bis 6. Oktober 2018 rund 30 Bildungsexperten zum sogenannten Oder-Seminar in Meißen zusammen. Das Seminar richtet sich an Lehrkräfte, die an Schulen in den Grenzregionen unterrichten. Die Teilnehmer kommen aus Polen, Tschechien, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen. Wichtige Grundlage einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit von Schulen bietet das EU-Programm eTwinning. Wie das Programm funktioniert und welche Möglichkeiten sich eröffnen, erfuhren die Lehrkräfte auf dem Seminar in Vorträgen und Workshops. 

Der Leiter des Verbindungsbüros Breslau, Uwe Behnisch, präsentierte gemeinsam mit Tomasz Jaśków (INTERREG Koordinator aus Löbau) und Antje Beutekamp aus der Europaabteilung der Stadtverwaltung Dresden in einem Eröffnungsvortrag des Seminars praktische Beispiele, Formen und Methoden von Schulpartnerschaften zwischen Sachsen, Niederschlesien und dem Lebuser Land.

Das EU-Programm eTwinning verbindet Schulen sowie vorschulische Einrichtungen in Europa. Mit eTwinning finden sich unkompliziert Partnerschulen für gemeinsame Lernaktivitäten. Im vergangenen Schuljahr 2017/2018 unterhielten 165 Schulen aus Sachsen Partnerschaften mit Schulen aus Polen und Tschechien.

22.09.2018 – Der Kammerchor ad libitum aus Dresden und das Art-Bell-Ensemble der Musikhochschule Breslau muszierten erstmals gemeinsam

Am 22. September 2018 wurde Joseph Haydns »Maria-Theresien-Messe« und Vivaldis »Gloria« in Breslau/Wrocław von Dresdner Solisten, dem Kammerchor ad libitum Dresden sowie dem »Art-Bell-Ensemble«, Breslau aufgeführt und damit dem interessierten Publikum zu Gehör gebracht. Die Intention hierbei war, den Gedanken des gemeinsamen Hauses Europa musikalisch mit Leben zu füllen.
Joseph Haydn lebte und wirkte als wahrer Europäer in Österreich, Böhmen, Ungarn, England und Deutschland. Er stand über alle Konfessions- und Nationalitätsschranken hinweg im Austausch mit den Künstlern seiner Zeit.

Im gleichen Zug war die Wahl der »Maria-Theresien-Messe« kein Zufall. Gewidmet ist das Stück Kaiserin Maria Theresia, welche als aufgeklärte Monarchin vermochte, durch kluge Reformen von Staat, Justiz, Bildung und Wirtschaft ihr Vielvölkerreich, zu dem Österreich, Ungarn, Kroatien, Böhmen und bis zu den Schlesischen Kriegen auch Schlesien gehörte, zu einen. Damit kann sie – in den Schranken des damaligen politischen Denkens – als eine Visionärin der europäischen Einigung angesehen werden. Ihr multikulturelles Reich erwies sich als erstaunlich stabil und wurde erst im 19. Jahrhundert durch das Grundübel der neuen europäischen Geschichte, den Nationalismus in Frage gestellt. Im 20. Jahrhundert vermochte diese Idee, mündend in der Urkatastrophe des Ersten Weltkriegs, Maria Theresias Vision zu zerstören.

Die Aufführung der »Maria-Theresien-Messe« in Breslau soll die dargestellte besondere Verbundenheit Sachsens, Schlesiens und Österreichs im Geiste einer christlichen, übernationalen und somit wahrhaft europäischen Kultur in der Gestalt von Haydns Musik erinnern und im Heute neu erstehen lassen.

Solisten:
Viktoria Wilson – Sopran
Kerstin Döring –  Sopran / Alt
Samir Bouadjadja – Tenor
Jörg Hempel – Bass

Kammerchor ad libitum Dresden (Einstudierung: Karsten Sprenger)
Art-Bell-Ensemble, Breslau (Einstudierung: Artur Wróbel)
Gesamtleitung: Karsten Sprenger, Dresden

Programm:
Joseph Haydn Missa B-Dur (Hob. XXII)
Antonio Vivaldi Gloria in D RV 589

19.-20.09.2018 – 2. Sächsisch-Polnischer Innovationstag

»PERSONALISIERTE BIOMEDIZIN UND MEDIZINTECHNIK«

Der 2. SÄCHSISCH-POLNISCHE INNOVATIONSTAG verfolgte den effektiven und nachhaltigen Ausbau grenzüberschreitender Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft im Bereich der personalisierten Biomedizin und Medizintechnik. Hierbei standen medizinische, wissenschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen bei der Entwicklung neuer Implantate, deren Grundstoffmaterialien und die Vermarktung im Mittelpunkt der diesjährigen Konferenz.

Der Innovationstag präsentierte Best-Practice-Beispiele aus dem Wissens- und Technologietransfer beider Länder, unterschiedliche Disziplinen und bot eine Plattform, die Partner verbindet, Kooperationen anstößt, Fördermöglichkeiten aufzeigt und Erfolge sichtbar macht.

Der 2. SÄCHSISCH-POLNISCHE INNOVATIONSTAG verband wiederum Wissenschaftler, Unternehmen und Transferakteure aus Polen und Sachsen auf dem Gebiet der PERSONALISIERTEN BIOMEDIZIN UND MEDIZINTECHNIK zu einem international wettbewerbsfähigen Netzwerk. Ziel ist es, die Zusammenarbeit der Nachbarländer in Forschung und Entwicklung effektiv und nachhaltig auszubauen. Gemeinsam sollen sowohl Impulse für das Wachstum der Region gesetzt als auch international konkurrenzfähige Lösungen für den gesellschaftlichen Wandel entwickelt werden.

Das Erfolgsrezept war dabei einerseits die Mischung der 100 Teilnehmer und andererseits die Fokussierung auf ein Schlüsselthema der Forschung. Wissenschaftler präsentieren ihre neuen Lösungen und Erkenntnisse, Unternehmen diskutierten die Möglichkeiten und Hürden der Umsetzung in Innovationen. Transferexperten zeigten Kooperationsmöglichkeiten auf und präsentierten Best Practice-Beispiele gelungener Forschungszusammenarbeit.

06.09.2018 – Leiter des Verbindungsbüros Gast bei Konferenz »NEUE ERÖFFNUNG« in der Universität Zielona Góra

An der von Marschallin Elżbieta Anna Polak initiierten Konferenz »Nowe Otwarcie« nahmen rund 400 Personen teil. Gegenstand des Treffens war die bisherige Umsetzung des operationellen Regionalprogramms für das Lebuser Land sowie die neue EU-Finanzperspektive. Zu den Rednern gehörten neben der Marschallin Polak u. a. Christopher Todd (Direktor des Referats Polen im Generaldirektorat Regionalpolitik und Stadtentwicklung der Europäischen Kommission) sowie der ehemalige Polnische Senator Waldemar Sługocki (Stellvertretender Vorsitzender der Parlamentarischen Kommission für auswärtige Angelegenheiten und der Europäische Union).
Die Marschallin verwies darauf, dass die Europäische Kommission die Effektivität der Umsetzung der europäischen Fonds im Rahmen des operationellen Regionalprogramms Lebuser Land 2007-2013 mit 136 Prozent bewertet hat. Das Finanzprogramm hätte einen positiven Effekt auf die Lebensqualität der Bevölkerung sowie auf sämtliche Wirtschaftsindikatoren und soziale Aspekte gehabt.
Christopher Todd erörterte die wichtigsten Prioritäten des neuen Finanzplans. Zu den Hauptzielen der neuen Finanzperspektive zählte er Innovation, intelligente wirtschaftliche Transformation, Mobilität und Konnektivität (Netzwerke), Anpassung an den Klimawandel und die europäische Säule der sozialen Rechte, d. h. die Betonung lokaler Initiativen, Integration von städtischen und ländlichen Gebieten, nachhaltige Stadtentwicklung und die Gründung von Städtepartnerschaften, weil – wie er betonte – Europa näher an den Bürgern sein sollte. Zudem würden die Rechtsinstrumente zur Mittelbeschaffung einfacher und flexibler werden. Zukünftig sollen Mittelzuweisungen eher von bisherigen Ergebnissen und Investitionsprioritäten der Wojewodschaften als von umfassenden Analysen abhängen, so Todd.                       

Senator Sługocki machte auf Probleme aufmerksam, die sich für den polnischen Staat aus dem neuen Finanzplan ergeben. Die Gelder für die territoriale Zusammenarbeit belaufen sich auf 8,4 Mrd. Euro aus dem Kohäsionsfonds. Diese Zuordnung sei unbefriedigend, zumal die Ausgaben für die Verkehrsinfrastruktur viel schwieriger sein werden und viele Investitionen in Polen noch fortgesetzt werden müssen, während andere noch nicht umgesetzt oder übernommen wurden. Er appellierte an die Europäische Kommission, dies zu überdenken. Sługocki sprach von finanziellen Fehlanpassungen, die die Umsetzung der Kohäsionspolitik erschweren. Das Mehr an Ergebnisorientierung und die Vereinfachung der Mittelbeschaffung wurden jedoch weitestgehend positiv aufgenommen. Im Anschluß an die Konferenz fand noch eine öffentliche Debatte über Entwicklungsprioritäten und strategische Ziele statt.

24.-26.08.2018 – Austausch- und Begegnungsreise

Bischof des Bistums Dresden-Meißen mit Katholischer Akademie und den Dresdner Kapellknaben auf den Spuren von Edith Stein

Unter Leitung des Bischofs von Dresden-Meißen, Heinrich Timmerevers weilte eine Delegation der Katholischen Akademie und des Katholischen Büros des Bistums in Zusammenarbeit mit dem Diözesenrat des Erzbistums Berlin vom 24. bis 26. August 2018 in Breslau/Wrocław.

Mitglieder der Delegation waren Vertreter aus allen Bereichen des Bistums aber auch Vertreter des gesellschaftlichen und politischen Lebens. Das Katholische Büro des Bistums Dresden-Meißen hat in Zusammenarbeit mit dem Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau ein Begegnungsprogramm auf den Spuren der im KZ Auschwitz ermordeten Ordensfrau, Jüdin und Patronin Europas Edith Stein und eine Podiumsdiskussion organsiert.

Die Mitglieder der Delegation betonten, dass sie als Teil der Gesellschaft über Grenzen und Religionen hinweg – im Verstehen und Verständnis deutsch-polnischer Unterschiede und Gemeinsamkeiten – für den gesellschaftlichen Zusammenhalt wirken. Das Katholische Büro des Bistums hat daher in seiner Einladung den Charakter dieser hochrangigen Reise wie folgt beschrieben: »Wir sind davon überzeugt, dass nur ein auf gegenseitigem Erfahrungsaustausch fußender Dialog langfristig das Friedensprojekt Europa voranbringen wird. Die Reise wird nicht nur die Situation und die Anliegen unserer polnischen Partner in den Blick nehmen, sondern auch dazu verhelfen, dass aus der Perspektive der Biografie der Heiligen Edith Stein – der Patronin Europas – Chancen für ein künftiges Miteinander erdacht werden.«

Neben dem Besuch des Edith Stein Hauses und einer Rundfahrt zu ihren Lebens- und Wirkungsstätten, ermöglichte eine Präsentation und Podiumsdiskussion im Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen mit prominenten Vertretern der polnischen Öffentlichkeit sowie ein Diskurs zu den europäischen Impulsen der Päpste Johannes Paul II., Papst Bendikt und Papst Franziskus im Edith-Stein-Haus mit dem Historiker und Direktor des Willy-Brandt-Zentrums der Universität Breslau/Wrocław, Prof. Dr. Rafał Ruchniewicz, Einblicke in die aktuelle gesellschaftliche und politische Situation in Polen. Vielbeachteter Höhepunkt dieser Reise war am Samstagabend im Dom zu Breslau/Wrocław eine zweisprachige Messe mit dem Bischof Heinrich Timmerevers unter Mitwirkung der Dresdner Kapellknaben.

Das Katholische Büro und  die Katholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen werden die polnischen Vertreter aus Kirche und Gesellschaft zu einem Gegenbesuch nach Dresden einladen und Möglichkeiten und Formen der weiteren Zusammenarbeit, der Begegnung und des Austauschs beraten. Am Rande der Podiumsdiskussionen kam es auch zu neuen Begegnungen und Gesprächen zwischen deutschen und polnischen Vertretern aus Politik, Gesellschaft und Medien. Das Verbindungsbüro wird diese Kontaktinteressen im Sinne einer bilateralen Zusammenarbeit weiter begleiten.  

 

09.-10.07.2018 – Spitzentreffen der Wissenschaft

Im Rahmen eines zweitägigen Arbeitsbesuches fand am 9. und 10. Juli 2018 im Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau erstmalig ein Wissenschaftsdialog statt. Auf Einladung der Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, diskutierten 40 Rektoren, Prorektoren sowie Wissenschaftler aus Forschung und Lehre aus Sachsen, Niederschlesien, Oppeln und Gleiwitz zum Thema  grenzüberschreitender Forschungskooperationen.

Unter den Teilnehmern war u.a. der Rektor der Technischen Universität Breslau, Prof. Dr. Cezary Madryas, der Rektor der TU Bergakademie Freiberg, Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht aber auch Wissenschaftler führender universitätsnaher Einrichtungen, wie dem Fraunhofer Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) oder dem polnischen Forschungszentrum – PORT in Breslau, die in 170 derzeitige deutsch-polnische Kooperationsprojekte involviert sind.

Ein Höhepunkt am ersten Tag des Spitzentreffens war die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung Breslauer Rektoren zur Gründung des Breslauer Forschungsnetzwerks WRocław concept (WRC) nach dem sächsischen Vorbild von »DRESDEN-concept«, welches sich im Jahr 2010 gründete und sich im September 2017 im Rahmen einer Open-Air-Ausstellung auf dem Salzplatz in Breslau präsentiert hat. Ziel von WRoclaw concept ist eine stärkere Vernetzung der Partnerinstitutionen im Hinblick auf Synergien zur Erhöhung wissenschaftlicher Beteiligungen an nationalen und internationalen Forschungs- und Entwicklungsprojekten sowie eine Stärkung des Technologietransfer in die Wirtschaft. Zum WRC-Verbund gehören die Technische Universität Breslau, die Universität Breslau, die Wirtschaftsuniversität Breslau, die Naturwissenschaftliche Universität sowie die Medizinische Universität Breslau.

Am Nachmittag und Abend wurde der polnisch-deutsche Wissenschaftsdialog an der Universität Breslau auf Einladung des Rektors Prof. Dr. Adam Jezierski sowie anschließend  im Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland auf Einladung der Stellvertretenden Generalkonsulin, Frau Christiane Botschen, fortgesetzt.

Der Arbeitsbesuch von Frau Staatsministerin Dr. Stange stand am 2. Tag ganz im Zeichen der TU Breslau, dem Fraunhofer Institut Breslau sowie vertiefender Gespräche zur aktuellen Hochschulreform in Polen.

Ein Besuch im Museum of Modern Art Breslau (4 Kuppel Pavillon an der Jahrhunderthalle) sowie Gespräche mit deren Direktorin, Dorota Bigos und dem Rektor der Kunstakademie Breslau, Prof. Dr. Piotr Kielan, rundeten den Arbeitsbesuch in Breslau ab.

13.06.2018 – Bürgerdialog

Am 13. Juni 2018 trafen sich im Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau eine Bürgerdelegation aus dem Wahlkreis Leipziger-Land, mit dem Mitglied des Deutschen Bundestages, Katharina Landgraf (CDU), dem Mitglied des Niederschlesischen Parlaments, Jacek Pilawa (PO), dem Pfarrer der deutschsprachigen Gemeinde der Evangelisch-Augsburgischen Kirche Niederschlesiens, Andrzej Fober, dem Mitarbeiter und Kunsthistoriker im Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland, Rainer Sachs und dem Musiker der Breslauer Philharmonie, Tomasz Pstrokoński-Nawratil, zu einem Bürgerdialog.

Der Leiter des Verbindungsbüros, Uwe Behnisch, stellte in einer Präsentation eingangs die Aufgaben und Ziele der sächsischen Landesvertretung vor. Die aktuelle politische Lage in Polen vor den Regionalwahlen im Herbst 2018 schilderte Jacek Pilawa. Andrzej Fober sprach über die Rolle der deutschsprachigen evangelischen Gemeinde in Niederschlesien während Rainer Sachs Fragen zur Denkmalpflege und zum Umgang mit dem deutschen Kulturerbe beantwortete. Als Überraschungsgast stellte Uwe Behnisch den Violinisten der Breslauer Philharmonie Tomasz Pstrokoński-Nawratil vor, der an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig studiert hat. Er präsentierte sich musikalisch mit einem Werk von Johann Sebastian Bach und schilderte in einem sehr persönlichen Bericht die Begegnung mit seinem Musikprofessor aus Leipzig, der in Breslau geboren wurde und in dessen Haus heute Tomasz Pstrokoński-Nawratil lebt sowie seine Begegnung mit dem Gewandhauskapellmeister Kurt Masur. Die Geschichte der Breslauer Zwerge schilderte Jacek Pilawa als ein Symbol des politischen Protestes und damit auch als die Geburtsstunde der politischen Wende in den 1980er Jahren.

Die Gäste aus Leipzig zeigten sich begeistert über die Offenheit des Gesprächs, die Themenvielfalt, das politische Interesse beider Seiten und die fachliche Kompetenz der Gesprächsteilnehmer.

Der diesjährige Bürgerdialog mit den Gästen aus Leipzig war der Auftakt zu einer Reise nach Krakau und in die KZ Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau.

09.06.2018 – Auszeichnung für den Leiter des Verbindungsbüros Breslau

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v.l.n.r. Dr. Piotr Karniej, Prodekan der Gesundheitswissenschaftlichen Fakultät der Universität Breslau; Prof. Dr. Jonanna Rosińczuk, Dekanin der Gesundheitswissenschaftlichen Fakultät der Medizinischen Universität Breslau; Uwe Behnisch, Leiter des Verbindungsbüros  © Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau

Aus  Anlass des 40-jährigen Jubiläums der Gesundheitswissenschaftlichen Fakultät der Medizinischen Universität Breslau, wurde am 9. Juni 2018 der Leiter des Verbindungsbüros des Freistaats Sachsen, Uwe Behnisch, im Nationalen Musikforum von Breslau als Freund und Förderer der Medizinischen Universität Breslau ausgezeichnet.

Das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen habe sich unter Leitung von Uwe Behnisch im Jahr 2017 große Verdienste bei der Vorbereitung und Durchführung einer niederschlesisch-sächsischen Konferenz zur Pflegeausbildung in beiden Ländern erworben. Darüber hinaus konnten die Kontakte zum Universitätsklinikum Dresden, zur Sektion Pflegewissenschaft und Pflegemanagement der Evangelischen Hochschule Dresden und zu den zuständigen Sozial- oder Kultusministerien in allen deutschen Bundesländern mit seiner Hilfe ausgebaut werden. Das interkulturelle Verständnis und das einfühlsame Wirken von Herrn Behnisch hat die Dekanin der Medizinischen Universität, Frau Prof. Dr. Joanna Rosińczuk, in ihrer Laudation als eine große Begabung seines Wirkens im deutsch-polnischen Dialog hervorgehoben.

07.06.2018 – Umweltexperten aus Sachsen und Niederschlesien suchten fachlichen Austausch

Die Leitungsebene der staatlichen Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft des Freistaates Sachsen traf sich am 7. Juni 2018 im Sachsen Verbindungsbüro in Breslau zu einem fachlichen Austausch mit ihren Kollegen der Wojewodschaftsinspektion für Umweltschutz Niederschlesien.

Dabei stellten die sächsischen und niederschlesischen Experten für Mess- und Prüfverfahren wechselseitig ihre Geschäftsbereiche, Tätigkeitsschwerpunkte und aktuelle Initiativen vor. Beide staatlichen Behörden sind mit der regelmäßigen Prüfung der Luft- und Bodenqualität, Gewässergüte und von Einträgen aus der Landwirtschaft betraut. In einem offenen interkulturellen Dialog berieten die Fachleute für Messtechnik über den Einfluss von Ruß auf die Luftqualität in der Grenzregion. Weitere gemeinsame Themen waren die Fachkräftesituation und -entwicklung im Bereich der Umweltverwaltung, der Einsatz neuer Medien und sozialer Netzwerke zur Förderung der Bürgernähe und grenzübergreifende Initiativen zur Stärkung der Umweltbildung.

Der Geschäftsführer der staatlichen Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft, Dr. Mathias Böttger, dankte seinem niederschlesischen Amtskollegen, Wojewodschaftsinspektor Waldemar Kulaszka, für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit: »Unsere Kooperation war stets von gegenseitigem Respekt und einem konstruktiven Miteinander geprägt. In dieser Tradition wollen wir der Umwelt zuliebe mit neuen Initiativen die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam meistern. Zugleich können wir als ein erfolgreiches Beispiel gelebter europäischer Verständigung gelten, das weiter Schule machen sollte.«

Beide Behörden wollen in den nächsten Monaten ausloten, wie sie ihre Zusammenarbeit weiter beleben und den konstruktiven fachlichen Austausch fortführen können.

05.06.2018 – Eröffnung der Ausstellung »Lebus begeistert«

Bis Ende August präsentiert das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau die Partnerwojewodschaft Lebuser Land im Rahmen einer Fotoausstellung »Lebus begeistert« anlässlich des Jubiläums der 10-jährigen Partnerschaft. Die Ausstellung präsentiert die Schönheit von Lebus insbesondere den regionalen Weinanbau und die Schlösser- und Palastroute.

Die offizielle Eröffnung der Ausstellung und die Neugestaltung der »Passage zur blauen Sonne« am Rynek fand am 5. Juni statt. Unter den eingeladenen Gästen waren u.a. Frau Ulrike Knotz, Generalkonsulin der Bundesrepublik Deutschland in Breslau und der Amtschef der Sächsischen Staatskanzlei, Herr Thomas Popp. Während der Vernissage wurden auch Exponate aus dem Stadtmuseum von Grünberg präsentiert. Die Gäste konnten neben regionalen Produkte aus Lebus auch neuen polnischen Jazz, die sächsische Weinprinzessin und den Grünberger Bacchus kennenlernen.

Die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Lebus und Sachsen

Im Jahr 2018 wird das runde 10-jährige Jubiläum der Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Woiwodschaft Lebus gefeiert. Im Rahmen des Jubiläums ist auch die gemeinsame Präsentation des Muskauer Parks und des Geoparks in London geplant. Hervorzuheben ist vor allem die erfolgreiche Zusammenarbeit der beiden Regionen im Rahmen des INTEREG Programms 2014-2020.

Die Zusammenarbeit zwischen der Wojewodschaft Lebus und dem Freistaat Sachsen wurde 2008 begonnen. Alle zwei Jahre treffen sich im Rahmen von Arbeitsgruppen die Mitarbeiter des Marschallamtes der Wojewodschaft Lebus mit ihren Kollegen aus Sachsen und führen Fachgespräche im Hinblick auf die Vertiefung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen beiden Regionen. 

Beide Regionen arbeiten darüber hinaus auch im Rahmen des Ausschusses für die deutsch-polnische grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Regierungskommission und der Oder-Partnerschaft zusammen. Es werden gemeinsame Aktivitäten im Rahmen der Förderung des Geoparks Muskauer Faltenbogen an der deutsch-polnischen Grenze des Muskauer Parks durchgeführt. Es sind praktische Beispiele für eine gelungen Zusammenarbeit zwischen den Nachbarländern zum Schutz und zur Erhaltung der Kulturlandschaft. Die durchgeführten Aktivitäten wurden international anerkannt – der Beweis dafür ist die Aufnahme des Muskauer Parks in dieListe des Weltkulturerbes UNESCO im Jahre 2004.

23.-24.05.2018 – 5. Konferenz »Polnische Grenzräume im Wandlungsprozess«

Am 23. und 24. Mai 2018 fand in Breslau die 5. Konferenz »Polnische Grenzräume im Wandlungsprozess« statt. Organisatoren waren das Institut für Soziologie und Zentrum für Regional- und Grenzraumforschung der Universität Breslau, das Zentrum für Polenstudien der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder, das Marschallamt Niederschlesiens, das Zentrum für Europäische Projekte in Warschau, das INTERREG Sekretariat in Breslau und erstmals auch das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau.

Ziel der Konferenz und Debatten war es, die Ergebnisse der mehr als 25-jährigen Zusammenarbeit im polnisch-tschechisch-deutschen Grenzraum aus verschiedenen Perspektiven (Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Kultur) zu erörtern und die bestehenden Barrieren des grenzüberschreitenden Zusammenlebens zu analysieren.

Mehr als 50 hochrangige Wissenschaftler aus Polen, Tschechien, Deutschland und Ungarn waren der Einladung nach Breslau gefolgt. Dabei standen die Verbindungsbüros des Freistaates in Breslau und Prag mit ihrer praktisch gelebten Interaktion zwischen dem Freistaat Sachsen und den jeweiligen Partnerregionen besonders im Fokus der Debatte. Der Freistaat Sachsen nimmt mit diesen beiden Büros eine Vorreiterrolle unter den Bundesländern in Deutschland ein, hieß es. Die konzeptionelle Ausrichtung der Verbindungsbüros in Prag und Breslau ermögliche Diskursräume, die auch für andere Bundesländer und ihre angrenzenden Nachbarländer ein Beispiel sein könnte. Vor diesem Hintergrund fand der 2. Konferenztag auch im Verbindungsbüro am Rynek statt. An der inhaltlich konzeptionellen Vorbereitung der Konferenz war daher auch die Hochschule Zittau/Görlitz mit dem Dekan der Sozialwissenschaftlichen Fakultät und Direktor des Forschungsinstituts »Gesundheit, Altern, Technik« Herrn Prof. Dr. Andreas Hoff beteiligt.

23.05.2018 – Oberbürgermeister von Zittau in Breslau zu Gast

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Andreas Böer, Abgeordneter des Landkreises Görlitz; Thomas Zenker, Oberbürgermeister von Zittau; Monika Sochacka, Stellvertretende Direktorin des Breslauer Akademischen Zentrums (WCA); Jan Wais, Stellvertretender Direktor des Büros für grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Stadt Breslau; Uwe Behnisch, Leiter des Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen in Breslau  © Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau

Der Oberbürgermeister von Zittau, Herr Thomas Zenker, weilte am 23. Mai 2018 gemeinsam mit dem Mitglied des Kreistages des Landkreises Görlitz, Herrn Andreas Böer, auf Einladung des Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen und der Stadt Breslau in der Odermetropole. Bei dem Besuch trafen die Gäste mit dem Stellvertretenden Direktor des Büros für Auslandsbeziehungen der Stadt Breslau, Herrn Jan Wais und derProgrammdirektorin der Kulturhauptstadt Europa 2016, Frau Dominika Kawalerowicz sowie der Koordinatorin für Internationale Kontakte der Stadt Breslau, Frau Katarzyna Młynczak-Sachs, zusammen. Thematisch ging es unter anderem um die Bewerbungsformate und Prozeduren der Stadt Breslau als Kulturhauptstadt sowie die Einbeziehung der Einwohner in das Bewerbungsverfahren und die Programmgestaltung.

Der Oberbürgermeister zeigte sich beeindruckt von dem großen Engagement, der Kreativität und dem Stolz der polnischen Partner bei der Vorbereitung, Ausrichtung und Nachbereitung der Projekte im Kulturhauptstadtjahr 2016. Weitere Arbeitstreffen z. B. im Kreativviertel Nadordze/Odervorstadt von Breslau, einem Nachhaltigkeitsprojekt der Kulturhauptstadt, wurden verabredet. Zittau erwägt, sich als Kulturhauptstadt 2025 zu bewerben, womit die Stadt im Dreiländereck und im Sechsstädtebund durch das Verfahren und die mögliche Zuerkennung des Titels nach außen bekannter und nach innen als attraktiver Lebensraum in der Grenzregion wahrgenommen werden möchte.

17.05.2018 – »Neue Deutsche Akzente«

Am 17. Mai 2018 las die deutsch-ukrainische Schriftstellerin, Katja Petrowskaja, im wiedererrichteten Barockhaus der Stiftung OP ENHEIM am Breslauer Salzplatz aus ihrem preisgekrönten deutschsprachigen Roman »Vielleicht Esther«, der eine Spurensuche im Osteuropa des 20. Jahrhunderts und eine faszinierende Familiengeschichte in Einem ist.

Über ihren Roman und die Spannungen zwischen einer Fremd- und Erstsprache beim Schreiben, sprach sie im Anschluss mit der Breslauer Germanistin, Prof. Dr. Monika Wolting. An dem Treffen nahm auch die polnisch-ukrainische Kulturmanagerin, Olga Chrebor, die sich als Vorsitzende der Stiftung Kalejdoskop Kultur für die kulturelle Vielfalt in der Stadt Breslau engagiert, teil.

Diese Veranstaltung im Rahmen der Lesereihe »Neue Deutsche Akzente« wurde wiederum vom Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), dem Germanistischen Institut der Universität Breslau, dem DAAD und der Deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaft in Breslau organisiert. Partner dieses Projekts waren das Goethe-Institut Krakau, das Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Breslau, das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau, die Stiftung OP ENHEIM und der Literaturklub PROZA aus Breslau.

Die Stiftung OP ENHEIM ist im gleichnamigen Barockhaus am Breslauer Salzplatz nunmehr eine weitere Adresse für den deutsch-polnischen Kulturdialog. In einmaliger Kulisse bietet es vielfältige Möglichkeiten für Ausstellungen, Konzerte und Diskussionen.

09.05.2018 – EUROPATAG in Breslau – Verbindungsbüro präsentiert sich im Deutschen Pavillon

Am Europatag (9. Mai) wurde im Altstadtpark von Breslau für Frieden und die Einheit Europas gefeiert.

Unter der Schirmherrschaft des Deutschen Generalkonsulates waren daher weiterhin vertreten: das Goethe-Institut Krakau, der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), das Institut für Auslandsbeziehungen (IfA) und die Sozial-Kulturelle Gesellschaft (DSKG).

Im Mittelpunkt  der Aktivitäten des Verbindungsbüros standen in diesem Jahr Wissenswettbewerbe zur Geografie, Geschichte, Sprache und Kultur der sächsischen Partnerregion.

Als Preise wurden u. a. die Informationsbroschüren der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) sowie die begehrten Give-aways der Aktion »so geht sächsisch« ausgelost.

Aber auch Gespräche mit offiziellen Vertretern der Stadt Breslau und der Europäischen Kommission fanden großes Interesse.

In diesem Jahr lag der Schwerpunkt auf dem »Europäischen Jahr des Kulturerbes«.

26.04.2018 – Deutsch-Polnischer Wirtschaftskreis zu Gast im Verbindungsbüro Breslau

Das Monatstreffen des deutsch-polnischen Wirtschaftskreises EUROPA FORUM widmete sich am 26. April 2018 dem Wirtschaftsstandort Sachsen mit 40.000 potentiellen Kooperationspartnern. Der gemeinsame Kooperationsvertrag über die Zusammenarbeit beider Regionen wurde bereits vor über 20 Jahren signiert und innerhalb dieser Zeit ist es gelungen die daraus resultierenden Annahmen in eine lebendige Kooperation in allen Wirtschaftszweigen der Industrie und Touristik umzusetzen.

Die Partner des Abends präsentierten ihre Aufgaben, Ziele und vor allem die Potentiale der Regionen und demonstrierten konkrete Instrumente zur Unterstützung von Kontaktanbahnungen im Wirtschaftsbereich.

Die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH wurde durch die Projektleiterin für Absatzförderung und Kooperationen für den polnischen Markt, Kerstin Leisering, vertreten sowie durch den Leiter der Abteilung für Investorenbetreuung, Andreas Lippert.

Das Potential der Handelsmetropole und Messestadt Leipzig präsentierte Magdalena Dziemidek, Vorstandsvorsitzende der Leipziger Messe Polen/Targi Lipskie Polska Sp.z o.o.

24.04.2018 – Lesereihe »Neue Deutsche Akzente«

Das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen), das Germanistische Institut der Universität Breslau, der DAAD und die Deutsche Sozial-Kulturelle Gesellschaft in Breslau, das Goethe-Institut Krakau, das Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Breslau, das Sächsische Verbindungsbüro Breslau, die Stiftung OP ENHEIM und der Literaturklub PROZA in Breslau präsentierten am 24. April 2018 zum Auftakt in der Lesereihe »Neue Deutsche Akzente« den deutsch-israelischen Schriftsteller, Tomer Gardi, mit seinem in Deutschland viel beachteten poetischen Text BROKEN GERMAN und seinem kreativen Spiel mit der deutschen Sprache. Die Lesereihe gibt Einblicke in die neuesten Trends der deutschen Gegenwartsliteratur und stellt Autoren vor, die durch ihre Werke und persönlichen Biografien auf die heutzutage sehr aktuellen Themen der Migration und Mehrsprachigkeit verweisen.
Nach der experimentellen, zweisprachigen Lesung mit dem Posener Theaterschauspieler, Hubert Kożuchowski, sprach die DAAD-Lektorin, Dr. Jana-Katharina Mende, mit Gardi über seinen Roman, neue Sprachformen in der Literatur sowie über Migration und die Motivation zur Mehrsprachigkeit und bezog in einer Interaktion das mehrsprachige Publikum im überfüllten Saal des Prosa Klub Breslau mit ein. Der Eröffnungsabend der Lesereihe wurde von Germanistikstudenten, Dozenten, Journalisten, Mitgliedern der Deutschen Minderheit ebenso besucht, wie von den Vertretern der o. g. Mitveranstalter und Partnerinstutionen.

Die Lesereihe wird am17. Mai 2018 mit der deutsch-ukrainischen Schriftstellerin Katja Petrowskaja und ihrem in Deutschland gefeierten Roman »Vielleicht Esther« fortgesetzt.

20.-22.04.2018 – Internationales Fahrradforum – ODERRADWEG eine europäische Herausforderung

Das Metropolitane Fahrradforum, das am 20. April 2018 im Kongresszentrum der Jahrunderthalle in Breslau stattgefunden hat, war der Auftakt für eine breit und international angelegte Debatte zum Bau des Oderradweges von der Quelle bis zur Mündung in die Ostsee. Die 5 Marschälle aus den Anrainerwojdoschaften Schlesien, Oppeln, Niederschlesien, Lebuser Land und Westpommern bezeichneten dieses Bauprojekt als »Entwicklungsachse« in der Mitte Europas. Gleich zu Beginn unterzeichneten sie daher eine Absichterklärung für dieses Projekt und eröffneten damit einen Expertendiskurs, der vom Leiter des Instituts für Territoriale Entwicklung, Dr. Maciej Zathey und dem Leiter des Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen in Breslau, Uwe Behnisch, moderiert wurde. Der Freistaat Sachsen hat sich mit drei Fachvorträgen (TU Dresden, SMWA, TMGS) in die Debatte eingebracht. Besondere Beachtung fand der Beitrag zu den Erfahrungen beim Bau und der Vermarktung des Elberadweges. 

Sächsiche Erfahrungen gefragt

Die Leiterin des Referats für Fahrradverkehr und Verkehrskontrolle im SMWA, Frau Siglinde Rauch-Liebich, unterstützte in einem Grußwort des Staatsministers für Wirtschaft, Verkehr und Arbeit, Martin Dulig, ebenso diese Initiative. Das SMWA steht den Projektpartnern als Ansprechpartner jederzeit zur Verfügung, betonte Frau Rauch-Liebig. Das grenzüberschreitende Forum bot die Gelegenheit, die Herausforderungen und Möglichkeiten zu diskutieren, die durch die wachsende Fahrradmobilität, durch Umweltbelastungen, durch demographische Probleme u. v. a. m. entstehen. Teilnehmer des Forums war Gruppen von Interessierten aus Polen, der Tschechischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland. Vertreter der öffentlichen Verwaltung, wissenschaftlicher Einrichtungen, privater Unternehmen und von Nichtregierungsorganisationen. Die während des Forums diskutierten Themen umfassten neue Trends in der Entwicklung des Fahrradverkehrs (z. B. E-Bikes, der Warenlieferungen bzw. mit Lastenrädern u. a.), Aktivitäten für eine nachhaltige Mobilität in Ballungsräumen und die Möglichkeiten und Grenzen des Fahrradverkehrs in Naturschutzgebieten. Das Forum wurd dreisprachig (Deutsch, Polnisch, Tschechsich) übersetzt. Diese Veranstaltung war eine Premiere in der Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Territoriale Entwicklung der Wojewodschaft Niederschlesien und dem Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau, das auch mit einem Werbe- und Informationsstand während des Forums und der anschließenden Fahrradmesse am 21. und 22. April 2018 in der Jahrhunderthalle vertreten war.

18.04.2018 – Netzwerk Integration Migration Sachsen – Breslauer Experten zu Gast im Sächsischen Landtag.

Foto von Frau Manuele Pliżga-Jonarska
Bildmitte am Pult: Frau Manuele Pliżga-Jonarska  © Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau

Am 18. April 2018 hat der Sächsische Ausländerbeauftragte, Geert Mackenroth, alle Vereine, Initiativen, Projektträger, Beauftragte und Beratungsstellen, die sich für Integration und Migration in Sachsen einsetzen, zu einem Netzwerktreffen in den Sächsischen Landtag eingeladen. Die Einladung und die Weitergabe von Arbeitsergebnissen und Informationen erfolgt federführend über die Geschäftsstelle des Sächsischen Ausländerbeauftragten. Sie richtet sich in erster Linie an nichtkommerzielle Anbieter. Unter dem Motto: »Lust statt Frust – wie kann das Ehrenamt gestärkt werden?« waren erstmals auch die Kollegen aus der Dresdner Partnerstadt Breslau eingeladen.  Die offiziellen Vertreter der Städtischen Entwicklungsgesellschaft (WCRS) von Breslau, Anna Szarycz, Beauftragte des Stadtpräsidenten für Soziales und Integration und Manuela Pliźga-Jonarska, Koordinatorin für den interkulturellen Dialog präsentierten die im Oktober 2017 vom Breslauer Stadtrat verabschiedete Strategie zum interkulturellen Dialog (Integrationskonzepte) sowie best practice Beispiele. Dieser Präsentation gingen zwei offizielle Besuche und umfangreiche Arbeitsgespräche des Sächsischen Ausländerbeauftragten im April 2016 sowie im März 2017 im Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau mit den polnischen Integrationsbeauftragten voraus. Beide Seiten haben den Gegenbesuch in Dresden langfristig vorbereitet und inhaltlich abgestimmt. Unter den vorgestellten Projekten waren ein strukturiertes Programm zu Ächtung und Entfernung von Hassparolen im Stadtgebiet, ein Partnerprojekt für Sprachtandems mit über 80 unterstützenden Cafés, Vereinen und Restaurants und ein Trainingsprogramm für die ehrenamtlichen »Botschafter des Dialoges« in Breslau. Besonders beeindruckte die sächsischen Zuhörer der selbstverständliche Umgang mit Multikulturalität in Breslau. Sachsen und die Partnerregion Niederschlesien sind mit diesen Gesprächsprojekten wieder ein Stück näher zusammengerückt. Die polnischen Gäste haben die sächsischen Kollegen/innen zur 5. Bildungsmese 2019, die wiederum mit dem Verbindungsbüro in Breslau, der Europäischen Kommision u. a. organisiert wird, nach Breslau eingeladen.

18.04.2018 – Verbindungsbüro präsentiert sich im Sejmikausschuss der Wojewodschaft Niederschlesiens

Auf Einladung des Ausschusses für grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Niederschlesischen Parlament Sejmik, stellte der Leiter des Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen in Breslau, Herr Uwe Behnisch, am 18. April 2018 in einer zweisprachigen Präsentation die Aufgaben und Ziele sowie die Ergebnisse und Planungen des Verbindungsbüros vor. In einer anschließenden Fragestunde ging Uwe Behnisch auf die Fragen der Abgeordneten ein. Die Ausschussteilnehmer zeigten sich beeindruckt von der Präsentation und dem Engagement der Mitarbeiter/innen des Verbindungsbüros und der Präsenz der Sächsischen Staatskanzlei mit diesem Büro in Breslau. Die Vorsitzende des Ausschusses Frau Anna Horodyska ging in ihrem abschließenden Statement auf die zahlreichen Projekte, Ideen und Veranstaltungen des vergangenen Jahres ein und würdigte vor allem die Persönlichkeit und Offenheit des Büroleiters.

17.04.2018 – Kulturmittler-Treffen

Am 17. April 2018 fand in der St. Hedwig Stiftung Muhrau/Morawa in der Nähe von Breslau ein weiteres Kulturmittler-Treffen des Deutschen Generalkonsulats statt.
Gastgeber war die gleichnamige Stiftung unter dem Vorsitz von Frau Melitta Sallai und Frau Marzena Muszyńska-Szwegler. An diesem turnusmäßigen Projekt- und Meinungsaustausch beteiligen sich zahlreiche Institutionen und Verbände, so u. a. auch das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen, das Goetheinstitut Krakau, das Institut für Auslandsbeziehungen, das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit in Gleiwitz und Oppeln, die Stiftung Kreisau für europäische Verständigung, die Sozial-Kulturellen Gesellschaften u. v. a. m.

Dieses Treffen dient der Förderung und Entwicklung grenzüberschreitender Projekte im Kultur- und Sprachbereich und der politischen Bildung. Vor allem aber soll die Stiftung Muhrau als internationales Begegnungszentrum für Kinder und Jugendliche mit derartigen Veranstaltungen stärker in das Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt und damit bekannter gemacht  werden. Schloß Muhrau/Morawa ist ein idealer Ort für den deutsch-polnischen Jugend– und Schüleraustausch und beherbergt auch einen Kindergarten nach dem pädagogischen Prinzip von Maria Montessori.  

05.04.2018 – Jugendorchester auf Europatournee in Dresden und Breslau

Das Jahr 2018 und die 100-jährige Wiederkehr der entscheidenden geschichtlichen Wendung des 20. Jahrhunderts in Polen hat bei der dramaturgischen Konzeption dieses Projektes eine wichtige Rolle gespielt. Es war Claudio Abbados Idee, der nächsten Generation europäischer Spitzenmusiker frühzeitig die Gelegenheit zu geben, mit hervorragende Dirigenten und Solisten unserer Zeit gemeinsam zusammenzuarbeiten und in den großen Konzertsälen der Welt aufzutreten. Jedes Jahr bewerben sich über 2.000 talentierte junge Musiker aus allen europäischen Ländern für die Teilnahme an diesen Projekten. Das Gustav Mahler Jugendorchester aus Wien ist das einzige internationale Jugendorchester, das Mitgliedern aus ganz Europa offensteht.
Besonders mit der Sächsischen Staatskapelle bestehen intensive Arbeitsbeziehungen im Hinblick auf die Ausbildung und die Förderung des musikalischen Nachwuchses. So sind einige »Absolventen« des Jugendorchesters aus Wien inzwischen  auch Mitglieder der Sächsischen Staatskapelle. Diese künstlerische Kooperation zwischen Sachsen und Wien war der Impuls für eine Europatournee im April 2018, die beginnend in Dresden über Luxemburg, Italien, Österreich, Spanien, Portugal und auch in Breslau/Wroclaw Station machen sollte. An dieser programmatischen und logistischen Herausforderung hat sich das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau/Wroclaw gemeinsam mit dem Generalsekretär des Orchesters, Herrn Alexander Meraviglia-Crivelli, dem Honorarkonsul der Republik Österreich in Breslau/Wroclaw, dem Außenministerium der Republik Österreich, dem Kulturforum der Republik Österreich in Warschau und dem Direktor des Nationalen Musikforums Breslau/Wrocław, Herrn Andrzej Kosendiak, maßgeblich beteiligt. Das Konzert fand dank dieser großartigen Zusammenarbeit am 5. April 2018 in Breslau/Wrocław statt und war die erste Begegnung dieser jungen Musiker mit der sächsischen Partnerregion in Polen.
Dirigiert wurde es von dem jungen Schweizer Lorenzo Viotti. Er wurde vom Opera Award 2017 als »Newcomer« des Jahres gekürt. Lisa Batiashvili aus Georgien, die Solistin des Abends, wurde von der Londoner Times als »vollkommene Musikerin« bezeichnet und gehört zu den besten Geigerinnen der Gegenwart. Das polnisch-französische Programm bot selten zu hörende Meisterwerke und wurde jubelnd mit Standing Ovations aufgenommen. (Witold Lutoslawski Sinfonie Nr. 1, Karol Szymanowski Violinenkonzert Nr. 1, Claude Debussy »Images pour Orchestre«).

Das Nationale Musikforum gehört zu den modernsten Konzerthäusern in Europa. Es wurde im September 2015 eröffnet. Die Sächsische Staatskapelle gastierte im Juni 2016 zum 5-jährigen Jubiläum des Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen ebenfalls zum ersten Mal in diesem beeindruckenden Konzertsaal.

04.-06.04.2018 – Umweltminister Schmidt in Warschau bei polnischer Regierung

Gruppenfoto
Bildmitte: Staatsminister Thomas Schmidt und stellvertretende Generalkonsulin Christiane Botschen  © Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau

EU-Themen standen im Zentrum der Gespräche

Vom 4. bis 6. April 2018 besuchte Herr Staatsminister Thomas Schmidt Polen. Die Reise führte in die polnische Hauptstadt Warschau sowie ins niederschlesische Breslau. Am 4. April 2018 eröffnete Schmidt gemeinsam mit Vizemarschall Jerzy Michalak die erste simul+Werkstatt im Ausland. Ziel der mit über 100 Teilnehmern aus Wirtschaft und Wissenschaft außerordentlich gut besuchten Veranstaltung war es, diese Akteure zu Gesprächen über gemeinsame Projekte zusammenzuführen.

In Warschau weilte Staatsminister Schmidt auf Einladung des Unterstaatssekretärs im Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Dr. Ryszard Zarudzki. Mit ihm führte er einen Gedankenaustausch zu Fragen der EU-Agrarpolitik. Einer der zentralen Punkte war die Initiative ELER-Reset, die von polnischer Seite unterstützt wird. Ferner traf Schmidt mit dem für Interreg zuständigen Unterstaatssekretär Adam Hamryszczak, Ministerium für Investitionen und Entwicklung sowie hochrangigen Vertretern des Ministeriums für Umwelt zusammen.

22.03.2018 – Eröffnung der Wanderausstellung »Vergessene Opfer der NS-Euthanasie«

Im Rahmen des Publikationsprojektes »Topographie der Shoah in Breslau / Wrocław 1933–1949« der Technischen Universität Dresden und der Universität Breslau hat die Stiftung Sächsische Gedenkstätten gemeinsam mit der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein das Ausstellungsprojekt »Vergessene Opfer der NS-Euthanasie – Die Ermordung schlesischer Anstaltspatienten 1940–1945« im Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen am 22. März 2018 im Rahmen einer zweisprachigen Wanderausstellung eröffnet.

Der Leiter der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein, Dr. Boris Böhm, würdigte das große Engagement, die ideelle und finanzielle Unterstützung des Freistaates Sachsen bei der wissenschaftlichen Aufarbeitung dieses Kapitels Deutscher Geschichte: »Bei der Forschungsarbeit und der namentlichen Erfassung der Opfer offenbarte sich frühzeitig die Einbeziehung der schlesischen Anstalten in die Krankenmorde von Pirna, ohne dass diese bereits systematisch erforscht werden konnten.« Unterstützt wurde diese Arbeit durch Briefe und Dokumente Hinterbliebener. »Eine große Hilfe war dabei auch ein von der DDR Staatssicherheit der Forschung entzogener Bestand von über 30.000 Krankenakten von Opfern der NS Krankenmorde, in dem sich auch schlesische Patientenakten befanden.« In mehrjähriger Recherche konnte durch die Gedenkstätte geklärt werden, dass allein über 2.500 Menschen aus Schlesien zwischen 1941–1945 den Krankenmorden in Sachsen zum Opfer fielen.

Die Wanderausstellung berichtet über diese vergessene Geschichte u. a. auch in der KZ Gedenkstätte Gross-Rosen in Niederschlesien und später in Zgorzelec. Weitere Ausstellungsorte sind im Gespräch.

Gäste der feierlichen Ausstellungseröffnung waren u. a. die Generalkonsulin der Bundesrepublik Deutschland, Ulrike Knotz, der Abgeordnete des Niederschlesischen Landtags (Sejmik), Jacek Pilawa, die Prorektorin der Universität Breslau, Prof. Dr. Iwona Bartoszewicz, der Bevollmächtige des Niederschlesischen Zentrums für Psychische Gesundheit, Prof. Dr. Andrzej Kiejna sowie Juniorprofessoren und Doktoranden europäischer Universitäten. Musikalisch begleitet wurde die Vernissage von der Musikerin und Ehrenbürgerin Breslaus, Bente Kahan.

07.–08.03.2018 – Internationale Bildungsmesse mit sächsischem Akzent

Am 7. und 8. März 2018 fand die 4. Bildungsmesse der Stadt Breslau und der Europäischen Kommission zum Thema »Interkultureller Dialog« im Oratorium Marianum der Universität Breslau statt. 
Zum zweiten Mal beteiligte sich auch der Freistaat Sachsen, vertreten durch sein Verbindungsbüro, an dieser viel beachteten Veranstaltung. In diesem Jahr waren es sogar zwei Tage, um noch mehr sächsische Bildungsprojekte, deren Methoden und Experten aus der Partnerregion kennenzulernen. Die Stadt Breslau hatte gemeinsam mit dem Verbindungsbüro ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Messeprogramm vorbereitet, das sich in diesem Jahr besonders der Empathie, der Offenheit und der Toleranz bzw. der Integration in der frühkindlichen Entwicklung und im späteren Schulalltag widmete.

Die polnischen Partner waren sehr an den Präsentationen und Gesprächen sächsischer Bildungsträger interessiert. Die Koordinatorin für den Interkulturellen Dialog der Stadt Breslau, Frau Manuela Pliźga-Jonarksa und der Leiter des Verbindungsbüros, Uwe Behnisch, eröffneten den 2. Messetag gemeinsam in der Landesprache. Eine besondere Überraschung bot der Rektor der Universität Wrocław, Herr Prof. Dr. Adam Jeziersky. Nach seiner Begrüßung als Hausherr setzte er sich spontan an die Orgel des Oratorium Marianum und spielte zu Ehren der sächsischen Gäste eine Etüde von Johann Sebastian Bach.

Dieser grenzüberschreitende Perspektivwechsel wurde von dem wohl bekanntesten Deutschen in Polen oder auch bekanntesten Polen in Deutschland, dem Schauspieler und Autor, dem Görlitzer Brückepreisträger, Steffen Möller, moderiert. Er war auch an der konzeptionellen Vorbereitung dieser Messe beteiligt.

An der deutsch-polnischen Debatte beteiligten sich u. a. die sächsische Staatsministerin für Integration und Gleichstellung, Frau Petra Köpping, der Präsident des Breslauer Stadtrates, Herr Dr. Jacek Ossowski, die Leiterin des Kraszewski Museums Dresden, Frau Joanna Magacz und die Geschäftsführerin der Europaschule Zgorzelec, Frau Katarzyna Hübner.

Höhepunkt und Abschluß dieser 2-tägigen Leistungsschau der Ideen, Methoden und Perspektiven waren praktische Beispiele der interkulturellen, sprachlichen und methodischen Zusammenarbeit aus Niederschlesien und Sachsen. Die Sächsische Staatsoper stellte ihr erfolgreiches Projekt »Choralarm« vor, das mit 40 Breslauer Schülern unterschiedlicher Nationalitäten einen Tag vor der Messe einstudiert wurde. Dieses Projekt wird seit einigen Jahren an Dresdner Schulen erfolgreich mit Chorsängern der Semperoper praktiziert und dient u. a. der musischen Bildung bzw. der Talenteförderung. Der Dresdner Theaterregisseur, Dr. Stephan Reher, erarbeitete ebenfalls zwei Tage vor der Messe mit jungen und älteren Breslauern verschiedener Nationalitäten in einem Theaterworkshop Straßenszenen zwischenmenschlicher Beobachtungen. Die Premiere dieses internationalen Projektes rundete die Bildungsmesse mit dem Blick nach Sachsen ab. Kontakt- und Kooperationsanfragen aus der Partnerregion ließen nicht lange auf sich warten.

 

01.03.2018 – Antrittsbesuch des Ministerpräsidenten in Breslau

Foto des Arbeitsgespräches
Arbeitsgespräch zwischen den Niederschlesischen Gastgebern und der Sächsischen Delegation unter Leitung des Marschalls Cezary Przybylski und Ministerpräsident Michael Kretschmer  © Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau

Am 1. März 2018 reiste Sachsens Ministerpräsident, Michael Kretschmer, zu politischen Gesprächen nach Breslau.
Bei dem Besuch traf er mit dem Marschall der Wojewodschaft Niederschlesien, Cezary Przybylski, sowie dem Vize-Wojewoden von Niederschlesien, Kamil Krzysztof Zieliński, zusammen.

Es war der erste offizielle Besuch Michael Kretschmers als Ministerpräsident in Breslau. Thematisch ging es unter anderem um die seit fast zwei Jahrzehnten bestehende Regionalpartnerschaft zwischen Sachsen und Niederschlesien, den grenzüberschreitenden Bahnverkehr und den Stand und die Zukunft der EU-Förderung für grenzüberschreitende Projekte.

Der Regierungschef betonte: »Gute und enge Beziehungen zu unseren Nachbarn hier im Herzen Europas sind wichtig für beide Seiten. Mir ist es ein persönliches Anliegen, dass die über Jahre gewachsenen Kontakte gerade auch zu Niederschlesien gepflegt und weiter ausgebaut werden. Dazu können direkte Begegnungen und der Austausch wie in dieser Woche beitragen.«

Erste Auslandsreise des neuen Europaministers und erstes Neujahrskonzert in der Partnerregion Niederschlesien

Der Freistaat Sachsen will die guten Kontakte zu den polnischen Nachbarn, insbesondere zu den Partnerregionen Niederschlesien und Lebuser Land, weiter ausbauen.

Dazu beigetragen hat am 10. Januar 2018  ein besonderes Konzert in der Breslauer Synagoge zum Weißen Storch. Musiker der Sächsischen Staatskapelle gaben ein Konzert u.a. mit Werken von Wolfgang Amadeus  Mozart und  Ignazy Paderewski und Johann Strauß.

Grußwort und Rückblick

In seinem Grußwort würdigte der Chef der Staatskanzlei und Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten Oliver Schenk das große Engagement der Mitarbeiter/innen des Verbindungsbüros, der Wojewodschafts- und Marschallämter, der Stadtverwaltung und des Generalkonsulats in der Zusammenarbeit.

So hatte das Verbindungsbüro des Freistaates gemeinsam mit seinen deutschen und polnischen Partnern im vergangenen Jahr mehr als 25 Veranstaltungen organisiert, zu denen insgesamt rund 1.500 Besucher kamen.

Dazu gehörten auch eine Innovationskonferenz, bei der es um Elektromobilität und neue Werkstoffe ging, und eine vielbeachtete Konferenz zum 500-jährigen Jubiläum der Reformation.

Die Generalkonsulin Ulrike Knotz unterstrich die besondere Rolle des Freistaates Sachsen in den deutsch-polnischen Beziehungen und die Bedeutung des Verbindungsbüros bei der Entwicklung von Projekten und neuen Veranstaltungsformaten.

Großartige Geste

Der Vorsitzende des Breslauer Stadtrates Dr. Jacek Ossowski bedankte sich beim Freistaat Sachsen für die großartige Geste, mit diesem ersten Neujahrskonzert auch die Breslauer Öffentlichkeit mit einzubeziehen.

Das Publikum in der überfüllten Synagoge bedankte sich mit langanhaltendem Beifall und Bravorufen bei den Musikern, die allen Konzertbesuchern – in polnischer Sprache – ein glückliches Neues Jahr wünschten und sich, wie beim traditionellen  Neujahrskonzert in Wien, mit dem Radetzky-Marsch verabschiedeten.

An das Konzert schloss sich im Verbindungsbüro des Freistaates für ca. 150 geladene Gäste aus Kultur, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft ein Neujahrsempfang mit dem Überraschungsgast »August der Starke« und dem jungen polnischen Jazzpianisten Jonasz Wiewiór an.

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