19.04.2023

Offene Tagung zum Thema »Wohnraum für Menschen mit Behinderungen – Lösungsansätze zur Überwindung des Mangels«

Am Mittwoch, 19. April, 12 Uhr fand vor über 80 Gästen aus Verbänden, Organisationen, Initiativen, Politik, Verwaltung und Einzelpersonen die Offene Tagung des Landesbeauftragten für Inklusion der Menschen mit Behinderungen Michael Welsch zum Thema »Wohnraum für Menschen mit Behinderungen« in der Sächsischen Aufbaubank in Dresden statt.

Nach einem Eröffnungsgrußwort des Landesbeauftragten Michael Welsch, gaben am Vormittag Dipl.-Ing. (FH) Lutz Engelhardt, Architekt, Co-Herausgeber und Autor »bfb Atlas barrierefrei bauen«, Dipl.-Ing. Architektin Susanne Trabandt, Institut für Holztechnologie Dresden gemeinnützige GmbH (IHD), Jörg Keim, Vorstandsvorsitzender Wohnungsbaugenossenschaft Kontakt e.G. Leipzig und Uwe Rasch, Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft Kontakt e.G. Leipzig sowie Simone Wenzler, Referatsleiterin Wohnungswirtschaft, Wohnraumförderung, Wohngeld, Sächsisches Staatsministerium für Regionalentwicklung wichtige Einblicke in die bestehende Wohnraumsituation für Menschen mit Behinderungen in Sachsen.

In der am Nachmittag durchgeführten Podiumsdiskussion traten die Tagungsteilnehmer mit den Podiumsgästen zu in einen offenen, interessierten und praxisnahen Austausch.

 

Hintergrund: 

Barrierefreier Wohnraum ist in Sachsen wie auch in den anderen Bundesländern schwer zu finden. Dies gilt noch einmal mehr für rollstuhlgerechte Wohnungen. Die Nachfrage nach barrierefreiem Wohnraum steigt auch aufgrund der demografischen Entwicklung im Freistaat stetig an. So bezieht sich der am 18. April 2023 vom Kabinett beschlossene 7. Bericht zur Lage der Menschen mit Behinderungen im Freistaat Sachsen in seiner Bestandsaufnahme im Wesentlichen auf die Studie »Bedarfsgerecht barrierefreier Wohnraum in Sachsen« aus dem Jahr 2016. Dort wurde unter anderem ermittelt, dass rund 88 Prozent der Wohnungen, die Menschen mit motorischen Behinderungen derzeit bewohnen, die Kriterien für Barrierefreiheit nicht oder nur teilweise erfüllen. Anpassungsbedarf wird auf der Basis von Schätzungen bei etwa 74.000 Wohnungen angenommen, bis zum Jahr 2030 wird der Bedarf auf 77.000 Wohnungen ansteigen. 

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